Alle Bundesligaspieler des HSV seit 1963

La - Lz

Laas Alexander
Labbadia Bruno
Labus Robert
Lacroix Leo
Lam Zhi Gin
Langkamp Sebastian
Lasogga Pierre-Michel
Lässig Thomas
Laubinger Walter
Lauth Benjamin
Ledesma Cristian Raul
Leibold Tim
Leistner Toni
Leschinski Boris
Letchkov Yordan
Letschert Timo
Libuda Heinz
Ljuboja Danijel
Löffler Reinhard
Lübeke Peter
Lüttkenhaus Oliver
Lux Peter

 

 

Alexander Laas (05.05.1984)

Alexander kam 2002 über die Jugend des Niendorfer TSV und aus der HSV-Jugend zu den Hamburger Amateuren. Jugendnationalspieler, durchlief hier ab der U15 alle Teams. Gehörte ab dem Sommer 2003 zum Kader. Wurde in der ersten Saison in der Bundesliga jedoch überhaupt nicht und in der folgenden nur einmal die letzten 8 Minuten beim 3:0 gegen Rostock eingesetzt. War aber eine Stütze der Regionalliga-Mannschaft, machte dort in 4 Jahren 72 Partien und 10 Tore.

 

Ließ in der nächsten BL-Saison bei 5 Einsätzen sein Können aufblitzen. Im Herbst 2006 zunächst behutsam an die erste Elf herangeführt, wurde er am Ende der Hinrunde zum Stammspieler, glänzte unbekümmert als Regisseur. Ein Rohjuwel in den Reihen des HSV! Bei Hertha BSC gelang ihm auch sein einziger Treffer. Ein Highlight für ihn war der Einsatz in der Champions League beim 3:2-Erfolg über den ZSKA Moskau. Bekannt ist auch die Szene, als Laas durch ein Wurfgeschoss eines Kölner "Fans" mit einer blutenden Platzwunde am Kopf auf dem Feld lag und Daniel Van Buyten ihn vom Platz trug.

 

Da er aber trotzdem in Hamburg keine Zukunftsperspektiven sah, wechselte er 2007 zum Nordrivalen VfL Wolfsburg. Doch auch hier kam er nur zu 4 Kurzeinsätzen, 1 Begegnung im Pokal und 2 weiteren bei den Amateuren, auch deshalb, weil er durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen wurde. Nachdem ein Wechsel zum 1.FC Kaiserslautern platzte, wurde er im Sept. 2008 von den "Wölfen" für die neue Saison an Arminia Bielefeld ausgeliehen, was sich aber als totaler Flop herausstellte. Kam zu ganzen drei Einsätzen und 1 Tor (plus jeweils 1 Spiel im Pokal und bei den Amateuren).

 

Deshalb wieder nach Wolfsburg zurück. Wurde aber auch hier vom neuen Trainer Armin Veh "aussortiert" und zur 2. Mannschaft abgegeben (5 Einsätze in der Regionalliga). Im Sommer 2010 zu dem erst ein Jahr zuvor gegründeten Retortenclub RB Leipzig in die Regionalliga Nord (23 Spiele). Zwei Jahre später, als der neue Trainer Pacult nicht mehr auf ihn baute, wechselte er als "Leitwolf" in die U21 dieses Vereins. Nach einem Jahr beendete er im Sommer 2013 im Alter von 29 Jahren seine Karriere als Fußballer.

 

Studierte Wirtschaftswissenschaften. Aber schon ein halbes Jahr später schnürte er ab dem Januar 2014 wieder die Stiefel, zuhause in Hamburg beim Oberligisten Niendorfer TSV, dem Verein, wo seine Karriere begann. Machte seine letzten 8 Spiele. Hier war soeben ex-HSV-Kumpel Bastian Reinhardt als Co-Trainer eingestiegen. Im Sommer 2014 zog er den endgültigen Schlussstrich unter seine Karriere und begann eine Ausbildung als Bankkaufmann.

 

Alex hatte immer wieder seinen Abschied vom HSV bedauert: Sollte er eine zweite Chance beim HSV bekommen, würde er keine Sekunde zögern und " zu Fuß zurücklaufen". Seit Juni 2014 war er gemeinsam mit dem BL-Trainer Holger Stanislawski Geschäftsführer im Rewe-Center Stanislaswki & Laas in Winterhude (Dorotheenstr. 122 ). Ab 2021 unterstützte er die HSV-Traditionsmannschaft.

 

BL-Saison Sp To
2003/2004
2004/2005
2005/2006
2006/2007
0
1
5
21
0
0
0
1
Europa Sp To
2005/2006-ui
2005/2006-ue
2006/2007-cl
2007/2008-ui
2
4
1
1
1
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
2006/2007 1 0
Liga-Pokal Sp To
2006/2007-li 2 0

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Bruno Labbadia (08.02.1966)

Das jüngste von neun Kindern einer italienischen Einwandererfamilie (besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft seit 1984) lernte in der Jugend Fußballspielen bei FSV Schneppenhausen, SV Weiterstadt und Darmstadt 98, wo er seit 1984 auch bei den Profis beschäftigt war. Bestritt in der 2.Liga 105 Partien mit 44 Toren. Im Pokal brachte er es auf die tolle Quote von 4 Toren in 6 Spielen.

 

Kam im Sommer 1987 von den Lilien nach Hamburg. Er spielte in eineinhalb Jahren 41 Mal für den HSV, wobei ihm immerhin 11 Treffer gelangen. Im DFB-Pokal brachte er es auf 5 Einsätze mit 2 Toren und im Europapokal der Pokalsieger traf er in 4 Spielen 3 mal. Verlor seinen Stammplatz durch die neu geholten Bierhoff, Merkle und Furtok, was seinen Unmut herausforderte. Im  Oktober 1988 fiel er wegen eines Rippenbruchs aus und machte anschließend nur noch 1 Spiel im Pokal gegen RW Essen. Hatte einige Probleme mit Trainer Reimann und war im Herbst 1988 beim 1. FC Nürnberg im Gespräch, was sich aber zerschlug, das denen die Ablösesumme (1 Million D-Mark) zu hoch war.

Doch nach seinen negativen Äußerungen gegenüber Trainer und Verein war "das Tischtuch zerschnitten".

 

Doch anstellen Nürnberg wechselte er stattdessen im Januar 1989 zum 1. FC Kaiserslautern, mit dem er 1990 gegen Werder Bremen den DFB-Pokal gewann und ein Jahr später unter Karl-Heinz Feldkamp Deutscher Meister wurde. Machte für die Pfälzer 67 Spiele mit 20Toren in der Bundesliga und 8 Partien (2 Tore) im Pokal. Im Intertoto-Cup erzielte er 2 Treffer gegen Carl Zeiss Jena.

 

Doch der ganz große Durchbruch gelang ihm anschließend ab 1991 in drei Jahren bei Bayern München, wo er es sogar bis zum 2fachen Nationalspieler (Uruguay und Belgien) brachte und nach der Vizemeisterschaft 1993 ein Jahr später nochmals die Meisterschale in Händen hielt. In der Bundesliga gelangen ihm 28 Tore in 82 Begegnungen, im Pokal waren phänomenale 6 Treffer in 5 Spielen und im UEFA-Cup traf er einmal in 5 Partien.

 

Wechselte nach dem Triumph im Sommer 1994 zuerst zum 1.FC Köln, wo er es auf 40 BL-Einsätze mit 15 Toren, 6 Pokalspielen (4 Tore) und 5 UI-Cup-Begegnungen (Treffer) brachte und unterschrieb dann in der Winterpause 1995/1996 bei Werder Bremen. Hier erzielte er in 1 1/2 Jahren 18 Treffer in 63 BL-Partien und jeweils 2 im Pokal (3 Spiele) und UI-Cup (4 Spiele).

 

Unterschrieb zur Saison 1998/1999 beim Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld unter Trainer Thomas von Heesen.. Schaffte mit den Arminen den direkten Wiederaufstieg. Wurde 1999 Torschützenkönig in der 2. BL-Liga. Blieb nach dem erneuten Abstieg im Sommer 2000 in Liga zwei noch ein Jahr. Kam insgesamt auf 34 BL-Begegnungen (11 Tore), 64 Zweitligaspiele (39 Tore) und 8 Partien mit 2 Treffern im Pokal. Ging ab 2001 für zwei Jahre für den Ligakonkurrenten Karlsruher SC auf Torjagd. 60 Ligaspiele mit 18 Toren, 2 Partien im Pokal (1 Tor). Dann war mit der aktiven Karriere Schluss.

 

328 Spiele und 103 Tore in der Bundesliga, 229 Spiele und 101 Tore in der 2. Liga lautet seine stolze Bilanz. Dem Vollblutstürmer gelang es als einzigem Spieler in Deutschland, sowohl in der deutschen Eliteliga als auch in der 2. Liga mehr als hundert Tore zu erzielen. War dreimal "Torschütze des Monats". Addiert man die Tore in allen 615 Pflichtspielen, kommt Bruno auf fantastische 236 Treffer.

 

Seine erste Trainerstation führte ihn von Juni 2003 bis 2006 zurück in seine Heimat zu Darmstadt 98 in die Oberliga Hessen, 2004 Aufstieg in die Regionalliga, dort 2 x Platz 5. Nach einem Jahr Pause übernahm er zu Beginn der Saison 2007/2008 von Benno Möhlmann die SpVgg Greuther Fürth, belegte am Ende den 6. Platz. Ein Jahr später erhielt er von Bayer Leverkusen ein Angebot als Nachfolger von Michael Skibbe und nahm dankend an. Schlug dort anfangs sehr gut ein, sein Team spielte mit erfrischendem Offensivfußball lange Zeit an der Spitze mit. Doch nach der Winterpause Einbruch. Trotzdem sprang noch das Endspiel im DFB-Pokal 2099 gegen Werder Bremen heraus. Provozierte mit frechen Sprüchen seinen Vertragsausstieg (u.a. ein Zeitungsinterview, in dem er einen Rundumschlag gegen Mannschaft und Teile des Bayer-Vorstands gemacht hatte).

 

Kehrte im Sommer 2009 zu seinem ersten Profiverein an die Alster zurück, nachdem der wortbrüchige Martin Jol verschwunden war. Nach dem nicht ganz freiwilligen Ausstieg von Beiersdorfer (der ihn verpflichtet hatte), musste er auch noch den Posten des Sportchefs übernehmen. Seine Offensivtaktik begeisterte anfangs, der HSV spielte die ganze Vorrunde in der Spitze mit, trotz des unglaublichen Verletzungspechs (teilweise 11 Spieler). In der Rückrunde folgte aber ein unerklärlicher Einbruch. Er bekam immer mehr Schwierigkeiten mit den Stars und auch mit dem Vorstand und wurde vor dem Rückspiel im Halbfinale der Europa League und 2 BL-Spiele vor Saisonende gefeuert. Die Mannschaft, die teilweise offen gegen den Trainer gespielt hatte, erreichte nur den 7. Platz und rutschte so noch aus den Europapokalrängen.

 

Im Dezember 2010 trat Labbadia beim stark abstiegsbedrohten VfB Stuttgart seinen Dienst an. Schaffte klar den Klassenerhalt. In der nächsten Saison erreichte die Mannschaft die Europa League. Als sich der Verein aber im Oktober 2012 wieder in der Abstiegszone befand, machte er in einer vielzitierten "Wutrede" seinem Frust gegenüber den meuternden Fans Luft. Unter anderem beschwerte er sich: "Ich kann gewisse Dinge nicht akzeptieren, wenn der Trainer wie der letzte Depp dargestellt wird, als hätte er gar keine Ahnung. Die Trainer sind nicht die Mülleimer von allen." Wieder mal war die "Erfolglosigkeit" der Grund für die Entlassung Ende August 2013.

 

Als der HSV im Frühjahr 2015 willenlos dem Abstieg entgegen wirbelte, mit Slomka, Zinnbauer und Knäbel schon drei Trainer verschlissen hatte und vom Wunschtrainer Tuchel eine Absage erhielt, wurde Bruno von seinem alten Freund Didi Beiersdorfer verpflichtet. Er war die Rettung! Die scheinbar unlösbare Aufgabe "Klassenerhalt" war nur ihm zu verdanken. Er verstand es, die Mannschaft zu motivieren, längst Aussortierte wie Ilicevic oder Kacar wurden durch sein Vertrauen zu Leistungsträgern. In zwei Relegationsspielen gegen den Karlsruher SC, die an Dramatik nicht zu überbieten sind und in die Geschichtsbücher eingehen, schaffte er den nicht mehr für möglichen Klassenerhalt. Der gefeierte Trainer wurde "Hamburger des Jahres 2015" und Beiersdorfer wollte ihm mit bloßen Händen ein Denkmal bauen.

 

Die folgende Saison verlief im tristen Mittelmaß. Als sich aber der HSV im Oktober 2016 nach 4 Niederlagen mit 1 Punkt wieder im Tabellenkeller befand, wurde Bruno am 25.10. von Beiersdorfer gefeuert. Die Art und Weise, wie dies geschah, hinterließ einen faden Geschmack, Beiersdorfer wurde ein erbärmlicher Stil vorgeworfen. Dafür sammelte Bruno Pluspunkte bei Fans und Medien. Er erwies sich als wahrer Gentleman und fairer Sportsmann: "Es war eine wahnsinnig intensive Zeit mit vielen Erlebnissen, die mir immer in Erinnerung bleiben werden. Es hat mir sehr viel bedeutet, Trainer des HSV sein zu können. Ich habe mich jeden Tag mit dieser Aufgabe identifiziert. Meinem Nachfolger wünsche ich alles Gute."

 

Im Februar 2018 holte ihn der stark abstiegsgefährdete HSV-Rivale VfL Wolfsburg als "Retter." Und auch hier gelang ihm am letzten Spieltag die Relegation und dann der Klassenerhalt, der HSV dagegen stieg ab. Brachte im nächsten Jahr die "Wölfe" durch Rang 6 in die Europa League. Hatte aber schon im März 2019 seinen Abschied zum Sommer bekannt gegeben. Wurde dann heiß als Nachfolger von Wolf beim HSV gehandelt. Auch etliche Vereine aus der englischen Premier League hätten ihn gerne verpflichtet. Bruno wollte aber eine Pause einlegen.

 

Erst im April 2020, mitten in der Coronakrise, unterschrieb er bei Hertha BSC. Dort herrschte nach der turbulenten kurzen Periode von Klinsmann und seinem Nachfolger Nouri ein kleines Chaos. Bruno gelang auch hier, den Verein wieder in ruhiges Fahrwasser zu führen und erreichte Platz 14. Als aber der Verein in der neuen Saison nach 18 Spielen nur 17 Punkte auf dem Konto hatte (4 Siege) und auf Platz 14 nur 2 Punkte vom Relegationsplatz entfernt war, bekam er (zusammen mit Sportvorstand Preetz) Ende Januar 2021 die Kündigung.

 

Als der VfB Stuttgart sich nicht aus dem Tabellenkeller befreien konnte, wurde Trainer Matarazzo im Dezember 2022 durch Labbadia ausgetauscht. Als sich Stuttgart trotzdem nicht von den Abstiegsrängen lösen konnte, zog der Verein die Reißleine und trennte sich nach nur 4 Monaten im April 2023 von Bruno. Der VfB schaffte dann noch Platz 16 und gewann die Relegatiion gegen den HSV.

 

BL-Saison Sp To
1987/1988
1988/1989
31
10
11
0
Europa Sp To
1987/1988-po 4 3
DFB-Pokal Sp To
1987/1988
1988/1989
2
3
01
1

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Robert Labus (10.10.1992)

Wieder mal ein hoffnungsvolles Talent, dem beim HSV der Durchbruch nicht gelang. Der Innenverteidiger ist ein echter Hamburger Jung aus Harburg. Begonnen hat er in der Jugend von St. Pauli und wechselte 2007 zur HSV-Jugend. Hier wurde der ehemalige U15- und U16-Nationalspieler auch U17-Europameister und U17-WM-Teilnehmer 2009 in Nigeria.

 

2009 stieß er zur U19 des HSV und im Sommer 2010 tauchte er im Kader der Profis auf. Armin Veh schickte ihn aber kurz darauf wieder zu den Amateuren, um Spielpraxis zu sammeln. Seine Bilanz hier: 46 Partien in der Regionalliga und 1 Tor. Trainierte aber oft mit der "Ersten" mit. Im Juni 2013 wurde sein Vertrag nicht verlängert, war dann ein halbes Jahr ohne Beschäftigung.

 

Im Januar 2014 fand er in Österreich beim SV Kapfenberg, wie schon etliche HSVler vor ihm, für ein halbes Jahr einen neuen Arbeitgeber. Wurde hier aber ebenfalls nicht im A-Team eingesetzt, sondern kam nur 5 mal in der Regionalliga Mitte zum Zug. Seit dem Sommer 2014 wieder arbeitssuchend.

 

Laut transfermarkt.de spielte er von 2016 bis 2017 für die Eckerd Tritons, einer College-Mannschaft aus St. Petersburg in Florida. An dieser Uni studierte er von 2016 bis 2018 (Management - Master Business Administration). Berichten zufolge soll er dann um 2020 herum als Trainer in Honolulu auf Hawaii aktiv gewesen sein.

 

 

 

BL-Saison Sp To
2010/2011 0 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Leo Lacroix (27.02.1992)

Als sich die beiden etatmäßigen Innenverteidiger Jung und Papadopolous in der Vorbereitung auf die Saison 2018/2019 fast gleichzeitig schlimme Knorpelverletzung im Knie zuzogen, musste Sportvorstand Becker handeln. Er lieh von AS Saint-Etienne den in Lausanne geborenen Schweizer Junioren-Nationalspieler Leo Lacroix, der durch seinen Mutter auch brasilianischer Staatsbürger war.

 

Der 1,97 große Abwehrhüne begann in der Jugend des FC Lausanne-Sport. Über FC Malley LS landete er schließlich 2009 beim schweizerischen Erstligisten FC Sion, wo er im Mai gegen St. Gallen erstmals für 15 Minuten Profiluft schnupperte. Ansonsten kämpfte er zunächst bei der U21 in der drittklassigen Promotion League (bzw. 1.Liga). War hier in 45 Partien unterwegs (1 Tor). Ab dem Sommer 2012 gehörte er zum Kader der Profis, hatte weitere 77 Einsätze in der Super League (1 Tor). Wurde mit dem FC Sitten (= FC Sion) 2015 Schweizer Pokalsieger und stand hier im nächsten Jahr im Halbfinale. Auf sein Konto gehen 11 Spiele im Pokal und 7 Begegnungen in der Europa League mit jeweils 1 Treffer.

 

Es folgte der Wechsel ins Ausland zum französischen Nachbarn zu AS St. Etienne. In 1 ½ Jahren absolvierte er 31 Partien in Ligue 1 und war 3 mal in der Europa League dabei Je 2 Begegnungen machte er im französischen Pokal und im Liga-Cup. Verlor in der zweiten Saison seinen Stammplatz und wurde im Januar 2018 in seine Schweizer Heimat zum Meister FC Basel mit Trainer Raphael Wicky verliehen.

 

Kam hier im Champions-League-Achtelfinale gegen Manchester City 2 mal zum Einsatz. 9 Spiele machte er in der Liga und 1 Partie im Pokal. Da Basel auf eine Kaufoption verzichtete, griff der HSV im August zu und lieh Leo für 1 Jahr aus, sicherte sich aber zugleich eine Kaufoption. Becker erklärte die Verpflichtung: "Léo ist ein gestandener Verteidiger, der über eine herausragende Physis verfügt. Er passt perfekt in unser Anforderungsprofil.“

 

Das Engagement verlief enttäuschend- Spielte sich unter Titz und Wolf jeweils nur kurz in die Stammelf, war aber die meiste Zeit nur Ersatzspieler. Wollte in der Winterpause den Verein verlassen. Durch eine sehr gute Leistung gegen Köln im April stand er plötzlich im Saisonfinale in der ersten Elf. Am letzten Spieltag köpfte er seinen einzigen Treffer für den HSV. Der HSV zog die Kaufoption nicht und so kehrte Leo im Sommer 2019 zu seinem Stammverein AS St. Etienne zurück. Neben 16 Ligaspielen bestritt er für den HSV 1 Pokalpartie.

 

Bei den Franzosen hatte man keine Verwendung mehr für Leo. Er stand keine einzige Minute auf dem Platz. Am Ende der Saison im Sommer 2020 stand die Trennung. Ein halbes Jahr später Anfang 2021 kehrte er in die Schweiz zum FC Sion (in Sitten) zurück, wo er schon ab 2012 vier erfolgreiche Jahre verbrachte. Doch schon nach einem halben Jahr mit 13 Partien in der Liga und 1 Spiel im Pokal ging er erneut ins Ausland.

 

Diesmal war Australien das Ziel. Leo wechselte im September 2021 zu Western United FC im Kreis Melbourne. "Berühmtheit" erlangte er hier in einem Spiel gegen Melbourne. Zunächst köpfte er ein Eigentor, dann ermöglichte er mit einem dicken Patzer den zweiten Gegentreffer und verschuldete einen Elfmeter (der gehalten wurde). Kam hier insgesamt auf 51 Einsätze und 3 Tore. Doch im Sommer 2023 wechselte er nach Rumänien zu FC U Craiova.

 

Seine Klasse blieb auch im Schweizer Nationalteam nicht verborgen. Nachdem er zunächst 2 mal in der U18 und 5 mal in der U19 berücksichtigt wurde, machte r (bis August 2018) 4 Spiele in der U21 seines Landes. In Hamburg wurde er zum Nationalspieler und feierte am 14.11.2018 gegen Katar sein Debüt im A-Team.

 

2. Liga Sp To
2018/2019 16 1
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2018/2019 1 0

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Zhi-Gin Lam (04.06.1991)

Der kleine Deutsch-Chinese (Vater kommt aus Hongkong, Mutter ist Deutsche) hatte einen traumhaften Einstieg. Interimscoach Rodolfo Cardoso, der seinen Lieblingsschüler bereits von der B-Jugend bis zu den Amateuren trainierte, stellte den Offensivmann am 23.09.2011 beim VfB Stuttgart in die Anfangsformation. Und "Andreas" (so sein dritter Vorname) legte los wie die Feuerwehr, wirbelte, kein bisschen nervös, auf der rechten Außenbahn und war maßgeblich am Erfolg beteiligt. Nach 5 weiteren Einsätzen folgte allerdings in der Rückrunde nur noch ein Spiel (zum Auftakt gegen Dortmund). Musste wieder im Amateurteam auflaufen, kam hier während seiner HSV-Zeit auf 67 Begegnungen, in denen ihm 4 Tore gelangen.

 

Der von den Fans "Siggi" gerufene wohnte weiterhin bei seinen Eltern im Hamburger Stadtteil Lohbrügge, hier machte er auch 2010 sein Abitur. Im China-Restaurant seiner Eltern brauchte er dann nicht mehr aushelfen. Der "Willensstarke" (so die Übersetzung seines Namens) begann beim VfL Lohbrügge und SV Nettelnburg/Allermöhle, bevor er 2005 zur HSV-Jugend wechselte und 2010 zur Zweiten stieß. Sein Mentor Cardoso war von ihm überzeugt: "Er ist sehr wendig, ballgewandt und variabel einsetzbar. Ein sehr intelligenter Spieler." Und auch Frank Arnesen schwärmte: "Er ist schnell, hat eine sehr gute Technik und viel Spielwitz.".

 

Überzeugte in der Saisonvorbereitung im Sommer 2012 auch als rechter Verteidiger, doch wegen zweier kurz hintereinander erlittenen Muskelfaserrissen kam er nur zu einem Kurzeinsatz. Der SV Kapfenberg, Fortuna Düsseldorf, der SC Freiburg und sogar Dinamo Tirana zeigten im Sommer 2012 Interesse an einer Verpflichtung. Doch er blieb an der Elbe und war immer hellwach, wenn er mal als Ersatz einen Einsatz bekam. So richtig Fuß fasste er aber im Volksparkstadion nicht, auch wegen seiner diversen Verletzungen (u. a. auch eine Schambeinentzündung).

 

So war der Wechsel zum Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth im Sommer 2014 der logische Schritt. Aber auch hier blieb ihm zunächst das Verletzungspech treu. Als er im Herbst langsam wieder an die erste Mannschaft herangeführt werden sollte (musste auch dreimal im Regionalligateam auflaufen), erlitt er erneut einen Muskelfaserriss. Kam deshalb im Jahr 2014 nur zu 4 Einsätzen für die Kleeblätter. Dann machte er das Training für die Rückrunde mit und jubelte: "Zum ersten Mal seit drei Jahren fühle ich mich 100 Prozent fit. Ich kann meinem Körper wieder vertrauen." Doch schon im Februar 2015 der nächste Rückschlag: Schienbeinprellung. Kaum genesen, im Juli dann die nächste 4monatige Pause: Anriss des Syndesmosebandes. Aber auch dann wurde er nie richtig warm in Fürth. Kam lediglich auf 14 Ligaeinsätze und 1 Partie im Pokal. Sollte in 10 Spielen bei der Zweiten Spielpraxis sammeln.

 

Im Sommer 2016 wagte er den Schritt nach Hongkong, der Heimat seines Vaters, zu Kitchee SC. wo er sofort zum Stammspieler avancierte. Gewann mit seinem Team gleich 2 mal das Double aus Meisterschaft und Pokal und war der Gewinner des Hong Kong Senior Challenge Shield (laut Wikipedia "älteste Pokalwettbewerb Hongkongs und vermutlich Asiens") im Januar 2017.

 

Verabschiedete sich nach dem zweiten Titelgewinn im Juli 2018 zu R & F (Hongkong), einer "Fußballvereinigung", die ihren Sitz in China in Guangzhou hat. Wurde auf Anhieb Vizemeister der Hong Kong Premier League und Meister in der Folgesaison. Zusätzlich stand er 2020 im Pokalfinale. Unverzichtbarer Stammspieler. 38 Einsätze und 7 Tore in der Hong Kong Premier League und verschiedenen Pokalwettbewerben.

 

Im Oktober 2020 erfolgte die Trennung und er kehrte nach Deutschland zurück. Im Januar 2020 unterschrieb er beim Hamburger Oberligisten und Serienmeister TuS Dassendorf. Er wurde dort Teamkollege von ehemaligen HSV-Kämpen wie Martin Harnik, Henrik Dettmann und Mattio Maggio.

 

Im November 2011 wurde er auch zur deutschen U20-Nationalelf eingeladen, kam aber nicht zum Einsatz.

 

BL-Saison Sp To
2011/2012
2012/2013
2013/2014
7
4
9
0
0
1
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2011/2012
2012/2013
2013/2014
1
1
2
0
0
0

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Sebastian Langkamp (15.01.1988)

Der kleine Bruder von Matthias Langkamp (u.a. Wolfsburg, Bielefeld, KSC) wurde im Sommer 2007 als U18-Nationalspieler von den Amateuren von Bayern München verpflichtet. Begonnen hatte der Abwehrhüne (1,90 m) bei DJK-VfL Billerbeck und SF Merfeld, war dann 2005 über die Jugend von Preußen Münster in München gelandet. Machte dort in der A-Jugend 10 Tore in 67 Partien und wurde 6 mal bei den Amateuren eingesetzt. Er konnte in Hamburg aber nie Fuß fassen, machte bei den Profis kein Spiel, kam nur in 8 Begegnungen in der Regionalliga zum Einsatz.

 

Deshalb wechselte er schon ein halbes Jahr später zum Karlsruher SC, wo er aber zunächst auch nur in der zweiten Mannschaft spielte (29 Spiele, 3 Tore in der Regionalliga). Erst in der Rückrunde der nächsten Saison kam er bei den Profis zum Zug. Nach dem Abstieg 2009 mauserte er sich langsam in der zweiten Liga zum Stammspieler. Wurde in diesem Jahr auch in die U21 berufen. Für die Karlsruher 10 BL- Spiele und 1 Tor, in der zweiten Liga 51 Spiele und 3 Tore und im Pokal 2 Einsätze.

 

Nachdem der KSC nur mit großer Mühe den Ligaerhalt geschafft hatte, wechselte er im Sommer 2011 zum Bundesligaaufsteiger FC Augsburg. Schaffte auch hier zwei mal den Klassenerhalt (37 Spiele, 4 Tore, 3 Partien im Pokal). 2013 folgte er Trainer Luhukay zum Aufsteiger Hertha BSC. Mauserte sich dort zum unbestrittenen Stammspieler. Fehlte der Hertha im Endspurt schmerzlich wegen einer Leistenoperation. Und auch die nächste Saison begann nicht glücklich. Im August 2014 erlitt er eine Sprunggelenksverletzung (Anbruch des Fersenbeins und Außenbandanriss), der ihn für der Rest der Vorrunde außer Gefecht setzte. Dann aber wieder Fels in der Abwehr der Berliner.

 

Geschäftsführer Preetz schwärmte anlässlich der Vertragsverlängerung 2016: "Sebastian ist die Konstante in unserer Abwehr, Stammspieler und absoluter Leistungsträger", ich freue mich sehr, dass er verlängert hat." Zunächst vier erfolgreiche Jahre. Doch in der Spielzeit 2017/2018 nur noch dritte oder vierte Wahl. Ergriff deshalb die Chance, als Werder Bremen an ihn herantrat und unterschrieb auf den letzten Drücker Ende Januar 2018 an der Weser.

 

Für die Hertha war er 106 mal in der Bundeliga aktiv und kam auf 10 Partien im Pokal. In der Europa League kam er 5 mal zum Einsatz. In der ganzen Zeit erzielte er 1 Tor und das ausgerechnet gegen den HSV! (20.03.2015) In Bremen wurde er in der Rückrunde nur sporadisch eingesetzt. Doch in der Folgesaison kämpfte er sich an einen Stammplatz heran. Aber dann konnte er durch einen Muskelriss die Saisonvorbereitung im Sommer 2019 nicht mitmachen. Auch anschließend wurde er in der Hinrunde wegen diverser Verletzungen wie Hexenschuss, Rücken- und Knieprobleme nur 3 mal eingesetzt.

 

Bremen musste 2020 in die Relegation gegen den 1.FC Heidenheim. Sebastian war im Rückspiel 22 Minuten dabei. Aber zum Saisonende im Juli 2020 war das Kapitel an der Weser abgehakt. Insgesamt stand er für Bremen in 35 Ligapartien und 4 Pokalbegegnungen auf dem Platz. Ein halbes Jahr später im Januar 2021 wechselte er "down under" nach Australien zu Perth Glory.

 

Dieses unbefriedigende Abenteuer war schon nach einem halben Jahr wieder beendet. Sebastian kam lediglich zu 2 Einsätzen. Die anderen Partien stand er nicht einmal im Kader. Darauf beendete er im Sommer 2021 seine Karriere. Schon zu Bremer Zeiten hatte er ein Zertifikatsstudium mit Sportpsychologie begonnen, dass er nun zu Ende brachte.

 

Arbeitete dann als eine Art Mentor bei einer Firma (GOKIXX), die junge Spieler an den Nachwuchsleistungszentren in ganz Deutschland betreute.

 

Für Aufsehen sorgte sein "Tor des Tages" im Karlsruher Trikot im April 2009 gegen Leverkusen, als er den Ball aus 45 Metern im Netz versenkte. Für die deutsche U21 brachte er es seit 2009 auf 5 Einsätze. Er hat für die Zeit nach dem Fußball vorgesorgt und vermietet gemeinsam mit seinem Bruder Mathias Ferienhäuser auf Mallorca.

 

BL-Saison Sp To
2007/2008 0 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Pierre-Michel Lasogga (15.12.1991)

Der HSV suchte im Sommer 2013 händeringend nach einem Strafraumstürmer. Am allerletzten Tag der Transferperiode wurde er fündig. Pierre-Michel Lasogga wechselte für ein Jahr auf Leihbasis von Hertha BSC, dafür wurde Per Skelbred an die Berliner ausgeliehen.

 

Der schlaksige Stiefsohn von Torwartlegende Oliver Reck hat schon eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Er begann 1996 in der Jugend von 1. FC Gladbeck und war dann beim Nachwuchs von FC Schalke 04 (1999 - 2006), Rot-Weiß Essen (2006/2007), SG Wattenscheid 09 (2007 - 1/2008) und dem VfL Wolfsburg (1/2008 - 2009). Mit den beiden letztgenannten kämpfte er in der A-Junioren Bundesliga. 2009 wurde er mit Bayer 04 Leverkusen Deutscher Vizemeister der A-Jugend und Torschützenkönig der A-Jugend BL West. Er durfte ab März 2010 auch 5 mal Regionalligaluft bei Leverkusen II schnuppern.

 

Auf Anraten seines damaligen Trainers Jupp Heynckes wechselte er im Sommer 2010 zu Hertha BSC. Hier erlebte er gleich in seiner ersten Saison den Aufstieg in die Erste Bundesliga, dann den sofortigen Abstieg und dem direkten Wiederaufstieg. Doch durch einen am 5.Mai 2012 erlittenen Kreuzbandriss konnte er erst Anfang 2013 in den Kader zurückkehren. Da er in der Mannschaft nicht mehr richtig Fuß fasste, wurde er nach Hamburg ausgeliehen, um Spielpraxis zu bekommen. In Berlin brachte er es auf 32 Einsätze und 8 Tore in der BL, 32 Partien und 14 Treffer in der 2.Liga und 5 Spiele (2 Tore) im Pokal. Bei den Amateuren in der Regionalliga erzielte er in 6 Begegnungen 3 Tore.

 

Beim HSV schlug er ein wie eine Bombe. Ein Brecher wie Hrubesch, zweikampfstark und torgefährlich, gab keinen Ball verloren. Wie wichtig er war, merkte man sogleich, wenn er verletzungsbedingt fehlte. 13 Tore in 20 Spielen (eine Quote von 0,65 Toren pro Spiel) sind der Beweis. Wurde schmerzlich im Abstiegskampf vermisst. Hier wäre mit ihm der HSV nicht auf dem Relegationsplatz abgerutscht. Folgerichtig erzielte auch er den goldenen Treffer beim Entscheidungsspiel bei Greuther Fürth, mit dem der HSV in der ersten Liga blieb! Wurde der Relegationsheld.

 

Nachdem die Berliner ihn zurückwollten, er aber immer bekundete, beim HSV bleiben zu wollen, gelang es Beiersdorfer schließlich, ihn im Sommer 2014 fest zu verpflichten. Nachdem er die Sommervorbereitung wegen Oberschenkelproblemen nur stückweise mitmachen konnte, pirschte er sich im Herbst 2014 langsam heran. Doch kurz vor Weihnachten zog sich Lasogga erneut eine Oberschenkelzerrung zu. Gerade genesen das Gleiche Anfang Januar erneut. Wiederum verpasste er große Teile des Trainingslagers. Und im Februar die nächste negative Meldung: Muskelfaserriss! Er konnte nie die erhoffte Verstärkung werden, was auch magere 4 Tore belegen. Konnte auch in der Relegation gegen den Karlsruher SC keinen Treffer beisteuern. Im nächsten Jahr wurde er zwar mit 8 Treffern interner Torschützen-König, so richtig krachen ließ er es aber auch hier nicht.

 

Als dann im Sommer 2016 mit Bobby Wood und Luca Waldschmidt zwei neue Angreifer verpflichtet wurden, war er plötzlich nur noch dritte Wahl und kam nur noch zu Kurzeinsätzen, meist in den Schlussminuten. Aber der ließ sich nicht hängen und entpuppte sich dann doch wieder als Retter. Im vorletzten Spiel erzielte er bei Schalke den Ausgleich, sein erstes Tor seit über einem Jahr. Dieser Treffer erst ermöglichte dem HSV, den drohenden Abstieg aus eigener Kraft zu verhindern.

 

Als im Sommer 2017 auch noch Sven Schipplock aus Darmstadt zurückkam, war Lasogga Stürmer Nummer vier. Auch weil er Großverdiener war, sollte er dringend abgegeben werden. Es dauerte aber bis Ende August, bis sich mit dem englischen Zweitligisten Leeds United ein Abnehmer auf Leihbasis fand. Der HSV musste aber einen Großteil des Gehalts übernehmen. Investor Kühne trat nach und bezeichnete ihn als "Lusche".

 

Auf der Insel schlug er zunächst prächtig ein. Erzielte bis Ende Oktober 5 Treffer und gab 4 Torvorlagen. Leeds war Tabellenführer. Doch dann ließ seine Leistung nach, er wurde in der englischen Presse als Flop bezeichnet. Rappelte sich dann wieder auf, doch am Saisonende stand nur ein enttäuschender 13. Platz. Insgesamt erzielte Pierre-Michel für Leeds 10 Tore in 31 Partien. Im EFL und FA-Cup kam er jeweils 1 mal zum Einsatz.

 

Wollte eigentlich in England bleiben, war dann jedoch pünktlich zum Trainingsbeginn wieder in Hamburg zurück. Blieb dank seines Vertrags auch in der 2.Liga Top-Verdiener. Trainer Titz schenkte ihm das Vertrauen. Pierre zahlte es mit reichlich Toren zurück. War Garant und "Torversicherung", dass der HSV lange an der Spitze stand. Seine Ausbeute: 13 Treffer in27 Ligapartien. Durch seine 6 Tore in 4 Begegnungen brachte er seinen Club auch bis ins Halbfinale des DFB-Pokals (gegen RB Leipzig).

 

Doch im letzten Saisonviertel traf er nicht mehr. Seine Tore fehlten im verfehlten Aufstiegskampf. Nach insgesamt 127 Ligabegegnungen (40 Tore!) und 10 Pokalfights (8 Treffer) trennten sich im Juli 2019 die Wege. Pierre-Michel zog ein finanziell lukrativeres Angebot aus Katar einem sportlich anspruchsvolleren Engagement in einer europäischen Liga vor. Er unterschrieb bei Al Arabi SC im Nahost-Wüstenstaat einen 3-Jahresvertrag mit einem deutlich höheren Gehalt als in Hamburg.

 

Anfang Stammspieler und Goalgetter, nach der coronabedingten Pause war es damit vorbei. Stand letztmals im September im Kader. Im Dezember 2020 wurde Pierre "aussortiert", da in der Liga nur 5 Ausländer eingesetzt werden durften. 21 Einsätze und 7 Tore lautete seine Bilanz beim Wüstenabenteuer. Er blieb aber im Land und unterschrieb im Februar 2021 beim stark abstiegsgefährdeten Al-Khor SC, der von Winfried Schäfer trainiert wurde. Im Frühsommer 2021 musste er sich einer Meniskus-OP unterziehen.

 

Es wurden nur 11 Pflichteinsätze und 3 Tore. Al-Khor stieg im Sommer 2022 ab und Lasogga war auf der Suche nach einem neuen Verein. Brachte sich selbst beim HSV ins Spiel, der aber deutlich ablehnte. Durfte dann im Frühjahr 2023 beim Regionalliga-Team des VfB Lübeck mittrainieren, um sich fit zu halten.

 

Im Sommer 2023 holte ihn sein Jugendverein Schalke 04 zurück. Er sollte als "Leitwolf" die zweite Mannschaft der Gelsenkirchener (in der Regionalliga) führen.Fiel lange wegen einer Schulterverletzung aus.

 

Sein früherer Berliner Manager Preetz lobte Lasogga einmal als "ungeduldigen, großartigen Stürmer", der es nach seiner Verletzung jedoch nicht geschafft habe, "in das gut funktionierende Team zu kommen". Für Thorsten Fink war er ein "Mittelstürmer Marke Uwe Seeler." Er geht dahin, wo es wehtut." Durch seine guten Leistungen im Berliner Trikot wurde er auch U21-Nationalspieler (11 Spiele, 4 Tore). Und im Februar 2014 wäre er beinahe auch ins A-Nationalteam gekommen, musste seine Berufung aber wegen Rückenproblemen absagen.

 

BL-Saison Sp To
2013/2014
2014-Rel
2014/2015
2015-Rel
2015/2016
2016/2017
2017/2018
20
2
26
2
30
20
0
13
1
4
0
8
1
0
2. Liga Sp To
2018/2019 27 13
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2013/2014
2014/2015
2015/2016
2016/2017
2018/2019
2
2
1
2
4
1
1
0
1
6

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Thomas Lässig (25.11.1971)

Defensives Mittelfeld. Kam 1992 nach der Wende von Hansa Rostock, für die er schon seit seiner frühesten Jugend spielte (1978) und mit denen er 1990, seinem ersten Jahr bei der "Ersten", letzter DDR-Meister wurde. War in 6 Oberliga-Partien dabei. Durch den Titel durfte Hansa in die Bundesliga, hier wurde Thomas 3 mal eingesetzt.

 

Wurde vom HSV nach dem Rostocker Abstieg gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen Michael Spieß und Florian Weichert verpflichtet. Kein Bundesligaspiel, einzig 33 Minuten im Pokal gegen den Karlsruher SC. Ansonsten nur in der Reserve (33 Einsätze), nach zwei Jahren wieder weg. Jetzt begann seine Reise durch die ostdeutsche Fußball-Landschaft.

 

1994 zum Neuling PSV Rostock in der NOFV Oberliga Nord (22 Spiele, 4 Tore). Ein Jahr später bis 1997 bei FC Parchim in der NOFV-Oberliga Nord (60 Partien, 12 Treffer). Anschließend 4 Jahre zu Lok Stendal, zuerst in die Regionalliga und 2000 in die Oberliga (109 Einsätze mit 7 Toren). Carl Zeiss Jena in der NOFV-Oberliga Süd war 2001 sein nächster Club (29 Spiele, 3 Tore).

 

In dieser Liga tauchte Thomas 2002 beim VfB 09 Pößneck auf, blieb 2 Jahre und hatte 55 Einsätze mit 4 Toren. Die nächste Station war 2004 der Ligakonkurrent FC Erfurt-Nord (14 Begegnungen. Schon ein halbes Jahr später stand er für den FC Thüringen Weida 38 mal (1 Tor) in der Thüringenliga auf dem Platz. Seit 2006 in der Bezirksliga bei Eintracht Eisenberg. Hier fand er seine fußballerische Heimat und kickte bis 2013 für den Verein aus Thüringen. Nach dem Aufstieg war er dort Co-Trainer, zwischendurch auch hauptverantwortlicher Trainer. Daneben spielte er auch noch als "Standby" gelegentlich in der zweiten Mannschaft. Seit Sommer 2017 offiziell Coach in der Thüringenliga (= 6. Liga). Das langjährige Engagement wurde im Sommer 2022 beendet.

 

Kann auf einige Erfolge verweisen: Kreis- und Bezirksauswahlen im Jugendbereich der DDR, Landesauswahl Mecklenburg Vorpommern und Landesauswahl Hamburg, DDR Auswahl U16, Bundeswehrnationalmannschaft 1994 (3.Platz bei der Militär-WM in Marokko). Hat eine eigene Homepage "www.thomas-laessig.de". Der gelernte Industriemechaniker wohnt in Jena und hat den Abschluss als Sportfachwirt/IHK und Einzelhandelskaufmann und hat die B-Trainerlizenz. In Aue und 9 km entfernt in Bockau gibt es einen Versicherungsmakler Thomas Lässig. Sein Lebensmotto ist: "Wer nicht wagt der nicht gewinnt! Ein starker Wille kann Berge versetzen!"

 

BL-Saison Sp To
1992/1993
1993/1994
0
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
1992/1993 1 0

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Walter Laubinger (09.11.1967)

Ernst Happel hatte ein Faible für "Laube" (oder Originalton Happel: "Zauberer"), Uli Stein nannte ihn ein "Riesentalent", er war eines der größten Juwels im deutschen Fußball. Doch Walter machte zu wenig aus seinen Fähigkeiten. Über Vorwärts /  Wacker Billstedt und Bramfelder SV (gemeinsam mit Stefan Effenberg) wurde er unter Berti Vogts U15/U16/U17/U18/U19/U20- Nationalspieler (mit Stefan Reuter oder Andreas Möller) und Kapitän, wurde hier mit der U16 Europameister und Vize-Weltmeister. Im Oktober 1986 mit der U18 (damals "Junioren") -Mannschaft EM-Dritter.

 

Den von mehreren Vereinen umschwärmten Sinti holte Manager Netzer 1985 zum HSV. Das "schlampige Genie" brachte es aber lediglich auf 10 BL-Einsätze und ein Tor. 2 mal mischte er im Europapokal der Pokalsieger gegen Avenir Beggen mit (1 Tor). Konnte am Ball alles, sein Spiel war eine Augenweide. Wegen seinen exzessiven Trinkgelagen und wegen diverser Undiszipliniertheiten (auch Platzverweise) und Handgreiflichkeiten wurde er dann aber zunächst mehrmals abgemahnt und schließlich aus dem Kader entfernt. Soll z. B. an einem Hotelpool auf Mallorca aus Langeweile reihenweise 5-Mark-Stücke ins Wasser geschnipst haben. Manager Magath seufzte: "Es geht darum, dass Walter begreift, dass er etwas tun muss in diesem Beruf, dass nicht alles nur Spaß ist."

 

Sollte zunächst im September 1986 verliehen werden, um aus dem gewohnten Hamburger Milieu herauszukommen und sich von seinen Freunden zu trennen. Walter weigerte sich und wollte sich beim HSV "Durchbeißen". Im  Oktober zog er sich einen Bänderriss im Knie zu und musste deshalb den Rest der Hinrunde pausieren. Im Dezember erhielt er von Felix Magath eine schriftliche Abmahnung, da er eigenmächtig das Aufbautraining abgebrochen hatte. Das gleiche Bild in der neuen Saison. Happel-Nachfolger Skoblar schickte ihn bei der Vorbereitung für den DFB-Supercup in Homburg frühzeitig nach Hause, da er u. a. die Abfahrt zum Training verpasst oder die Fußballschuhe vergessen hatte. Im Juni 1987 wurde der HSV Pokalsieger und Vizemeister. Im Oktober trennten sich die Wege.

 

Machte zunächst ein Probetraining bei Old Boys Basel, ging dann aber im November 1987  in die 2. Liga nach Franken zur abstiegsgefährdeten SpVgg Bayreuth. Wurde hier aber auch nicht glücklich, lieferte lediglic in die 2. Ligah 4 Spiele ab. Beendete darauf im Sommer 1988 im Alter von 21 Jahren, seine Profikarriere. Wechselte im Dezember 1989 kurz zum West-Oberligisten BVL 08 Remscheid. Dann begann seine "Odyssee" durch die Tiefen des Hamburger Amateurfußballs

 

Zunächst ab Januar 1990 bei Concordia Hamburg in der Oberliga (9 Partien, 1 Tor), dort Ende des Jahres gefeuert (zeigte dem Co-Trainer einen Vogel). Von März 1991 an beim Verbandsligisten VfL 93 Hamburg. Gerüchte um eine Rückkehr in den Profifußball im November 1991 zu Bayer Uerdingen oder Waldhof Mannheim entpuppten sich als heiße Luft. Stieg 1992 mit dem VfL 93 in die Oberliga auf (3 Tore in 12 Begegnungen) und schaffte 1994 den Sprung in die Regionalliga. War hier bis Ende des Jahres in 5 Partien dabei. Immer wiederkehrende Meldungen, dass er zum HSV zurückkehren würde, bestätigten sich nicht.

 

1995 war er beim TSV DUWO 08 in Duvenstedt unter Vertrag. Dann taucht sein Name wieder 2000 bei den Freizeit-Oberligakickern von Fortuna Stasch auf. War dann 2003 beim RSC Rahlstedt im Gespräch. Um diese Zeit herum spielt er beim Farmsener TV in der Hamburger Bezirksliga. Blieb dort bis November 2004, trainierte hier auch die Schülermannschaft. Dann über den Freizeitclub FC Schenk 2005 zum TuS Hamburg II in die Kreisklasse.

 

Von 2006 an war Laubinger Jugendtrainer bei Concordia Hamburg. Nach seinem unfreiwilligen Abgang bei der Concordia wechselte er zunächst 2009 als Jugendtrainer zum VfL Maschen und im Herbst 2010 zur C-Jugendtrainer bei der Hamburger Turnerschaft von 1816, kurz HT16. Seit der Saison 2011/2012 arbeitete Laubinger mit den B-Junioren des JFV Hamburg-Oststeinbek und übernahm 2012 dort die A-Junioren. Wegen "Nichteinhaltung von Auflagen" wurde er im Februar 2013 vom Sportgericht für ein halbes Jahr gesperrt.

 

Privat hatte er zunächst einige Probleme, unter anderem Fahren ohne Führerschein, Schlägereien. Er ist aber nicht mit seinem Bruder Karl zu verwechseln, der wegen Raubüberfällen im Gefängnis saß. Er hatte sich stabilisiert, wohnte in Farmsen und besaß dort eine Gärtnerei. Im Februar 2018 wurde Laubinger zu 14 Monaten mit Bewährung verurteilt wegen Trunkenheit im Verkehr, Fahren ohne Führerschein, Beleidigung, Betrug und vorsätzlicher Körperverletzung. Da ihm im Februar 2021 erneut Fahren ohne Führerschein vorgeworfen wurde, bekam er 10 Monate Haft ohne Bewährung, wogegen er Berufung einlegte.

 

Seine Söhne Nico und Mascholino spielten auch Fußball und wollten ebenfalls Profi werden. Gelegentlich lief Laubinger auch für die Altherren des Hamburger SV auf. Im HSV Standardwerk "Mit der Raute im Herzen" (Verlag "Die Werkstatt") ist ihm ein extra Kapitel gewidmet: "Zauberer auf kleiner Bühne".

 

Dem Hamburger Abendblatt erklärte er 2003 sein Scheitern als Profi: "....Das lag nur an mir selbst. Eine reine Kopfsache. Ich habe mir alles selbst versaut. Verkehrt gelebt, zu viel gefeiert und so...." "...Ich hätte raus müssen aus Hamburg. Weg von meinen Freunden, weg von meinem ganzen Umfeld. So wie Effenberg nach Gladbach, das war genau richtig. Vielleicht hatte ich auch zu viel Talent, bin zu schnell nach oben gekommen...."

 

BL-Saison Sp To
1986/1987
1987/1988
5
5
0
1
Europa Sp To
1987/1988-po 2 1
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Benjamin Lauth (04.08.1981)

Begann 1987 im bayrischen Voralpenland beim SF Fischbachau und wechselte 1992 mit 11 Jahren zum TSV 1860 München. Durchlief dort sämtliche Jugendmannschaften und wurde Jugendnationalspieler. Spielte sowohl in der U17 (2x), U18 (11x), U20 (2x) als auch in der U21 (8x). Ab 2000 durfte er bei den 1860-Amateuren spielen. In zwei Jahren machte er in der Regionalliga und Bayernliga 56 Spiele und erzielte dabei 16 Treffer. Wurde im Mai 2002 (gegen Mönchengladbach) erstmals bei den Profis eingewechselt und erhielt im Sommer einen Profivertrag.

Erzielte im Dezember bei einem Benefiz-Spiel gegen die Nationalelf das "Tor des Jahres". Der blonde Benny wurde bei 1860 München in der Bundesliga in zwei Jahren zum Goalgetter (22 Tore in 61 Spielen) und zum 5fachen Nationalspieler. Im DFB-Pokal waren es 4 Treffer in 6 Begegnungen. 1 mal wurde er im UI-Cup eingesetzt (gegen Borisov).

 

Nach dem Münchner Abstieg verpflichtete ihn der HSV im Sommer 2004 für 4,2 Mill. Euro. Galt als eines der größten Talente in der Bundesliga und Hoffnung für die WM 2006. Doch leider war "Benny Bomber" ein halbes Jahr durch langwierige Verletzungen (die ihn z. T. schon in München behinderten) wie Mittelfußbruch, Knöchelverletzung, Innenbandriss, gehandicapt und konnte seine Torqualitäten nicht zeigen. Er traf dann Anfang des Jahres in 2 Spielen als Einwechselspieler 2 mal, verletzte sich aber dann immer wieder. Konnte nie zu seiner zweifellosen vorhandenen Klasse anknüpfen. Ihm wurde auch angekreidet, zu phlegmatisch zu sein. Wurde in Hamburg immerhin UI-Cup-Sieger 2005 gegen Valencia, war international in 20 Partien (6 Tore) aktiv und kam in DFB-Pokal und Ligapokal zum Einsatz.

 

Wurde im Januar 2007 an den VfB Stuttgart ausgeliehen. Obwohl er in 11 Partien nur 1 Tor erzielte, wurde er mit den Schwaben Deutscher Meister. Im verlorenen Finale des DFB-Pokals saß er gegen Nürnberg auf der Ersatzbank. In diesem Wettbewerb wirkte er 2 mal mit. 1mal half er bei den Amateuren aus. Da Stuttgart die Kaufoption nicht wahrnahm, wechselte er Im Sommer 2007 noch einmal in den Norden zu Hannover 96, fand aber auch hier nicht sein Glück, schoss in 21 Bundesliga-Spielen und 2 Begegnungen im Pokal kein Tor.

 

Ging deshalb im Juli 2008 zu 1860 München in die zweite Liga zurück, dahin, wo sein Stern aufging. Hier wurde der "verlorene Sohn" mit großen Erwartungen begrüßt. Und auch er freute sich. Zitat:" Ich wechsle nicht in die Zweite Liga, sondern zu Sechzig." Hier fand er zu seiner alten Klasse zurück, schoss wieder wichtige Tore und wurde Kapitän. Schaffte in der zweiten Liga für die Münchner 63 Tore in 188 Spielen und war im Pokal in 15 Partien 4 mal erfolgreich.

 

Wollte eigentlich im Sommer 2014 seine Karriere beenden, ging dann jedoch nach Ungarn zu Ferencvaros Budapest, wo Thomas Doll Trainer, Ralf Zumdick Co-Trainer und der ex-HSVler Daniel Nagy Kollege war. Gewann auf Anhieb den Pokal, den Supercup und den Ligapokal und wurde Vizemeister. Da aber in Ungarn ab 2015 nur noch 5 Ausländer in der Startaufstellung stehen durften, löste er seinen Vertrag nach nur einem Jahr im Sommer wieder auf. Da sich in der Heimat kein neues Engagement fand, gab er im September 2015 seinen Abschied vom Profisport bekannt. Kam zum Abschluss in Ungarn zu 23 Begegnungen mit 6 Toren in der "Nemzeti Bajnokság" und jeweils 4 Einsätzen im ungarischen Pokal und der Europa League Qualifikation.

 

Im Oktober 2016 trainierte er nebenbei (ohne Vertrag) gemeinsam mit Christian Nerlinger die F-Jugend des TSV Grünwald, weil dort die Söhne der beiden dem Leder nachliefen. Außerdem war er für den Internet-Sender DAZN als Co-Kommentator tätig. Ganz lassen konnte er es aber nicht. So kickte er 2019 in der Senioren-A-Oberliga für die Alten Herren des FC Unterföhring. Und im Sommer 2021 nahm er wieder am Ligabetreib teil und zog sich das Trikot seines Heimatvereins SF Fischbachau über, die in der A-Klasse 3 Zugspitze beheimatet waren.

 

Anfang 2023 wurde er kurzzeitig als Nachfolger für Sportchef Gorenzel gehandelt.

 

Lauth hätte auch Karriere als Skifahrer machen können (stand schon im Nachwuchskader), entschied sich aber für den Fußball. Sein "Tor des Monats" vom Dezember 2002, ein Fallrückzieher im Trikot des DFB aus dem Benefizspiel zu Gunsten der Flutopfer gegen eine Bundesliga-Allstar-Mannschaft, wurde auch zum "Tor des Jahres 2002" gewählt. 2014 begann er ein Fernstudium Sport und Management.

 

BL-Saison Sp To
2004/2005
2005/2006
2006/2007
10
31
6
4
6
0
Europa Sp To
2005/2006-ui
2005/2006-ue
2006/2007-cl
8
8
4
4
2
0
DFB-Pokal Sp To
2004/2005
2005/2006
2006/2007
1
3
1
0
0
0
Liga-Pokal Sp To
2006/2007-li 1 0

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Cristian Raul Ledesma (29.12.1978)

"El Lobo", der Wolf, wie sie ihn in Argentinien nannten, kam vier Wochen vor dem Saisonstart 2002/2003 zum HSV. Vorher wirkte er seit Januar 1999 als "Abräumer" für den argentinischen Mittelfeldstar Ariel Ortega beim Traditionsklub River Plate in Buenos Aires. Machte dort 44 Spiele in der Primera Division und wurde in der Copa Libertadores (die südamerikanische Champions League) 28 mal eingesetzt. Zuvor hatte er schon 54 Begegnungen in der höchsten argentinischen Liga für seinen Heimatverein Argentinos Juniors Buenos Aires bestritten.

 

Sportchef Holger Hieronymus holte ihn als letzte Amtshandlung. Kam für teures Geld (knapp vier Millionen Euro), vergaß seine Qualitäten aber scheinbar in der Heimat. Nur 16 Mal war er auf dem Feld - selbst das war noch zu viel. Meist saß er aber auf der Tribüne. Sollte beim HSV auch offensiv agieren, fasste aber nie richtig Fuß. Ein klassischer Fehleinkauf. Im Sommer 2003 deshalb an CF Monterey ausgeliehen. 16 Partien in der mexikanischen 1° División.

 

Im Dezember zurück, wurde aber postwendend in seine Heimat an CA Colón (aus Santa Fe) verliehen. (17 Spiele). Er konnte auch im Sommer daheim bleiben, da ihn der HSV erneut auslieh. Diesmal zu seinem alten Verein River Plate. War da wieder erfolgreicher. Neben 24 Spielen in der Primera Division wurde er 5 mal in der Copa Libertadores und 1 mal in der Copa Sudamericana eingesetzt. In den Planungen des HSV spielte er keine Rolle mehr. Deshalb wurde er im Sommer 2005 zum vierten Mal verliehen, jetzt zu Racing Club de Avellaneda, wo er aber lediglich auf 5 Begegnungen kam.

 

Im Januar 2006 war das Leihgeschäft endgültig zu Ende, er ging wieder zu seinem Jugendclub Argentinos Junior zurück (36 Pflichtspiele mit 2 Toren). Ein Jahr darauf Wechsel innerhalb der Liga zu Atlético San Lorenzo, wo er prompt argentinischer Meister wurde (18 Partien, 1 Tor). Im Sommer 2007 (gerade als der Ex-HSVer Bernardo Romeo zu San Lorenzo stieß) versuchte er sein Glück erneut in Europa, diesmal in Griechenland bei Olympiakos Piräus. Wurde gleich im ersten Jahr Meister und kam neben 18 Partien in der Superleague auf 7 Einsätze in der Champions League. Allerdings wurde er im August 2008 wieder an San Lorenzo ausgeliehen. 34 Spiele und 2 Tore in der Liga, 6 Einsätze in der Copa Libertadores.

 

Im Sommer 2009 wieder von Piräus zurückgeholt. War noch einmal 8 mal in der Champions League (plus Quali) unterwegs und kam in der Liga auf 17 Einsätze. Im Sommer 2010 endgültig in die Heimat zurück, unterschrieb erneut bei CA Colón (24 Pflichtspiele. Im August des folgenden Jahres zum dritten Mal zu River Plate. Wurde hier argentinischer Meister und gewann die Copa Sudamericana. Neben 45 Ligaspielen (1 Tor)war er auch in 5 Partien des Pokals und 3 Begegnungen in der Copa Sudamericana dabei. Im Sommer 2014 schloss sich der Kreis, er trug wieder das Trikot von Argentinos Juniors. Kam hier zu seinen letzten 35 Einsätzen in der Primera Division. Im Sommer 2016 war endgültig Schluss.

 

Stieg ins Trainergeschäft ein. Betreute zunächst von Januar bis September 2018 in seiner Heimat CA Tigre. Im März 2023 wurde er in den USA Co-Trainer bei der zweiten Mannschaft von Inter Miami.

 

Wurde 2007 auch argentinischer Nationalspieler. Kam aber nur auf 4 Begegnungen.

 

BL-Saison Sp To
2002/2003 16 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2002/2003 1 0

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Tim Leibold (30.11.1993)

Auch die Familie des im württembergischen Böblingen geborenen Defensivspezialisten ist fußballverrückt. Auch Vater, Opa und Uropa liefen dem Leder hinterher. Sein ein Jahr jüngerer Bruder Steffen kickte gemeinsam mit ihm zuhause in der Schülermannschaft des SV Friolzheim und von 2000 bis 2006 beim VfB Stuttgart. Weil er zu klein war, wurde Tim dann dort „aussortiert“.

 

Über die Zwischenstation TSF Ditzingen gelangte er 2009 zur Jugend der SGV Freiberg. In der Saison 2011/12 spielt er hier mit der U19 ein Jahr in der Juniorenbundesliga. Im folgenden Jahr „explodierte" er in der Oberligamannschaft, war absoluter Stammspieler mit 33 Einsätzen und 5 Toren. Das blieb den Stuttgarter Verantwortlichen nicht verborgen, die ihn 2013 wieder in die württembergische Hauptstadt lotsten. Unverzichtbarer Verteidiger der Zweitligavertretung in der Dritten Liga. 54 Partien mit 1 Treffer. Mehr Spiele verhinderten eine Schienbeinprellung und ein Muskelfaserriss. Der Co-Trainer Thomae schwärmte: „Tim hat perfekte Anlagen für einen Außenverteidiger, hat die nötige Schnelligkeit und Technik, flankt gut, hat ein Gespür dafür, wann er einen Vorstoß wagen kann." Er stand auch öfter im Kader der Profis und trainierte dort auch mit. Zu einem Einsatz reichte es allerdings nicht.

 

Im Juli 2015 ins Frankenland zum Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Entwickelte sich bald zum Fan-Liebling. Nach 2 Begegnungen im Regionalliga-Team entpuppte er sich rasch zum unverzichtbaren Spieler auf der Außenbahn. Durch Platz 3 erreichte die Mannschaft die Relegation, wo aber gegen Eintracht Frankfurt der Aufstieg nicht gelang. 2016/2017 zuerst durch eine Adduktorenverletzung und kurz darauf durch eine langwierige Schambeinentzündung fast 9 Monate außer Gefecht gesetzt. So blieb es in 3 Jahren bei 70 Spielen und 8 Toren.

 

Hatte großen Anteil, dass der „Club“ 2018 endlich in die erste Bundesliga zurückkehrte. Tim schlug Angebote von Schalke und Wolfsburg aus und blieb in Nürnberg. Beackerte in 32 Partien die linke Außenbahn über die volle Distanz. Fehlte nur 2 mal wegen einer Rotsperre. Doch am Saisonende erfolgte der bittere sofortige Wiederabstieg. Im Pokal brachte er es in den 4 Jahren auf 9 Partien und 2 Tore.

 

Nachdem zunächst mit einer Rückkehr zum VfB Stuttgart spekuliert wurde, wechselte er aber im Sommer 2019 an die Alster, da der HSV einen Ersatz für den abwanderungswilligen Douglas Santos suchte. Durch eine Ausstiegsklausel konnte er für 3 Millionen aus seinem Vertrag gekauft werden. Er schlug bombig ein, war der beste Vorlagengeber der Liga, war auf der linken Seite nicht wegzudenken. Fehlte keine Begegnung. In der Folgesaison machte ihn Thioune zum Kapitän der Mannschaft. Fehlte auch dieses Jahr nur wegen Rotsperre oder Adduktorenbeschwerden.

 

Das Kapitänsamt verlor er 2021 unter dem neuen Trainer Walter am Schonlau. Er war aber in den 11 ersten Partien weiter gesetzt und unverzichtbar. Doch im Oktober 2021 zog er sich beim Pokalspiel in Nürnberg im rechten Knie einen Kreuzbandriss zu, was das Saisonaus bedeutete. Auch in der neuen Saison stand er zunächst nur vereinzelt auf dem Spielfeld. Ihm fehlte die Spielpraxis und sein Ersatz Muheim hatte sich während seiner Erkrankung in der Mannschaft festgespielt.

 

Deshalb bat er im Winter 2022 um eine vorzeitige Vertragsauflösung, die auch bewilligt wurde. So ging er Ende Januar 2023 ablösefrei über den "Großen Teich" zu Sporting Kansas City in die MSL. Auch hier verletzungsanfällig. Zu Beginn 4 mal dabei. Dann war von März bis Mai wegen einer Muskelverletzung schon wieder Pause.

 

2013 streifte er sich 5 mal das Trikot der deutschen U20 über.

 

2. Liga Sp To
2019/2020
2020/2021
2021/2022
2022/2023
34
29
11
4
1
4
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2019/2020
2020/2021
2021/2022
2
1
2
0
0
0

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Toni Leistner (19.08.1990)

"Leiste" wurde in seiner Heimatstadt Dresden zunächst von SG Verkehrsbetriebe Dresden und dann von FV Dresden-Nord (die sich 2007 in SG Borea Dresden umbenannten) ausgebildet. Bei Borea machte er auch seine ersten Schritte im Erwachsenenbereich. 26 Einsätze und 2 Tore in der NOFV-Oberliga Süd. 2010 dann der Wechsel zum Dresdner Traditionsverein Dynamo, allerdings hier auch zunächst im Regionalligateam. Hier allerdings Stammspieler mit 53 Einsätzen und 3 Toren in 2 ½ Jahren.

 

Bei den Profis in der 3.Liga wurde er erstmals im April 2011 (gegen Unterhaching) berücksichtigt. Nach dem Aufstieg 2011 in die 2.Liga folgten lediglich in 1 ½ Jahren weitere 4 Partien. Im Januar 2013 wurde er für die Rückrunde an den Drittligisten Hallescher FC ausgeliehen (13 Spiele).

 

Im Sommer zurück in Dresden, wo er endlich den Durchbruch schaffte und zu 16 Einsätzen kam. Doch am Ende stand 2014 der Abstieg in die 3.Liga. Toni wollte aber weiterhin höherklassig spielen und unterschrieb im Sommer 2014 beim Zweitligisten Union Berlin. Hier entwickelte er sich zum aggressiven, robusten und kompromisslosen Innenverteidiger. Erlebte erfolgreiche 4 Jahre, unangefochtener Stammspieler mit 115 Einsätzen und 4 Toren. Zusätzlich 4 Begegnungen im Pokal. Doch im Sommer 2018 erfolgte die Trennung, nachdem man sich nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnte.

 

Nachdem der HSV schon 2017 erfolglos um ihn warb, zeigte jetzt u. a. der 1.FC Köln Interesse. Doch Toni wagte den Schritt auf die Insel und wechselte zum englischen Zweitligisten Queens Park Rangers. Stieg sofort zum Lokalhelden auf. Stammspieler, Mannschaftskapitän, Publikumsliebling mit eigenem Fansong. Eroberte seiner robusten Spielweise und seinem unbändigen Siegeswillen sofort die Gunst der Fans. 43 Einsätze mit 2 Toren in der Championship. Auch die Hinrunde der Saison 2019/20 immer präsent. Weitere 22 Begegnungen (Tore) in der zweiten englischen Liga. Hinzu kommen je 3 Einsätze im EFL- und FA-Cup.

 

Trotzdem ergriff er die Gelegenheit, in der Bundesliga zu spielen, als der 1.FC Köln anfragte. Er kam im Januar 2020 zunächst auf Leihbasis an den Rhein. Er kam ab Ende Februar in allen 13 Partien zum Einsatz, dabei 10 mal über die volle Distanz. Trug mit dazu bei, dass Köln mit dem Abstieg nicht wirklich was zu tun hatte. Er wäre gern bei den Geißböcken geblieben. Doch diese sahen von einer dauerhaften Verpflichtung wegen eines Überangebots an Innenverteidigern ab, weswegen er im Sommer wieder nach London zurückkehrte.

 

Als der HSV, auf der Suche nach einer Abwehrkante bei ihm anfragte, zögerte Leistner keine Sekunde und kam im August 2020 an den Rothenbaum. Sportdirektor Mutzel schwärmte: „Toni ist ein Innenverteidiger mit großer Zweitliga-, aber auch Erstligaerfahrung. Er ist sehr zweikampfstark und verfügt über eine tolle Persönlichkeit. Er passt genau in unser Anforderungsprofil und ist die gesuchte Verstärkung“.

 

Schon bei seinem ersten Auftritt für die Hanseaten sorgte er für Aufregung. Der HSV hatte gerade das Pokalspiel in seiner alten Heimat Dresden verloren. Toni gab ein Interview, als ein Dresdner Anhänger ihn wüst beschimpfte (man solle seiner Frau das ungeborene Kind aus dem Leib treten)-er kletterte darauf auf die Bühne und nahm sich den Pöbler zur Brust. Er wurde darauf für 3 Spiele gesperrt (plus 2 weitere auf Bewährung) und 8.000 Euro Strafe. Nach seinem Einspruch wurde die Strafe auf vier Partien (je zwei im Pokal und in der 2. Liga) sowie 6.000 Euro herabgestuft. Das Gericht sah als Milderungsgrund, dass Leistner sportgerichtlich noch nicht in Erscheinung getreten war und in hohem Maße provoziert wurde.

 

Am dritten Spieltag feierte er gegen Fürth eine kurze Premiere´, denn er flog mit "Rot" vom Platz, was weitere 2 Spiele Pause bedeutete. Aber dann war er aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Trainer Thioune setzte in der Verteidigung auf ihn und Ambrosius. Aber im Februar 2021 zwang ihn ein Muskelbündelriss zu weiteren 8 Wochen aussetzen. Er konnte dann auch nicht mehr verhindern, dass der HSV auch im dritten Anlauf den Aufstieg vergeigte. Es wurden nur 19 Einsätze.

 

Im Sommer 2021 kam mit Tim Walter wieder mal ein neuer Trainer. Und in dessen Spielsystem passte Leistner nicht. Zudem wurde kolportiert, dass er Kritik am Verein und an Walter geübt habe. Deshalb wurde ihm nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen. Er stand dann noch in den ersten 4 Partien im Kader, kam aber nicht mehr zum Einsatz.

 

 Im September wechselte er nach Belgien zum Erstligisten VV St. Truiden. Hier war eben Bernd Hollerbach als Trainer verpflichtet worden, der ihn gleich zum Kapitän ernannte. Unangefochtener Stammspieler. Organisierte in 49 Partien die Abwehr (1 Tor) und 3 Pokaleinsätze. Ab Ende Januar 2023 konnte er wegen Problemen mit der Achillessehne nur noch 3 mal auflaufen.

 

Im Sommer 2023 zog es ihn nach Deutschland zurück. Toni unterschrieb beim Bundesliga-Absteiger Hertha BSC.

 

2. Liga Sp To
2020/2021
2021/2022
19
0
1
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2020/2021 0

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Boris Leschinski (07.11.1983)

Der gebürtige Oberhausener kam 2002 über die Spfrd. Königshardt von der Schalke-Jugend, wo er die deutsche Meisterschaft holte und Jugend-Nationalspieler wurde, zu den HSV-Amateuren. In den nächsten Jahren gehörte "Locke" zum Profi-Kader, bestritt aber in 3 Jahren ausschließlich Spiele für die "Reserve" des HSV. Dort allerdings war der Verteidiger kaum wegzudenken (insgesamt 89 Spiele und 3 Tore in der Regionalliga). Taktisch starker Allround-Verteidiger. Zog sich im Sommer 2006 einen Kreuzbandriss im Knie zu. Konnte deshalb in der Vorrunde kein Spiel absolvieren.

 

Im Juli 2007 wechselte er zum Zweitliga-Absteiger SpVgg Unterhaching. Dort im November 2008 entlassen. In eineinhalb Jahren nur 14 Spiele in der Regionalliga Süd und 7 Partien mit 1 Treffer bei der Zweiten in der Oberliga Bayern. Ging im Januar 2009 wieder zu den HSV-Amateuren zurück, sofort wieder Stammspieler. Machte nochmals 64 Spiele (2 Tore). Nachdem er in der Saison 2011/2012 aber nicht mehr eingesetzt wurde, bekam er im folgenden Jahr keinen neuen Vertrag mehr. Arbeitete dann kurz als Co-Trainer bei den HSV-Schülermannschaften.

 

Dann auch als Spielervermittler bei arena 11 sportsgroup (mit Dirk Dufner, Thomas Strunz) beschäftigt. Um 2020 war er bei St. Pauli als Scout mit im Nachwuchsstab für die Kaderplanung involviert. Mischt auch häufig bei der HSV-Traditionsmannschaft, den HSV-Allstars, mit.

 

Wegen seiner Spinatvorliebe wurde in einer Norderstedter Pizzeria sogar ein Gericht nach ihm benannt ("Maccheroni Boris").

 

BL-Saison Sp To
2003/2004
2004/2005
2005/2006
0
0
0
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Yordan Letchkov (09.07.1967)

Jordan spielte seit seiner Jugend 1985 für seinen Heimatverein FK Sliven, mit dem er 1990 bulgarischer Pokalsieger. In der Liga kam er auf 155 Einsätze und 55 Tore. Im Europapokal der Pokalsieger kam er in 2 Spielen gegen Juventus Turin erstmals in den Westen. Dies gelang ihm 1992 mit ZSKA Sofia erneut, zu denen er 1991 gewechselt war. Für den Traditionsverein brachte er es auf 29 Einsätze und 17 Tore in der Liga sowie zu 4 UEFA-Pokal-Partien.

 

"Letsche" war fraglos einer der spektakulärsten HSV-Einkäufe in der HSV-Geschichte. Der bulgarische Nationalspieler überzeugte durch eine exzellente Technik und hervorragendes Spielverständnis. Von ZSKA Sofia 1992 gemeinsam mit Pavel Dotchev verpflichtet. Dem HSV waren beide im Jahr zuvor als Gegner im UEFA-Cup positiv aufgefallen. Der offensive Mittelfeldmann absolvierte zwischen 1992 und 1996 für den HSV 101 Spiele und schoss 11 Tore. Sorgte bei der WM 1994 in den Vereinigten Staaten dafür, dass Bulgarien das Halbfinale erreichte. Er erzielte den Siegtreffer gegen die DFB-Elf. War auch bei der EM 1996 dabei. Fürs Nationalteam insgesamt 45 Begegnungen und 5 Tore.

 

Das Erfolgserlebnis bei der WM stieg ihm etwas zu Kopf, fühlte sich als Star, legte sich mit Mitspielern und den Trainern Möhlmann und Magath an. Wechselte 1996 zu Olympique Marseille, wurde dort aber schon ein Jahr später nach 28 Spielen und Toren ausgemustert und ging anschließend zu Besiktas Istanbul in die Türkei. War in der Liga 17 mal aktiv, wobei ihm 2 Tore gelangen. In der Champions League (und Quali) wurde er 8 maleingesetzt. Weil er dort im Juni 1998 einfach seinen Dienst quittierte, wurde er von der FIFA gesperrt.

 

Ging zurück in die Heimat und spielte von 1998 bis 2001 wieder für den der Auflösung entgegentrudelten FK Sliven. Anschließend noch ein halbes Jahr bei ZSKA Sofia, wo er noch einmal zu 4 Einsätzen im UEFA-Cup und der Quali kam und in der Liga 25 mal (5 Treffer) spielte. Half dann seinen Stammverein, der sich jetzt nach dem Bankrott und der Neugründung OFK Sliven 2000 nannte. Erzielte hier seine letzten 4 Treffer in 21 Partien. War dann in Sliven gleichzeitig Präsident und Hauptsponsor

 

Geschäftsmann (u.a. Hotelbesitzer des Vier-Sterne-Hotels "Imperial") und seit 2003 Bürgermeister in seiner Heimatstadt Sliven, einer 94.000-Einwohner-Stadt am Fuße des Balkangebirges. Seit 2004 Ehrenbürger der Stadt. 2008 wurde er wiedergewählt. 2011 aber abgesetzt, da im April 2010 eine Untersuchung gegen ihn wegen Vorwürfen des Amtsmissbrauchs und "Misswirtschaft" eingeleitet wurde. Er soll u. a. Steuerbeamte geschmiert haben. Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe von drei Jahren sowie einer Geldstrafe von umgerechnet 343.000 Euro. Im Januar 2013 wurde er erneut verurteilt, diesmal zu 2 Jahren Gefängnis ohne Bewährung.

 

Betrieb eine Fußballschule. Vize-Präsident des bulgarischen Fußballverbands. Engagierte sich bei der UN und in Wirtschaftsforen. Betreute als Spielerberater einige bulgarische Spieler.

 

Sein Neffe Ivan Stoyanov war auch Profifußballer und war 2003 kurz bei den Amateuren des VfB Stuttgart.

 

BL-Saison Sp To
1992/1993
1993/1994
1994/1995
1995/1996
29
33
30
9
4
3
4
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
1992/1993
1993/1994
1994/1995
2
3
2
1
2
1

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Timo Letschert (25.05.1993)

Wieder mal eine niederländische Abwehrkante für den HSV, Recken wie Hoogma, Mathijsen, Boulahrouz oder Van Drongelen hießen unter anderem seine Vorgänger. Geboren wurde Timo in Purmerend (nördlich von Amsterdam. Dort begann er auch bei SDOB (Sterk Door Onderling Begrip), bis ihn die Scouts von Ajax Amsterdam entdeckten. Er blieb in der Region und kickte ab 2008 für die Jugend des HFC Haarlem.

 

2010 dann der Wechsel zur U19 des SC Heerenveen und ein Jahr später zur dortigen Reservemannschaft. 2012 unterschrieb er beim FC Groningen und landete endlich in der Eredivisie. Doch in 1 ½ Jahren wurde er lediglich 12 mal berücksichtigt. Filip Kostic war ein Mitspieler. Überwiegend kämpfte er aber auch hier im Reserveteam, stand da in 32 Begegnungen (3 Treffer) auf dem Platz. Der Vertrag wurde Anfang 2014 vorzeitig aufgelöst, weil er mit der Rolle als Bankdrücker „nicht zurecht“ kam.

 

Timo unterschrieb bei Roda Kerkrade (11 Spiele), mit denen er aber am Saisonende in die 2. Liga (Jupiler League) abstieg. Er blieb noch bis September und kam zu 4 weiteren Einsätzen. Dann wurde vom FC Utrecht zunächst ausgeliehen und im folgenden Sommer 2015 fest verpflichtet. Stand hier im April 2016 im Finale des niederländischen Pokals (TOTO KNVB beker). In diesem Wettbewerb kam er insgesamt auf 7 Einsätze. In Utrecht bekam er auch in der Liga die gewünschten Einsatzzeiten, erzielte in 57 Partien 3 Tore. 2 mal half er im Reserveteam aus.

 

Im August 2016 wagte er den Sprung ins Ausland und wechselte für eine Ablöse von 3,5 Millionen Euro nach Italien zum US Sassuolo (zwischen Parma und Bologna. Dort hatte er in zwei Spielzeiten viel Verletzungspech (Schulter, Knie), absolvierte deswegen insgesamt nur 16 Liga-Spiele in der Serie A und kam 3 mal in der Europa League (plus Quali) zum Einsatz. 2 mal musste er bei der U19 antreten.

 

Im August 2018 ging er auf Leihbasis zurück zum FC Utrecht. Hier kam der der 1,88 m Hüne zu stabilen 31 Einsätzen in der Liga (2 Tore) und 2 Partien im Pokal. Er eckte aber auch hier wieder an. Bei einer Pleite gegen ADO Den Haag rastete er in der Halbzeitpause in der Kabine aus und beschimpfte sowohl Trainer, Betreuer als auch Mitspieler. Er entschuldigte sich zwar gleich, aber für die Verantwortlichen war das zuviel. Er sollte auch zuvor schon öfters im Training die Beherrschung verloren haben. Utrecht verzichtete auf die Kaufoption.

 

Der HSV wollte nach dem missglückten Aufstieg im Sommer 2019 die Mannschaft runderneuern und war auf der Suche nach einem Rechtsfuß für die Innenverteidigung als Backup für den verletzungsanfälligen Papadopoulos. Die Wahl fiel auf Letschert, der angeblich für eine niedrige Ablöse zu bekommen war, die sich durch erfolgsabhängige Bonuszahlungen erhöhen würde.

 

Agierte als Abwehrchef mit Licht und Schatten, wobei der Schatten gegen Saisonende immer grö0er wurde. Spielte meist einen einigermaßen souveränen Part, mehr aber auch nicht. Nach 24 Einsätzen wurde sein Vertrag nicht verlängert. Ein Grund war u. a., dass er seine Emotionen nicht im Griff hatte. Er ging im September 2020 in die Heimat zum Vizemeister AZ Alkmaar zurück. Die erste Saison lief noch einigermaßen glimpflich ab. Er wurde 20 mal in der Liga und 1 mal im Pokal eingesetzt und war bei 2 Partien der Europa League dabei.

 

Das war in der Saison 2021/22 nicht mehr so. Lediglich 2 mal in der Europa League Quali und 4 mal in der Eredivisie stand er auf dem Platz. Seit Ende September machte er kein Spiel mehr. Im November erfolgte die Suspendierung. Grund solle ein Vorfall vom September gewesen sein, als er nach einer Auswechslung anstatt mit Mannschaftsbus mit dem privaten PKW nach Hause gefahren war. Im August 2022 wurde der Vertrag aufgelöst.

 

Von Oktober 2022 bis Ende des Jahres gab er für 3 Monate ein Gastspiel beim dänischen Tabellenletzten Lyngby BK. 5 Einsätze lautet die magere Bilanz. Im Januar 2023 verschlug es ihn nach Südkorea zu Gwangju FC. Anfangs gesetzt, stand fast immer die gesamte Spielzeit auf dem Rasen. Ab August dann nicht mehr im Kader. Im Februar 2024 nach China zu

  

Nach einem Einsatz in der niederländischen U20 kam er 2013 auch zu 3 Berufungen in der U21-Nationalelf.

 

2. Liga Sp To
2019/2020 24 2
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Heinz Libuda (08.08.1944 - + 23.02.2017)

Der gelernte Schlosser begann bei SuS Kaiserau (wo auch Hans Tilkowski startete und 1968 Jürgen Seifert nach Hamburg wechselte) aus dem Kreis Unna. Heinz Libuda, nicht zu verwechseln mit dem Schalker Nationalspieler "Stan" Libuda, kam mit großen Vorschuss-Lorbeeren vom holländischen GVAV Groningen, wo er in der Saison 1966/67 unter Vertrag stand.

 

Doch letztlich reichte es in zwei Jahren lediglich zu elf Bundesliga-Einsätzen mit einem Tor, 2 Pokalspielen und 4 Begegnungen (2 Tore) in Europapokal der Pokalsieger und Intertoto-Cup. Konnte nur gelegentlich seine Klasse als Regisseur zeigen. War auch nicht dabei, als der HSV 1968 im Finale des Europapokals der Pokalsieger gegen den AC Mailand stand. Beide Seiten hatten sich sicherlich mehr versprochen. Anschließend bei Arminia Hannover in der Regionalliga Nord.

 

Von 1970 bis 1976 und dann erneut von 1977 bis 1979 sehr erfolgreich bei Austria Salzburg. Dazwischen spielte "Pöttken" auch noch ein Jahr bei VOEST Linz (1976/1977, 25 Ligaspiele und 3Tore). In der ersten Periode in Salzburg brachte er es auf 162 Einsätze und 24 Tore in der Nationalliga (nennt sich seit 1974 Bundesliga). 2 mal stand er im ÖFB-Cup auf dem Platz und 5 mal (2 Tore) lief er in UEFA- und Intertoto-Cup auf. Gleich im ersten Jahr wurde das Team Vizemeister und 1974 Vizepokalsieger.

 

Beim zweiten Engagement kam er 1977 zu den eben abgestiegenen Mozartstädtern, stieg aber sofort wieder auf. Beendete 1979 die Profikarriere. Machte hier seine letzten 24 Ligaspiele (1 'Tor). War nicht mehr dabei, als Salzburg 1980 und 1981 erneut im Finale des ÖFB-Pokals stand. Später erscheint sein Name noch einmal beim rheinländischen Landesligisten TuS Belecke. Beendete Anfang der 80er beim SSV Mühlhausen, ganz in der Nähe seines Beginns als Spielertrainer die Karriere.

 

Wohnte dann in Warstein (im Kreis Soest). Belecke, wo er kurz spielte, ist ein Ortsteil davon. Im Februar 2017 verstarb er mit 72 Jahren in seinem Wohnort an den Folgen eines Schlaganfalls.

 

BL-Saison Sp To
1967/1968
1968/1969
10
1
1
0
Europa Sp To
1967/1968-po
1968/1969-to
1
3
0
2
DFB-Pokal Sp To
1967/1968 1 0

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Danijel Ljuboja (04.09.1978)

Der Stürmer mit der auffallenden Frisur wurde im heutigen Kroatien geboren, wuchs aber dann in Frankreich auf. Deshalb hat er auch die doppelte Staatsangehörigkeit, trat aber im Nationalteam für Serbien auf (war auch bei der WM 2006 dabei). Seine ersten Stationen waren die Jugendteams von NK Dinamo Vinkovci, NK Osijek und Roter Stern Belgrad. In Frankreich wurde er dann zum gefeierten Spieler. Nach ersten Schritten in der Jugend des FC Sochaux spielte er dort bei den Profis 1998 ein Jahr in der Ligue 1 (26 Spiele, 4 Tore) und nach dem Abstieg eine weitere Saison in Ligue 2 mit 36 Partien und 16 Treffern.

 

Anschließend von Juli 2000 bis Dezember 2003 bei Racing Strasbourg. Wurde zwar Pokalsieger, stieg aber in die zweite Liga ab. Kam hier in der Ligue 2 auf 15 Tore in 38 Begegnungen. Es folgte der sofortige Wiederaufstieg. In der 1. Liga schoss Danijel in insgesamt 83 Spielen 19 mal ins gegnerische Tor. Im UEFA-Cup schoss er gegen Standard Lüttich in 2 Partien 2 Tore und im französischen Supercup traf er ein mal gegen den FC Nantes.

 

Nach dem Wechsel zu Paris St. Germain dort sofort Vizemeister und erneut Pokalsieger. War für den Club aus der Hauptstadt in 42 Einsätzen mit 7 Toren in der Ligue1 erfolgreich, schnupperte in 5 Begegnungen Champions League-Luft und war 2 mal im Ligapokal dabei. Deswegen lieh ihn der VfB Stuttgart im August 2005 zunächst aus. Da er in 26 BL-Spielen (8 Tore), 6 Partien mit 4 Treffern im UEFA-Pokal und 1 Spiel (1 'Tor) im DFB-Pokal überzeugte, wurde er im Sommer 2006 fest verpflichtet.

 

Als er aber dann dort eine Verdoppelung seines Gehalts wollte, landete er auf dem Abstellgleis und durfte zuletzt nur noch mit der Regionalligamannschaft trainieren. Erlebte deshalb am Saisonende das Finale um den Pokal und die Meisterschaft nicht mit. Da beim HSV gerade Barbarez verkauft worden war und die anderen Stürmer nicht trafen, griff Dietmar Beiersdorfer zu und lieh Ljuboja im September 2006 für eine Saison plus Kaufoption aus. Der erträumte Kracher war er allerdings auch nicht, er traf in 16 Spielen lediglich 5mal ins Tor. Der neue Coach Huub Stevens verdonnerte in sogar wegen Disziplinlosigkeit für 1 Spiel zu den Amateuren.

 

Der HSV nahm die Kaufoption nicht wahr, weswegen er nach Stuttgart zurück musste, wo er aber nur bei der 2. Mannschaft trainieren durfte. Im Januar 2008 wurde er erneut in den Norden ausgeliehen, diesmal zum VfL Wolfsburg. Nach nur 8 Spielen und einem Tor (plus 2 Einsätzen im Pokal) sahen auch diese von einer Verpflichtung ab, weswegen er ab Juli 2008 wieder für die Schwaben stürmte. Kam aber nur noch zu 3 Kurzeinsätzen mit insgesamt 25 Minuten. Zusätzlich jeweils 1 Partie in DFB-Pokal, UEFA-Cup, UEFA-Cup-Quali und UI-Cup. Im Januar 2009 brachte er das Fass wieder mal zum Überlaufen (Training geschwänzt, nachts gefeiert) und wurde von Trainer Markus Babbel wegen mangelnder Disziplin aus dem Profikader geworfen. Er durfte nur noch mit den Amateuren trainieren.

 

Im Sommer 2009 ging er in seine französische Wahlheimat zurück, stürmte zunächst für Grenoble Foot 38. Nachdem er in der ersten Saison in 34 Begegnungen 10 mal in der Ligue1 traf, wurde er nach dem Abstieg nur noch 3 mal eingesetzt. Außerdem durfte er je 2 mal im Liga-Cup und Pokal (1 Tor) mitmischen. Ab September 2010 stürmte er für den OGC Nizza in 30 Begegnungen (mit 5 Treffern) wieder in der Eliteliga Frankreichs. 1 mal in 3 Partien traf er im Pokal und 1 mal war er im Liga-Cup dabei.

 

Im Sommer 2011 verschlug es ihn nach Polen zu Legia Warschau. Wurde hier gleich 2012 polnischer Meister und zweimal (2012 und 2013) polnischer Pokalsieger. Erzielte 11 Treffer in 30 Begegnungen der Ekstraklasa. Traf je 2 mal im Pokal (4 Spiele), der Europa League (12 Spiele) und der dazugehörigen Quali (5 Spiele). Im polnischen Supercup traf er gegen Śląsk Wrocław. Kehrte 2013 nach Frankreich zurück und unterzeichnete beim Zweitligisten RC Lens. Kam nochmals in 30 Ligaspielen und 3 Pokalfights zum Zuge. Nachdem Lens den Aufstieg schaffte, beendete er im August 2014 seine schillernde Karriere.

 

Auch in der Nationalelf von Serbien-Montenegro (17) und Serbien (2) war sein Engagement nach 19 Begegnungen (1 Tor) zu Ende. War aber auch bei der WM 2006 in Deutschland dabei.

 

BL-Saison Sp To
2006/2007 16 5
Europa Sp To
2006/2007-cl 6 0
DFB-Pokal Sp To
2006/2007 1 1

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Reinhard Löffler (22.02.1942)

Löffler kam von TSV Buchholz 08 (wo er gemeinsam mit seinem Bruder Wilfried spielte) und Harburger TB zur HSV- Amateur-Abteilung. Von dort stieß er 1966 in den Profi-Bereich, doch der ganz große Durchbruch gelang auch ihm nicht. Bis 1968 kam der Offensivspieler zu 24 Einsätzen in der Bundesliga und erzielte dabei im Spiel gegen Hannover zwei Tore: das 1:0 und ein Eigentor zum 1:1. Der HSV stand (allerdings ohne ihn) im Mai 1968 im Finale des Pokals der Pokalsieger gegen den AC Mailand.

 

Anschließend bis 1973 fünf Jahre beim FC St. Pauli in der damaligen Regionalliga Nord. War dort Spielgestalter. 1971 Tabellenzweiter, scheiterte aber in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga.

 

Wohnt wieder in Buchholz, sein Sohn ist Physiotherapeut.

 

BL-Saison Sp To
1966/1967
1967/1968
8
16
0
1
Europa Sp To
1967/1968-po 2 0
DFB-Pokal Sp To
1967/1968 3 0

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Peter Lübeke (26.11.1952 - + 22.07.2022)

Der in Perleberg in Brandenburg geborene Angreifer gehörte jenem Kreis von Spielern an, die Anfang der 70er Jahre den Umbruch einleiten sollten. Doch nicht immer setzt sich Jugend auf Anhieb durch. Kam als 17jähriger vom SV Renchen (aus der Offenburger Gegend), war Jugendnationalspieler. Deutscher Meister mit der Jugend Süddeutschlands, 2 Tore im Endspiel in Kassel. Fiel den HSV-Verantwortlichen in einem Spiel der Süddeutschen Amateur-Auswahl auf. Gerhard Heid, der erfolgreiche Talentspäher der Hamburger (er holte u. a. auch Manfred Kaltz, Rudi Kargus, Caspar Memering und Peter Hidien an die Alster) lotste Lübeke 1971 nach Hamburg. Er bestritt hier 21 Spiele und erzielte sieben Tore. Gleich im ersten Spiel (als Ersatz für Uwe Seeler) gelangen ihm zwei Treffer.

 

Ging dann von 1973 - 1975 beim 1.FC Saarbrücken auf Torjagd. Das erste Jahr in der Regionalliga traf er in 29 Spielen 13 mal. Scheiterte anschließend zwar in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga (8 Spiele, 1 Tor). Qualifizierte sich aber für die neu installierte 2. Bundesliga Süd auf. Erzielte hier in der Saison 1974/1975im Saarland 9 Tore in 37 Spielen. Im Pokal hatte er einen Einsatz. War dann in der Bundesliga von 1975 - 1976 bei Bayer 05 Uerdingen (23 Spiele, 3 Tore).

 

Heuerte nach dem Abstieg von 1976 - 1977 in der spanischen Primera División bei Hercules Alicante an. Wurde hier zum fünftbesten Ausländer gewählt (noch vor Breitner und Jensen!). Schoss in 30 Ligaspielen 2 Tore. Mehrere internationale Vereine wurden auf ihn aufmerksam. Er nahm leider im Sommer 1977 das Angebot von Ajax Amsterdam an, was rückblickend sein größter Fehler war. Er wurde von allen geschnitten, wirkte in lediglich 6 Partien mit. Im Oktober war sein Engagement hier beendet.

 

War froh, dass Eintracht Braunschweig an ihm Interesse zeigte und wechselte im Oktober 1977. Blieb bei den Braunschweigern in der Bundesliga bis 1980. Meist als Joker eingesetzt, erfüllte er diese Rolle mit Bravour. Kam, auch infolge Verletzungen nur noch auf 27 Spiele (3 Tore) und 4 Partien im Pokal. Ließ die Karriere nach dem Abstieg 1980 bei SpVgg Einbeck 05 in Südniedersachsen ausklingen. Insgesamt 71 Spiele (13 Tore) in der höchsten Klasse und 37 Spiele (9 Tore) in der 2. Liga.

 

Trainereinstieg beim SV Alfeld (Bezirksklasse Hildesheim). Blieb dort 8 Jahre. Dann zunächst im Landkreis Northeim bei SpVgg Einbeck 05 (bis 2001) und FC Kreiensen-Grehle (2001/2002) unterwegs. Dann ein halbes Jahr beim Oberligisten SC Göttingen 05. Nachdem der Verein Konkurs anmeldete, 2005 für ein weiteres Jahr zurück zum FC Kreiensen-Greene. Im Juni 2021 übernahm er erneut den Post-SV Kreiensen, doch schon im November trennten sich die Wege wieder.

 

Schnürte für die Altherren aus Einbeck ebenso seine Stiefel wie für die Traditionsmannschaft von Eintracht Braunschweig. Seit 2006 lief er nur noch für die von Thomas Bliemeister und Micky Neuser betreute "HSV-Altliga" auf, in der Dutzende ehemaliger HSV-Cracks mitwirken. Er betrieb, betreute und pflegte auch deren Homepage (http://www.hsv-altliga.de). War in Einbeck Besitzer einer Werbeagentur, die "SPM Produkt - Promotion" (http://www.spmluebeke-werbung.de). Hatte, wie er einmal schrieb, seit 1982 "eine tolle Frau und eine klasse Tochter".

 

Überraschend verstarb Peter nach kurzer schwerer Krankheit kurz vor seinem 70. Geburtstag im Juli 2022.

 

BL-Saison Sp To
1971/1972
1972/1973
11
10
4
3
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
1971/1972
1972/1973
1
3
0
1
Liga-Pokal Sp To
1972/1973-li 5 0

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Oliver Lüttkenhaus (28.06.1971)

Kam vom Oberligisten VfL 93 Hamburg 1992 zum HSV. Wurde überwiegend in der Amateurmannschaft eingesetzt (73 Spiele, 8 Tore), die ab 1994 in der neuen Regionalliga Nord spielten. Ab Oktober 1994 vier Spiele auch in der Bundesligamannschaft. War lange verletzt. Aufgrund von Unstimmigkeiten mit der Vereinsführung wechselte der Abwehrspieler nach Ablauf der Vorrunde 1995/1996 zum Zweitligisten VfL Wolfsburg. Machte da auch nur 15 Spiele.

 

Nach Wolfsburgs Bundesliga-Aufstieg im Sommer 1997 ging Lüttkenhaus für ein Jahr zurück zum VfL 93, der jetzt in der Regionalliga beheimatet war (32 Spiele, 1 Tor). Dann wieder bis 2000 bei den Amateuren des HSV (weitere 30 Regionalliga-Begegnungen). Zuletzt von 2000 bis Ende 2001 in der Oberliga beim TV Eimsbüttel. 3 Tore in 33 Partien. Hier zeitweise auch Spielertrainer. Dann bis 2004 beim Ligakonkurrenten Meiendorfer SV (49 Einsätze). Somit schloss sich der Kreis, denn in dieser Mannschaft hatte er mit dem Fußballspielen begonnen. Sprang im Juli 2008 für ein Spiel als Trainer der zweiten Mannschaft von Victoria Hamburg ein.

 

2018 gab es bei der E- bzw. F-Jugend (U9) der Uhlenhorster Adler einen Trainer namens Oliver Lüttkenhaus.

 

Beruflich leitet er eine Firma in Seevetal ("Boston GmbH"), die Service für Förderanlagen anbietet (Konfektionierer von Fördergurten, Transportbändern, Zahnriemen und Antriebsriemen). Engagiert sich auch bei "Zweikampfverhalten" (gemeinnütziger Verein für Respekt, Toleranz und ein faires Miteinander in Sport und Alltag). Ziele sind insbesondere Gewaltprävention sowie Kompetenzerweiterung bei Kindern und Jugendlichen.

 

BL-Saison Sp To
1994/1995
1995/1996
3
1
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Peter Lux (04.10.1962)

Der Niedersachse aus Salzgitter (Union und Spfrd.) kam mit der Empfehlung von 87 Bundesligaspielen und 15 Toren in 4 Jahren (1981 - 1985) für Eintracht Braunschweig, bei denen er schon seit 1979 in der Jugend kickte, zum HSV. Braunschweig war pünktlich zu seinem Eintritt in den Profikader in die BL aufgestiegen. Im Pokal konnte er 4 Einsätze und 1 Tor vorweisen. Stand kurz vor einem Debüt in der Nationalmannschaft. Nach dem Braunschweiger Abstieg 1985 zum HSV.

 

Bestritt in Hamburg 56 Spiele (7 Tore). War in der Elf, die 1987 gegen die Stuttgarter Kickers das DFB-Pokalfinale gewann und im gleichen Jahr Vizemeister wurde. Wegen finanzieller Nöte der Hamburger im Sommer 1987 zum SV Waldhof Mannheim verkauft, kam dort bis 1990 noch einmal zu 84 Erstliga-Spielen und 9 Toren. Er war auch 4 mal im Pokal dabei. Nachdem 1988 die Rettung noch in drei dramatischen Relegationsspielen (Peter erzielte in den 3 Partien 1 Tor) gelang, erwischte es Mannheim 1990 dann doch noch.

 

Nach dem Abstieg von Waldhof in die 2. Liga Süd von Juli bis Okt. 1990 zu Dynamo Dresden in die DDR-Oberliga, machte aber dort aber nur fünf Spiele. Dem Zigarettenraucher ging zu schnell die Puste aus. Neben 2 Begegnungen im Pokal kam er auch einmal im Europapokal der Landesmeister gegen Union Luxembourg zum Einsatz. Machte hier aber Geschichte, da er als erster "Wessi" nach dem Mauerfall in den Osten wechselte.

 

Anschließend zurück zu Eintracht Braunschweig, diesmal in die zweite Bundesliga. Machte hier insgesamt 48 Spiele in 2. Bundesliga, 12. Bundesliga-Nord und Abstiegsrunde (1992) und erzielte hierbei 4 Tore. Stieg aber auch hier 1993 am Ende seines Engagements ab. Das war sein dritter Abstieg. 2 mal war er für die 'Eintracht auch im Pokal dabei. Verbrachte seine drei letzten Jahre bis 1995 beim Wolfenbütteler SV in der Verbandsliga Niedersachsen, erzielte hier in 68 Partien 24 Treffer.

 

Schon während seines Engagements in Wolfenbüttel trainierte er die Mannschaft zusätzlich und stieg mit ihr als Trainer 1996 in die Oberliga Niedersachsen auf. Blieb dort bis zum November 1999. Zunächst leitete er ein Sportgeschäft. Dann traf man ihn nur noch als Golftrainer in der Wolfenbütteler Gegend ("Rittergut Hedwigsburg").

 

Ab 2003 coachte er aber wieder. Betreute zunächst Germania Wolfenbüttel, dann den Hötzumer SV. In der Saison 2004/2005 war er bei Sportfreunde Salzgitter. Und ab Oktober 2008 war er wieder beim Wolfenbütteler SV, der sich jetzt MTV nannte. Im März 2014 hörte er dort aber wieder wegen "unterschiedliche Auffassungen" auf. Hat den Fußball endgültig mit dem Golfball getauscht. Als Golflehrer verdient er sich ein paar Euro dazu.

 

Er konnte es aber immer noch nicht lassen und übernahm im Sommer 2018 den Bezirksligisten TSV Hallendorf. Im Sommer 2022 stand er an der Seitenlinie von Viktoria Thiede in der Nordharzliga. Doch schon im April des nächsten Jahres trennte man sich wegen ausbleibender Erfolge "einvernehmlich":

 

Ein echtes Kind der Bundesliga. Traf in 227 Bundesligabegegnungen 31mal und schoss in der zweiten Liga in 48 Spielen 4 Tore. Zu einem Länderspiel reichte es leider nicht, obwohl er einmal im Kader stand. Aber mit der deutschen Olympia-Auswahl bestritt er 5 Partien, war auch bei der Olympiade 1984 in Los Angeles dabei.

 

BL-Saison Sp To
1985/1986
1986/1987
32
24
3
4
Europa Sp To
1985/1986-ue 2 0
DFB-Pokal Sp To
1985/1986
1986/1987
1
3
0
0

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