Alle Bundesligaspieler des HSV seit 1963

Be - Blz

Beckenbauer Franz
Beginski Uwe
Behounek Jonas
Behrami Valon
Behrens Hanno
Behrens Morten
Beiersdorfer Dietmar
Bein Uwe
Beinlich Stefan
Beister Maximilian
Ben-Hatira Änis
Benes Laszlo
Benjamin Collin
Berg Marcus
Berisha Besart
Bertl Horst
Bertram Sören
Besic Muhamed
Bester Marinus
Beyer Jordan
Beyer Siegfried
Bierhoff Oliver
Bilbija Filip
Björnmose Ole
Blankenburg Horst
Bliemeister Thomas

 

 

Franz Beckenbauer (11.09.1945 - + 07.01.2024)

Der "Kaiser" beendete seine Laufbahn beim HSV und bestritt zwischen 1980 und 1982 für die Hamburger 28 Spiele in der Bundesliga, 5 Partien im DFB-Pokal und ha tte 5 Einsätze im UEFA-Pokal. Der damalige Präsident Dr. Wolfgang Klein und Manager Günter Netzer hatten den "Postbotensohn aus Giesing" von Cosmos New York (wo er seit 1977 neben Pele spielte und dreimal die "North American Soccer League" gewann) an die Alster geholt. Wurde mit dem HSV Vizemeister 1981 und Meister 1982 und war 1982 Finalist im UEFA-Pokal (gegen IFK Göteborg).

 

Erreichte mit den Münchner Bayern als Spieler und als Trainer alle greifbaren Titel. je 4mal Deutscher Meister (1969, 1972, 1973, 1974) und DFB-Pokalsieger (1966, 1967, 1969, 1971), 3mal Europapokalsieger der Landesmeister (1974, 1975, 1976), 1mal Europapokalsieger (1967) und 1mal Weltpokalgewinner (1976) und und und... Seine Bilanz in München: 396 BL-Spiele (44 Tore), 55 Einsätze im DFB-Pokal (5 Tore) und 48 Partien mit 4 Toren in Europapokal der Landesmeister, Europapokal der Pokalsieger und UEFA Supercup.

 

Bundesverdienstkreuz und Bayrischer Verdienstorden. Jahrhundert-Verdienstorden des Fußball-Weltverbandes FIFA. Laureus World Sports Award für sein Lebenswerk. Von Februar 2002 bis November 2009 Aufsichtsratsvorsitzender, anschließend Ehrenpräsident von Bayern München. Als einzigem gelang ihm, sowohl als Spieler wie auch als Trainer Weltmeister zu werden.

 

Kapitän der Weltmeisterelf von 1974, Vizeweltmeister 1966, Dritter bei der WM 1970, Europameister 1972, Vizeeuropameister 1976. Trainer der Deutschen Nationalelf von September 1984 bis Juli 1990 (WM-Titel 1990, Vizeweltmeister 1986) und Vizepräsident des DFB, Ehrenspielführer der Nationalelf. Der gelernte Versicherungskaufmann bestritt insgesamt 424 Bundesligaspiele. Vielleicht der wichtigste und beste deutsche Fußballspieler. Deutschlands Fußballer des Jahres (1966, 1968, 1974, 1976).

 

Einer seiner größten Verdienste: holte als Leiter des Organisationskomitees die Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland. Fast vergessen: war im Herbst 1990 für 1/4 Jahr Trainer und anschließend Technischer Direktor bei Olympique Marseille (gewann auch hier den nationalen Titel). Bayern München trainierte er als Interimslösung von Ende 1993 bis Ende Juni 1994 (wurde Deutscher Meister) und erneut von April bis Mai 1996 (gewann den UEFA-Cup.

 

Zwischenzeitlich wurde der seit Anfang 1980 in Tirol lebende auch als Golfer respektiert und anerkannt. Die "Lichtgestalt" war auch als Journalist (vor allem "Bild") und Kommentator (u. a. "Sky") sehr erfolgreich, aber weniger in seinem privaten Umfeld. Oft koloriert wird seine Vorliebe für blonde Frauen und die daraus resultierenden 6 Kinder. Fiel manchmal durch seine mehr oder weniger treffenden, teils auch dümmlichen, Kommentare auf, die er unaufgefordert zu allem abgab. "Ich habe noch nicht einen einzigen Sklaven in Katar gesehen, also die laufen alle frei rum, weder in Ketten gefesselt und auch mit irgendwelcher Büßerkappe am Kopf, also das habe ich noch nicht gesehen." Auch als Sänger ("Gute Freunde kann niemand trennen") und als Werbefigur (von "Knorr" bis "O2") mehr oder minder erträglich.

 

Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees, Vorsitzender der FIFA Task Force Football 2014. FIFA-Vizepräsident (2007 bis 2011), Leiter der "Franz-Beckenbauer-Stiftung" (unterstützt behinderte und in Not geratene Menschen). Seine Moderatentätigkeiten gab er im Sommer 2016 aus Altersgründen auf. Sein Nimbus hatte kurz zuvor erheblich Kratzer bekommen. Immer mehr wurde deutlich, dass er weit mehr als gedacht in den FIFA-Skandal um Josef Blatter und die Korruption um die Vergabe der WM 2006 an Deutschland verwickelt war.

 

Dann wurde es sehr ruhig um Franz. Vermutlich auch wegen seinem gesundheitlichen Zustand. Seit September 2016 hatte er zunächst 2 schwere Herz-OP's hinter sich und Anfang 2018 bekam er eine künstliche Hüfte. Um 2023 rum berichteten ehemalige Weggefährten, die ihn besuchten, dass es ihm "überhaupt nicht gut gehe", weswegen er auch Auftritte in der Öffentlichkeit vermeide. Neben einem Augeninfarkt, der ihn fast erblinden ließ, wurde bei ihm auch zuletzt eine Parkinson-Erkrankung diagnostiziert. Am 7. Januar 2024 verstarb Franz Beckenbauer an seinem letzten Wohnort in Salzburg. Er wurde auf dem Friedhof in München Perlacher Forst beigesetzt. Sein 2015 verstorbener Sohn Stephan liegt auf demselben Friedhof.

 

BL-Saison Sp To
1980/1981
1981/1982
18
10
0
0
Europa Sp To
1981/1982 5 0
DFB-Pokal Sp To
1980/1981
1981/1982
2
3
0
0

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Uwe Beginski (13.12.1959)

Kam über den Jenfelder SV 1976 als Jugendnationalspieler zur HSV-Jugend,, wo er als Libero Karriere machte. Es war die Zeit, da der Verein deutsche Spitze darstellte und jede Menge hervorragende Spieler hatte (u.a. Kaltz, Hartwig, Hrubesch, Keegan, Magath). Kein Wunder, dass es für Uwe nur zu zwei Einsätzen zwischen 1978 und 1980 reichte (jeweils gegen Dortmund, einmal 3 und einmal 9 Minuten). Stand aber im Kader des Teams, das 1979 Meister wurde und das Endspiel des Europapokals der Landesmeister erreichte.

 

Dann zu Darmstadt 98 in die zweite Liga Süd (33 Spiele, 1 Tor), stieg anschließend unter Trainer Werner Olk in Liga eins auf und wieder ab, wurde in der Spielzeit 1981/1982 in allen 34 Bundesligaspielen eingesetzt. Traf dort auf den exHSVer Andreas Karow. Hängte noch ein halbes Jahr in der zweiten Bundesliga an (15 Partien) und war in der Rückrunde 1982/1983 beim Konkurrenten VfL Osnabrück (7 Einsätze). Nach einem kurzen Engagement bei RW Oberhausen (ohne Einsatz) ging er in der Winterpause 1983/1984 zu Hessen Kassel in die zweite Liga. Spielte hier in den eineinhalb Jahren lange um den Aufstieg in die Bundesliga mit und machte noch einmal 42 Spiele. Musste die Karriere verletzungsbedingt 1985 beenden und spielte bis 1987 als Lizenzspieler erneut beim HSV. 1987 folgte er Trainer Piechowiak zum Glashütter SV in die Hamburger Verbandsliga. Insgesamt 36 Erstliga- und 107 Zweitligaspiele.

 

Beruflich lernte er während seiner HSV-Zeit Groß- und Außenhandelskaufmann (gemeinsam mit Thomas Bliemeister bei der "Union SB") und machte nach den Sportlerende eine Ausbildung zum EDV-Ausbilder. War dann Supportleiter bei Raab Karcher Tankstellentechnik, Projektleiter bei Anthros Datentechnik und Projektleiter bei B+S Card Service GmbH.

 

BL-Saison Sp To
1978/1979
1979/1980
1
1
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Jonas Behounek (17.05.1998)

Schon mit 4 Jahren saß Jonas im Volksparkstadion, spielte dann aber zunächst in seiner Heimatstadt beim Kaltenkirchener TS. 2011 ging er ein paar Kilometer südlich zur Jugend von Eintracht Norderstedt, bevor er (noch etwas südlicher) 2012 beim HSV landete. Hier wurde Trainer Daniel Petrowsky sein Mentor, der ihn bis in die U19 (für die er seit 2015 auflief) begleitete. Er wurde in dieser Zeit auch in Spielen der deutschen U15 und U16 eingesetzt.

 

Nachdem Jonas schon öfters bei Testspielen der Profis mitspielte und auch in den Trainingslagern dabei war, durfte er im Dezember 2016 seinen ersten Lizenzspielervertrag unterschreiben. Der Rechtsverteidiger sollte aber zunächst in der Rückrunde bei der Zweiten in der Regionalliga Spielpraxis sammeln (13 Partien, 2 Tore). Seit dem Sommer 2017 gehörte er fest zum Kader der Profis, da die Verantwortlichen um Beiersdorf von seinen spielerischen und technischen Fähigkeiten und seinem guten Auge für den "letzten Pass" überzeugt waren. 2017 hatte er auch seinen einzigen Einsatz in der deutschen U20-Nationalelf (gegen Tschechien).

 

Kam bei den Profis aber zu keinem Einsatz, darum das folgende Jahr wieder ins zweite Glied zurück, wo er sich rasch zum Stammspieler mauserte. Erzielte von 2017 bis 2019 in der Regionalliga in 42 Begegnungen 6 Treffer. Da er aber höherklassig spielen wollte, machte er zunächst ein Probetraining bei Erzgebirge Aue und unterschrieb dann im Juli 2019 beim Drittligisten Sonnenhof Großaspach. Leistungsträger mit 28 Einsätzen und 1 Tor.

 

Nach dem Abstieg m Sommer 2020 führte ihn seine Reise zum westdeutschen Regionalligisten Rot-Weiß Essen, der im Pokal für Furore sorgte. Aber Jonas kam nur zu 5 Teileinsätzen. Im Sommer 2021 zurück zu seinem Jugendverein Eintracht Norderstedt, der ebenfalls in der Regionalliga (allerdings Nord) beheimatet war.

 

BL-Saison Sp To
2017/2018 0 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Valon Behrami (19.04.1985)

Der "Beckham der Schweiz" (wegen seiner Frisur) wuchs im albanischen Teil des heutigen Kosovo auf. Im Alter von 5 Jahren flüchtete er mit seiner Familie in die Schweiz. 2002 wurde er eingebürgert. Zunächst versuchte er sich in diversen Leichtathletik-Disziplinen. Erst mit acht interessierte er sich langsam für Fußball und spielte dann für die Jugendauswahlen von FC Stabio, FC Chiasso und FC Lugano in seiner neuen Heimat im Tessin. Bei Lugano spielte er auch noch ein Jahr bei den Erwachsenen. Nach der Insolvenz des Vereins wechselte er 2003 nach Italien zu CFC Genua in die zweite Liga (24 Partien. Ein Jahr später heuerte er Hellas Verona an, die in der gleichen Liga unterwegs waren (33 Einsätze, 3 Tore). Ab 2005 wurde er bei Lazio Rom zur festen Größe, reifte hier auch zum Nationalspieler. 65 Einsätze und 4 Tore in der Serie A, 7 Spiele (1 Tor) im Pokal und 5 Begegnungen in Champions League samt Quali.

 

2008 wagte er den Sprung auf die Insel. Doch in 2 1/2 Jahren bei West Ham United wurde er nicht allzu glücklich. Bestritt 57 Spiele mit 4 Toren in der Premier League und 5 Partien (1 Tor) in FA- und League Cup. Deshalb beendete er im Januar 2011 sein England-Intermezzo und unterschrieb beim AC Florenz. In der Serie A 48 Spiele und 2 im Pokal. Bereits nach einem Jahr wechselte er zum SC Neapel. Hier überzeugte er sofort als "Abräumer" vor der Abwehr, wurde gleich im ersten Jahr Vizemeister und holte 2014 den italienischen Pokal. Machte 54 Spiele in der ersten Liga, 3 im Pokal und eins im italienischen Supercup. Wurde je 6 mal in der Champions League und der Europa League eingesetzt.

 

Nach seiner überzeugenden Leistung bei der WM erhielt er im Sommer 2014 ein Angebot von Athletico Madrid. Doch dem neuen HSV-Chef Beiersdorfer, der händeringend Verstärkung für die Defensive suchte, gelang es, "Bera" nach Hamburg zu locken. Diddi wollte einen Spieler, "der richtig Herz mitbringt sowie Mentalität und Charakter." Sein Schweizer und Hamburger Kumpel Djourou schwärmte: "Er ist ein absoluter Charakterspieler, hat sich in all seinen Stationen durchgesetzt und war für die Mannschaften sehr wertvoll." Trainer Slomka lobte den Schweizer, der sich auf der Sechser-Position am wohlsten fühlte und stets die Ärmel hochkrempelte: "Er arbeitet sehr bissig und dynamisch gegen den Ball und hat viele wichtige Zweikämpfe gewonnen."

 

Aber genauso unbequem, wie er für die Gegner war, war er auch für die Mitspieler und Funktionäre. Er nahm seine Rolle als "Aggressiv Leader" (O-Ton Otmar Hitzfeld) zu wörtlich. Er eckte an, lieferte sich eine Schlägerei mit Djourou, provozierte einen Platzverweis und vieles mehr. Deshalb verwunderte es niemand, als sich die Wege im Sommer 2015 wieder trennten. Immerhin spülte der Wechsel zum englischen Aufsteiger FC Watford 4,5 Millionen in die leere HSV-Kasse.

 

Nach 2 Jahren trennten sich die Wege wieder. Nachdem lange eine Rückkehr in die Schweiz zum FC Sion im Raume stand, unterschrieb er dann aber im August 2017 bei Udinese Calcio in die Serie A. Im zweiten Jahr als Kapitän. In 2 Jahren 39 Einsätze und 2 Tore. Doch im April 2019 war die Saison für ihn beendet, als er sich gegen AC Mailand einen Wadenbeinbruch zuzog.

 

Im Sommer 2019 kehrte er nach 16 Jahren in seine Schweizer Heimat zurück zum FC Sion. Doch sein Engagement währte nur drei Monate (4 Einsätze in der Super League und 1 im Pokal), was die Parteien anschließend als "Missverständnis" erklärten. Man trennte sich freundschaftlich: "Valon zeigte sich enttäuscht darüber, dass er sein volles Potenzial nicht ausschöpfen und seinen gewohnten Kampfgeist nicht auf den Platz bringen konnte".

 

Im Januar 2020 unterschrieb er 16 Jahre nach seinem Abschied wieder beim CFC Genua in der italienischen Serie A. Im Herbst wurde mit Milan Badelj ein weiterer ex-HSV-Spieler sein Kollege. War aber hier in 2 Jahren nur noch Ergänzungsspieler. Bracht es bis Dezember 2021 auf 53 (oft Kurz-) Einsätze in der Serie A. Fiel dann wegen Verletzung aus. Ende Januar 2022 wurde sein Vertrag aufgelöst. Unterschrieb dann beim Serie B-Club Brescia Calcio. Ein halbes Jahr später trat er nach 5 Ligaeinsätzen zurück und wurde kurzzeitig Assistent des Sportchefs in Brescia.

 

Er wohnte dann in Genua und blieb dem Fußball als Experte und Co-Kommentator bei Spielen erhalten. https://www.kicker.de/bundesliga/spieltag

 

Nach seinem Debüt in der Schweizer Nationalelf im Oktober 2005 hat es Behrami auf 83 Einsätze und 2 Tore gebracht. Bei der WM 2006 wurde er wegen einer Verletzung nur kurz eingewechselt. Aber bei der EM 2008 war er ebenso dabei wie bei der WM 2010 in Südafrika. Sein Stern in der "Nati" ging aber endgültig bei WM 2014 in Argentinien auf, wo er in allen 4 Begegnungen überzeugen konnte.

 

Auch bei der EM 2016 in Frankreich war er bis zum bitteren Ende im Achtelfinale dabei. Er liebelte dann kurzzeitig damit, künftig für das neu gegründete Team des Kosovo aufzulaufen. Doch er blieb den Helvetiern treu und mischte auch bei der WM 2018 in Russland in allen 4 Spielen für die Eidgenossen mit, die erneut bis ins Achtelfinale vorstießen. Das war seine 4. Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Unverständlicherweise wurde er nach dem Turnier von Trainer Petkovic aus dem Team geworfen. Seine Verabschiedung im November 2019 schwänzte er, weil er "keine Zeit hatte".

 

BL-Saison Sp To
2014/2015 22 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0

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Hanno Behrens (26.03.1990)

Begann bei Rasensport Elmshorn (jetzt "FC Elmshorn") vor den Toren Hamburgs. 2005 zur HSV-Jugend, dann in der U19. 2009 erhielt der defensive Mittelfeldmann einen Profivertrag, trainierte auch mit der Mannschaft, schaffte aber kein Spiel bei den Profis (auch aufgrund einer Verletzung). Hanno war allerdings bei der Reserve Stammspieler, wo er größtenteils Bestnoten erhielt und Kapitän war. Bei der "Ersten" nur in Vorbereitungsspielen eingesetzt (erzielte z. B. im August 2011 gegen FC Valencia ein Tor). In der Regionalliga kam der Blondschopf auf 82 Spiele und 9 Tore. Seit der B-Jugend war Rodolfo Cardoso sein Trainer. Immer wenn dieser eine andere HSV-Mannschaft übernahm, war auch Hanno dabei. Ihm hat der Defensivspezialist viel zu verdanken, er verlieh ihm den Feinschliff.

 

Wechselte im Juli 2012 in die dritte Liga zu Darmstadt 98. Fand hier mit Marcus Steegmann, Preston Zimmerman und Benjamin Gorka Kollegen vor, die er schon aus gemeinsamen HSV-Zeiten kannte. Bei den "Lilien" nahm seine Karriere richtig Fahrt auf. Sofort Stammspieler, mauserte sich zum "Herzstück" der Mannschaft. Nach dem knapp vermiedenen Abstieg im ersten Jahr stiegen die Darmstädter völlig überraschend 2014 in die zweite Bundesliga auf. Wurde (nicht nur) durch sein Tor im 2. dramatischen Relegationsspiel gegen Bielefeld zum Darmstädter Aufstiegshelden. Noch überraschender schaffte die Mannschaft im Sommer 2015 den direkten Durchmarsch in die Bundesliga. Schaffte bei den "Lilien" in der 3.Liga plus der Relegation 69 Spiele (4 Tore) und hatte in der 2. Liga 31 Einsätze mit 5 Treffern.

 

Behrens war in Hessen heimisch geworden, musste hier aber auf sein größtes Hobby, das Surfen, verzichten. Das konnte er auch nicht bei seiner nächsten Station ausüben. Obwohl die "Lilien" überraschend in die Bundesliga aufstiegen, wechselte er im Sommer zum Traditionsverein 1. FC Nürnberg in die 2. Liga. Hier sofort eine tragende Säule, scheiterte erst in der Relegation in 2 Spielen (gegen Frankfurt) am Aufstieg. Wurde folgerichtig zum Kapitän ernannt.

 

Im nächsten Jahr landete Nürnberg im Mittelfeld, doch in der Saison 2017/2018 rockten die Spieler die Liga und stiegen als Tabellenzweiter in die Bundesliga auf. Auch in der Bundesliga der "Leader", kämpfte in 30 Partien erfolglos gegen den sofortigen Wiederabstieg (4 Treffer). Nach dem Abstieg wurde im Sommer 2019 kurz über eine Rückkehr nach Hamburg spekuliert, doch Hannes hielt dem FCN als Kapitän auch in der 2. Liga wieder die Treue. Wäre mit den "Clubberen" beinahe in die 3.Liga durchgereicht worden. Musste als 16. in die Relegation gegen den FC Ingolstadt.

 

In der neuen Saison verlor er neben seinem Stammplatz auch das Kapitänsamt. Im Sommer 2021 wurde sein Vertrag nicht verlängert, Hanno unterschrieb beim Zweitligaaufsteiger Hansa Rostock. Seine Zweitligabilanz bei den Franken: eindrucksvolle 152 Partien und 26 wichtige Treffer. Im Pokal brachte er es auf 14 Einsätze und 2 Tore. Er war auch in den 4 nervenaufreibenden Relegationsspielen um Aufstieg bzw. Abstieg dabei.

 

Trug in 27 Spielen und 5 Toren dazu bei, dass Hansa die Liga hielt. Hinzu kommen 2 Einsätze im DFB-Pokal. Aber im Sommer 2022 wagte er ein neues Abenteuer. Trainer Thomas Doll lockte ihn nach Indonesien (!) zu Persija Jakarta. Musste dort die Tragödie mit erleben, als beim Rivalen Arema FC nach einem Platzsturm in eine Massenpanik mindestens 174 Menschen starben. Erkrankte dann im Frühjahr (u. a. Magen-Darm-Probleme), weshalb er nur auf 18 Einsätz mit 5 Toren kam.

 

Kehrte im Sommer 2023 nach Deutschland zurück und wechselte zum Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck. Konnte hier aber nicht eingreifen, da er immer noch sehr krank war (nahm etliche Kilos ab), hatte auch starke mentale Probleme.Stand beim Absteiger Null mal auf dem Platz.

 

BL-Saison Sp am auf Null E
2009/2010
2010/2011
2011/2012
0
0
0
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Morten Behrens (01.04.1997)

Als im Sommer 2018 nach dem Abstieg und dem Weggang von Mathenia die Karten neu gemischt wurden, schlug die Stunde von Morten Behrens. Der 1,93 m große Torhüter, der zuvor in 2 Jahren 42 mal das Tor der zweiten HSV-Elf in der Regionalliga gehütet hatte, erhielt einen Profivertrag und war als Backup für Pollersbeck und Mickel vorgesehen. Auch der FC Ingolstadt hatte Interesse an einer Verpflichtung gezeigt.

 

Geboren wurde Morten in Bad Segeberg, eine gute Adresse. Denn auch seine HSV-Kollegen Arp und Drawz kamen aus dieser Stadt. Nach ersten Schritten bei den Schülern des SV Westerrade (in der Nähe Bad Segebergs) wurde er von 2009 bis 2013 in der Jugend des VfB Lübeck ausgebildet. Schloss sich dann dem HSV-Nachwuchs an, wo er von 2014 bis 2016 bei der U19 im Kasten stand.

 

Kaderplaner Johannes Spors war bei der Verpflichtung 2018 zuversichtlich: "Morten hat in der vergangenen Saison bei der U21 eine tolle Entwicklung vollzogen und sich deshalb die Chance verdient, als Nummer drei bei den Profis oben dran zu sein. Mit seinem hohen Maß an Lernfähigkeit trauen wir ihm den nächsten Schritt zu“.

 

Doch auch nach dem Abstieg reichte es in der Zweitliga-Saison 2018/19 zu keinem Einsatz, war lediglich 3 mal im Kader. Im Regionalliga-Team stand er dagegen weitere 22 mal im Kasten. Da er keine Chancen auf Einsatzzeiten bei den Profis sah, wechselte er im Juli 2019 zum eben in die Dritte Liga abgestiegenen 1. FC Magdeburg. Dort zunächst nur die Nummer zwei hinter dem Ex-HSVer Alexander Brunst. Als dieser im September ausfiel, ergriff Morten die Chance und gab diese Position nicht mehr her.

 

67 Einsätze in der Liga und 2 im Pokal. Als in der Saison 2020/21 der Abstieg drohte, wurde Christian Titz als Trainer verpflichtet, mit dem die Sachsen-Anhalter einen Siegeslauf starteten. Trotzdem im Sommer 2021 Wechsel zum Zweitligisten Darmstadt 98 als Backup für Marcel Schuhen. Nur als dieser verletzt war, stand er 4 mal im Kasten. Im Sommer 2022 zum Drittligisten Waldhof Mannheim verliehen.

 

Stand hier in der Hinrunde fast immer im Kasten.  Verlor aber in der Winterpause seinen Platz an Jan-Christoph Bartels. Hatte deshalb nur 18 Einsätze und stand i2 mal im DFB-Pokal im Tor. Im Sommer 2023 zu den eben in die Bundesliga aufgestiegenen Darmstädtern. Aber auch jetzt hinter Schuhen und (schon wieder!) Brunst nur "dritte Wahl."

 

2. Liga Sp To
2018/2019 0 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Dietmar Beiersdorfer (16.11.1963)

"Didi" kam über den TSC Cadolzburg, den ASV Herzogenaurach und dem 1.FC Bamberg vom bayrischen Oberligisten SpVgg Fürth (33 Spiele und 3 Tore in der Saison 1985/1986) im Sommer 1986 gemeinsam mit Manfred Kastl nach Hamburg und wurde beim HSV Nationalspieler (1 EM-Qualifikationsspiel 1991 gegen Belgien ) und Kapitän. Gewann 1987 den DFB-Pokal gegen die Stuttgarter Kickers. Machte für die Rothosen 174 BL-Partien mit 14 Toren, 19 Spiele im DFB-Pokal (1 Tor) und wurde auch im DFB-Supercup (1987 gegen Bayern München) eingesetzt. 17 mal (1 Tor) spielte er im UEFA-Cup und im Europapokal der Pokalsieger (unter anderem gegen Juventus Turin und Ajax Amsterdam). War in der letzten Zeit Kapitän des Teams.

 

Nach insgesamt 210 Spielen wechselte "Didi" nach Nichtberücksichtigung von Trainer Coordes vor der Saison 1992/1993 zu Werder Bremen und wurde dort Deutscher Meister und Pokalsieger (gegen RW Essen). Hatte in der Spielzeit 1994/1995 enormes Verletzungspech, konnte in der Rückrunde kein Spiel bestreiten. Kam an der Weser auf 64 BL-Einsätze (6 Tore), 10 Partien und 2 Tore im DFB-Pokal und 2 Einsätze im DFB-Supercup, den er jeweils gewann (1993 gegen Bayer Leverkusen, 1994 gegen Bayern München). Im Pokal der Landesmeister, Europapokal der Pokalsieger und UEFA-Cup kam er unter anderem gegen AC Mailand auf 14 Einsätze.

 

Wechselte anschließend im Januar 1996 für ein halbes Jahr zum 1. FC Köln (16 Spiele und 1 Tor), um von dort im Sommer in die italienische Liga A zum AC Reggiana zu gehen (20 Einsätze in Serie A). Musste wegen einer Augenverletzung 1997 die aktive Laufbahn beenden. Kam in der Bundesliga auf 254 Spiele und erzielte 21 Treffer.

 

Nach erfolgreich absolviertem BWL-Studium und anschließend einem Ausflug in die Wirtschaft (bei der KPMG als Wirtschaftsprüfer-Assistent) kehrte der Franke zurück zum HSV. Vom 15.08.2002 bis zum 23.06.2009 war er 2. Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor bei den Rothosen. Durch seine kluge Einkaufspolitik (Spieler billig kaufen und teuer verkaufen, u.a. Van der Vaart) erwirtschaftete er seinem Arbeitgeber einiges an Geld. Nach dem Abgang von Trainer Martin Jol und immer stärker werdenden Meinungsverschiedenheiten mit dem Vorsitzenden Hoffmann bat er, seinen Vertrag vorzeitig aufzulösen.

 

Seit November 2009 war er Sportlicher Leiter für das "Gesamtprojekt Fußball" der Getränkemarke Red Bull. Hierzu zählen neben den Aushängeschildern New York und Salzburg auch Leipzig, Sogakope (Ghana) und Brasilien. Hauptarbeitsfeld war aber Red Bull Salzburg. Im April 2011 wurde die Trennung (auch von Trainer Huub Stevens) vom Getränkeriesen bekannt gegeben. Grund war (wie so oft) "der ausbleibende sportliche Erfolg." Im August 2012 verschlug es ihn in den Osten. Er wurde Sportlicher Leiter beim amtierenden russischen Meister Zenit St. Petersburg.

 

Nachdem das Chaos immer mehr überhand nahm und die Mannschaft nur mit sehr viel Glück die erste Liga halten konnte, wurde er im Juni 2014 an die Alster zurückgeholt. Diesmal als Vorstandsvorsitzender der neu gegründeten "HSV Fußball AG." Die Erwartungen an ihn waren riesig er wurde als "Hoffnungsträger", "Ikone" oder "Heilsbringer" gefeiert. Nachdem er auch der Wunschkandidat von Edelfan Kühne war, machte dieser einige Millionen Euro locker, damit Dietmar auf Einkaufstour gehen konnte, um der Mannschaft ein neues Gesicht zu geben. Bei der offiziellen Vorstellung meint er: "Es ist ein sehr emotionaler Moment für mich. Ich habe immer gespürt, dass ich eines Tages zum HSV zurückkehren werde." Er sprach auch davon, dass der "HSV doch sein Baby" sei.

 

Im Mai 2016 trennte er sich von Sportvorstand Peter Knäbel und übernahm dessen Aufgaben zusätzlich. Doch er konnte dem trudelnden HSV nicht aus dem Abstiegssumpf ziehen und machte auch bei Bruno Labbadias Entlassung keine gute Figur. In einer wahren Schlammschlacht seitens des Aufsichtsrates wurde dann letztendlich auch ihm im Dezember 2016 gekündigt, was er zunächst aus der Presse erfuhr. Er zeigte hier aber Größe, arbeitete bis zum letzten Tag und unterstützte seinen Nachfolger Jens Todt. In der offiziellen Pressemeldung wurde de Situation geschönt, man habe sich "einvernehmlich auf eine sofortige Vertragsauflösung geeinigt."

 

Im Dezember 2017 platzte ein Engagement als Sportchef beim 1. FC Köln im letzten Moment. Und auch die Meldung, dass er im nächsten Frühjahr zu Besiktas Istanbul wechseln würde, entpuppte sich als "Ente." Im Mai 2019 wurde über ein Interesse von Hannover 96 oder FC Ingolstadt berichtet, was sich aber schnell zerschlug, als beide Vereine absteigen mussten. Doch nachdem den "Schanzern" 2021 die Rückkehr ins Unterhaus gelang, unterschrieb er in Ingolstadt im November 2021 als "Geschäftsführer Sport". Blieb auch nach dem sofortigen Wiederabstieg in die Dritte Liga.

 

Arbeitete gemeinsam mit Richard Golz am Buch "Fußball und Rassismus" mit. Vor seiner HSV-Zeit studierte er Sozialwissenschaft.

 

BL-Saison Sp To
1986/1987
1987/1988
1988/1989
1989/1990
1990/1991
1991/1992
25
30
21
31
33
34
1
3
0
3
6
1
Europa Sp To
1987/1988-po
1989/1990-ue
1991/1992-ue
4
8
5
0
1
0
DFB-Pokal Sp To
1986/1987
1987/1988
1988/1989
1989/1990
1990/1991
1991/1992
6
5
2
1
4
1
1
0
0
0
0
0
Liga-Pokal Sp To
1987/1988-sc 1 0

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Uwe Bein (26.09.1960)

Felix Magath holte den Mittelfeldregisseur vom 1. FC Köln (wo er 3 Jahre seit 1984 spielte, zuletzt aber nur noch die Ersatzbank drückte) 1987 weg zum HSV. Am Rhein kam er auf 64 BL-Spiele mit 17 Toren, 3 Spiele im DFB-Pokal und 17 Einsätzen und 7 Toren im UEFA-Cup. In den beiden verlorenen Endspielen 1986 gegen Real Madrid erzielte er 1 Tor. Vorher kickte er schon sechs Jahre von 1978 bis 1984 für Kickers Offenbach, zu denen er aus der Jugend des VfB Heringen stieß. War mit den Kickers 1983 in die erste Liga auf- und postwendend wieder abgestiegen. Für Offenbach war er in der Bundesliga in 34 Spielen 14 mal erfolgreich. In der zweiten Bundesliga bzw. 2. Liga Süd erzielte er phantastische 59 Treffer in 119 Partien. Hinzu kommen 8 Spiele (9 Tore!) im DFB-Pokal und 4 Relegationsspiele, die jeweils verloren wurden (1981 gegen Eintracht Braunschweig und 1982 gegen Bayer Leverkusen).

 

Kam in Hamburg anfangs nicht zurecht, wurde von der Kritik zerrissen. Doch langsam erkannte man, welchen Diamant man in den eigenen Reihen hatte. Entwickelte sich zum echten Klassemann. War insbesondere mit Thomas von Heesen ein "Traum-Duo", sein geniales Auge und sein "tödlicher Pass" waren gefürchtet. Galt unter Experten als einer der technisch besten Mittelfeldspieler. Nach 52 Spielen und 22 Toren, 6 Einsätzen (1 Tor) im DFB-Pokal und 4 Partien im Pokal der Pokalsieger wechselte der oftmals sehr introvertierte Uwe Bein 1989 schließlich für fünf Jahre zur Frankfurter Eintracht.

 

Hier hatte er seine beste Zeit, spielte ständig in der Spitzengruppe mit, dreimal stand am Saisonende Platz 3 zu Buche. Sein Partner im Zentrum im Mittelfeld war hier Andreas Möller. In 150 BL-Spielen gelangen ihm 38 Tore. 18 mal trug er das Eintracht-Trikot im DFB-Pokal (dabei 4 Tore), scheiterte hier 2 mal erst im Halbfinale (1991 gegen Bremen und 1993 gegen Leverkusen). Im UEFA-Cup war er 14 mal dabei, erzielte hier 6 Tore.

 

Zuletzt von 1994 bis Ende 1996 zwei ein halb Jahre als Profi in Japan bei Urawa Red Diamonds (wo er in 60 Partien 25 mal ins Tor traf), ehe er im Januar 1997 zum Oberligisten VfB Gießen und kurz zu Eintracht Wetzlar wechselte. Der Osthesse schnürte 2002 für SVA Bad Hersfeld noch einmal für 3 Jahre die Stiefel. In der Saison 2005/2006 ein halbes Jahr Sportmanager der Offenbacher Kickers.

 

Wohnt in Bad Hersfeld und zeigt in der Uwe-Bein-Traditionself bei Jubiläen oder für einen guten Zweck immer noch sein Können. Kümmert sich nebenbei mit seiner "Mobilen Uwe-Bein-Fußballschule", der "Sparkassen-Versicherung" oder bei der bundesweiten "Kidsactive" (gegründet von Frank Mill) um den Fußball-Nachwuchs. In einer Frankfurter U-Bahn ist auf einer von zwölf Säulen sein Konterfei abgebildet, was auch seine Beliebtheit in Frankfurt beweist. Ist seiner Eintracht als "Markenbotschafter" weiterhin verbunden.

 

Uwe ist auch bei "Sport Speaker", "Deutschlands Redner-Netzwerk der Olympiasieger, Weltmeister und Champions League Siege", aktiv.

 

17 Länderspiele (3 Tore), darunter der Weltmeistertitel 1990 in Italien, 300 Bundesligaspiele und 91 Tore lautet seine imposante Bilanz. Dazu kommen 119 Zweitligaspiele mit 58 Treffern. Wurde von Sportjournalisten zum besten deutschen Mittelfeldspieler aller Zeiten gewählt.

 

BL-Saison Sp To
1987/1988
1988/1989
24
28
7
15
Europa Sp To
1987/1988-po 4 0
DFB-Pokal Sp To
1987/1988
1988/1989
3
3
0
1

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Stefan Beinlich (13.01.1972)

"Paule" Beinlich spielte noch zu DDR-Zeiten in der Jugend beim FC Dynamo Berlin und dann bei Bergmann Borsig Berlin (32 Spiele, 14 Tore plus 2 Spiele und 4 Tore im DDR-Pokal. Nach der Wende hatte derr HSV ein Auge auf ihn geworfen und bei Bayern München machte er ein Probetraining. Doch der der gelernte Elektriker ging dann zusammen mit seinem Kollegen Matthias Breitkreuz von Oktober 1991 bis Juli 1994 auf die Insel zu Aston Villa. Wurde hier aber insgesamt nur 16 mal eingesetzt und erzielte dabei einen Treffer. Zurück nach Ostdeutschland zu Hansa Rostock in die 2. Liga unter Trainer Frank Pagelsdorf (34 Spiele, 15 Tore). Völlig überraschend gelang sofort der Aufstieg. "Paule" war auch hier mit 19 Toren in 67 BL-Spielen mit ein Garant, dass Rostock die Klasse halten konnte. Im DFB-Pokal wurde er in den 3 Jahren 4 mal eingesetzt (1 Tor).

 

Zum Nationalspieler reifte er bei seiner nächsten Station Bayer Leverkusen, wohin er im Sommer 1997 wechselte. 5 Einsätze absolvierte er im DFB-Trikot. Unter Christoph Daum wurde er mit Leverkusen 2 mal Vizemeister und belegte einmal Platz 3 in der BL. Er kam auf 80 Spiele und 24 Tore. Im Ligapokal waren es 4 Partien (2 Tore) und im Pokal 7 Spiele und 3 Tore. In der Champions League wurde er 12 mal eingesetzt und traf dabei 4 mal und im UEFA-Cup spielte er 6 mal und erzielte 1 Treffer.

 

Aber 2000 zog es ihn nach Berlin zurück, er unterschrieb bei Hertha BSC. Er gewann hier 2001 den Ligapokal gegen Schalke und stand hier 2000 im Finale gegen München (nur beim Erfolg 2002 war er nicht dabei). Im Ligapokal hatte er 6 Einsätze (1 Tor). 64 mal kam er in der BL zum Zuge und machte dabei 8 Tore. 2x Platz 5 und 1x Platz 4 lautet hier die stolze Bilanz. Im Pokal 2 Spiele und 2 Tore und in der zweiten Mannschaft der Hertha in der NOFV-Oberliga Nord 3 Einsätze. Im UEFA-Cup kam er in 3 Jahren auf 9Parien und 4 Tore.

 

Ab Juli 2003 kickte der torgefährliche Mittelfeldspieler beim HSV. Auch hier gleich Ligapokalsieger. Erlebte in der Saison 2004/2005 seinen x-ten Frühling und fand als Spielgestalter und gefährlicher Freistoßschütze zu seiner alten Klasse zurück. In der nächsten Saison sehr lange verletzt, erhielt deshalb auch keinen neuen Vertrag, was für viele sehr unverständlich war. Hat in seiner Vita den Gewinn des UI-Cups 2006 (gegen Valencia) und des DFB-Ligapokals (gegen Dortmund) aufzuweisen sowie 68 BL-Spiele (5 Tore), 3 Ligapokalspiele (1 Tor) und 6 Pokal-Einsätze. Im UEFA- und UI-Cup kam er in Hamburg insgesamt auf 15 Begegnungen und erzielte dabei 1 Treffer (gegen Pobeda Prilep).

 

Wechselte 2006 enttäuscht zu Hansa Rostock, wo er wieder auf seinen "alten" Trainer Pagelsdorf stieß (Rostock, Hamburg). Stieg sofort in die Erste Liga auf. Nach dem sofortigen Abstieg im Sommer 2008 und einem Einriss des Außenmeniskus sowie einer Knorpelabsprengung im Knie beendete er seine aktive Karriere. Machte an der Ostsee erneut 9 BL-Partien, 28 Spiele (1 Tor) in der zweiten Liga und 2 Spiel (2 Tore) im Pokal. In Rostock begann und endete die Karriere des Ostberliners. Neben 288 Spielen (56 Tore) in Liga eins kam er zusätzlich zu 62 Spielen (16 Tore) in der 2. Liga.

 

Seit 2010 spielte er unter seinem früheren Kollegen Heiko März beim SV Warnemünde in der Verbandsliga. Als die Hansa den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten musste, wurde er dort im Juni 2010 als Manager verpflichtet. Die Rostocker stiegen postwendend wieder auf. Als sie aber 2012 wieder in die Dritte Liga mussten, legte Beinlich als Konsequenz sein Amt nieder. 6 Monate später wurde er zum ehrenamtlichen Geschäftsführer des Leichtathletikvereins 1. LAV Rostock, wo seine Zwillingstöchter aktiv waren, berufen. Musste dieses Amt nach einer Knieoperation sowie sechsmonatige Reha wieder aufgeben.

 

Absolvierte im September 2008 beim HSV ein Praktikum in den verschiedenen Abteilungen der Rothosen. Lebt mit seiner Familie in Elmenhorst bei Warnemünde. Hier machte er auch im November 2009 sein Abschiedsspiel. Seit 2012 gewann er mit Hansa Rostock dreimal in Folge den "DFB-Ü 40-Cup."

 

2019 war er wieder bei "seiner" Hansa. Im Dezember wurde er als neuer Leiter des Nachwuchsabteilung der Rostocker vorgestellt. Völlig überraschend bat er Anfang 2023 die Verantwortlichen, ihn zum 31. März aus dem Vertrag zu entlassen. Wie er betonte, seien es rein private Beweggründe, die zu diesem Entschluss geführt hätten. Nähere Angaben zu diesen Gründen wolle er nicht machen.

 

Über seine HSV-Zeit meinte er rückblickend: " Es war eine tolle Zeit. Der HSV ist ein toller Verein, Hamburg eine wunderschöne Stadt und ich habe auch in den drei Jahren unglaublich viel erlebt." Den Namen "Paule" hat ihm sein Jugendtrainer verpass, da es in der Mannschaft zu viele "Stefan" gab.

 

BL-Saison Sp To
2003/2004
2004/2005
2005/2006
23
29
16
2
3
0
Europa Sp To
2004/2005-ui
2005/2006-ui
2005/2006-ue
3
8
4
0
1
0
DFB-Pokal Sp To
2003/2004
2004/2005
2005/2006
3
1
2
0
0
0
Liga-Pokal Sp To
2003/2004-li 3 1

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Maximilian Beister (06.09.1990)

Die Anfangsstation des gebürtigen Göttingers war 1995 der VfL Lüneburg. Wechselte 2004 zur Jugend des HSV, spielte seit 2007 in der U19, wurde aber in der Saison 2008/2009 schon vorwiegend in der Zweiten eingesetzt. Im Lokalderby gegen St. Pauli erzielte er bei der U19 gleich vier Treffer. Auch in der neuen Saison vorwiegend beim Nachwuchsteam, erhielt aber einen Profivertrag und trainierte auch mit den "Großen." Im November 2009 kam er zu einem zweiminütigen Einsatz gegen Bochum und weiteren 9 Minuten gegen Mainz.

 

Da er aber wegen der hochklassigen Sturmabteilung (van Nistelrooy, Petric, Guerrero) kaum Spielpraxis bekommen hätte, wurde er im Sommer 2010 für zwei Jahre an den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf verliehen. Schlug dort glänzend ein, machte 59 Spiele. Für die NRZ war er der "Spieler des Jahres." Hatte einen sehr starken linken Fuß. War dort der Top-Scorer und war mit 18 Toren und 19 Vorlagen entscheidend am Düsseldorfer Aufstieg beteiligt. Trug mit einem Treffer dazu bei, dass Hertha in den 2 Relegationsspielen bezwungen wurde.

 

Trotzdem war er aber froh, als ihn der HSV im Sommer 2012 wieder zurückholte und seinen Vertrag vorzeitig bis 2016 verlängerte. "Es war immer mein Wunsch, nach Hamburg zurückzukehren. Ich möchte beim HSV spielen, mich weiterentwickeln und dem Verein helfen, sich weiterzuentwickeln." Früher stand er als Balljunge hinter dem Tor von Rene Adler - jetzt spielte er in einer Mannschaft mit ihm! Anfangs lief es allerdings nicht besonders. Er war zu verbissen, ehrgeizig und eigensinnig. Doch gegen Schalke gelang ihm der erste Treffer, was ihn sichtbar befreite.

 

Stellte sich dann aber durch eine völlig unnötige Rote Karte (am16.03. gegen Augsburg) selbst wieder ins Abseits und fehlte der Mannschaft auch beim Schlussspurt der Saison. In der neuen Saison schlug er glänzend ein, war auf der rechten Angriffsseite nicht mehr wegzudenken. Aber durch einen Kreuzbandriss (nebst Knorpel- und Meniskusschaden im linken Knie) in der Vorbereitung der Winterpause wurde er für die komplette Rückrunde außer Gefecht gesetzt und wurde im Abstiegskampf schmerzlich vermisst.

 

Nachdem er die Vorbereitung mit absolvieren konnte, kam im August 2014 erneut ein herber Rückschlag. Er musste am Meniskus seines kaputten linken Knies operiert werden und fiel erneut aus. Erst Ende des Jahres konnte er wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen. Da ihm aber da natürlicherweise sichtbar die Spielpraxis fehlte, wurde er im April 2015 ans Nachwuchsteam "ausgeliehen." Unverständlich für viele Fans wurde ihm im Sommer nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen, da er nicht mehr ins neue Gehaltsschema des HSV passte. Schon zwei Tage nach der Trennung (er bekam dafür auch noch 200.000 Euro Abfindung) fand er mit dem FSV Mainz 05 einen neuen Brötchengeber, der das Schnäppchen zum Nulltarif bekam.

 

Auch hier warf ihn anfangs ein Knochenmarködem im linken Knie zurück. Doch auch danach konnte er nicht überzeugen. Die Folge: 5 Minuten Bundesliga (ausgerechnet gegen den HSV) und 65 Minuten in der 3. Liga. Deshalb wurde er in der Winterpause an den stark abstiegsgefährdeten Zweitligisten 1860 München verliehen. Deren Sportmanager war Oliver Kreuzer. Auch hier nur 8 Partien mit überwiegend Kurzzeit-Einsätzen (zusammen 225 Minuten).

 

Nach erfolgreicher Mission wollte ihn aber Mainz nicht mehr zurück und verbannte ihn in zum Amateurteam. Maxi machte daraufhin ein Probetraining beim Bundesligisten Darmstadt 98, deren neuen Trainer Norbert Meier er noch aus Düsseldorfer Zeiten kannte. Die Hessen winkten aber auch ab, so dass er ab August 2016 bei der U23 der Mainzer mitspielte. Auch dort wurde er "wegen mangelnder Einstellung" aussortiert. Er ergriff die Flucht und heuerte im Oktober auf der anderen Seite des Globus bei Melbourne Victory an.

 

Doch schon im Januar löste er seinen Vertrag wieder auf und kehrte nach Deutschland zurück. Mainz aber nahm ihn noch nicht wieder auf, da die Leihe bis zum Sommer terminiert war. Im Juli 2017 war das Kapitel endgültig beendet, er löste den Vertrag auf, da er "nicht mehr fremdbestimmt werden" wollte. Maxi gab sich selbstkritisch und suchte die Gründe für seinen Niedergang bei sich. Er durfte sich im Training bei Borussia Dortmund fithalten.

 

Es dauerte bis Januar 2018, bis er mit dem Regionallisten KFC Uerdingen einen neuen Verein fand. Fügte sich beim KFC auf Anhieb perfekt ins Team ein und wurde rasch Publikumsliebling. Seine 11 Treffer in 15 Partien trugen mit bei, dass sich Uerdingen die Meisterschaft sicherte. Und als "I-Tüpfelchen" gelang in 2 Spielen gegen Waldhof Mannheim der Aufstieg in die Dritte Liga. Maxi steuerte hier 1 Treffer bei.

 

Spielte lange Zeit in der Spitzengruppe mit, machte in der Dritten Liga 31 Spiele und erzielte 11 Tore. Überraschend wechselte er im Juli 2019 zum Ligakonkurrenten und Absteiger FC Ingolstadt 04, der als Favorit für den sofortigen Wiederaufstieg gehandelt wurde. Dieser wurde in 2 Relegationsspielen gegen den 1.FC Nürnberg knapp verpasst. Aber im nächsten Jahr wurde die Relegation (diesmal gegen Osnabrück) gewonnen und die "Schanzer" kehrten im Sommer 2021 wieder in die 2. Liga zurück. Maxi hatte allerdings seinen Stammplatz verloren, so dass es in 2 Jahren bei 38 Einsätzen und 7 Toren blieb. Im Pokal wirkte er 2 mal mit und in den Relegationen war er je 1 mal dabei.

 

Ingolstadt zeigte kein Interesse an einer Vertragsverlängerung. Nachdem kurz über eine Rückkehr nach Uerdingen im Gespräch war, meldete er sich im Sommer 2022 arbeitslos. Aber nacvh einem Jahr Nachdenken verkündete er im Sommer 2023 sein Karriereende. Jetzt gingn er wieder nach Uerdingen zurück, allerdings nicht als Spieler. Er sollte dem Nachwuchsleistungszentrum in beratender Funktion zur Seite stehen. Gleichzeitig machte er sich mit "B360 Sports Agency" als 'Spielerberater selbstständig.

 

In der U19-Nationalelf machte er 5 Spiele, seit dem Sommer 2009 spielte er im U20-Nationalteam. Schaffte hier 5 Tore in 9 Spielen - eine phantastische Quote. Im November 2010 erstmals in der U21, wurde in der 59. Minute gegen England eingewechselt. Hier bestritt er 14 Partien (6 Tore).

 

Die Krankheitspause zu Hamburger Zeiten nutzte er, indem er sich ein Standbein für die Zeit nach der Karriere schaffte. Er eröffnete in Hamburg als Gesellschafter die Nachhilfeschule "Immerschlau." Ferner gründete er mit seinem Jugendtrainer und seinem Vater in seiner Heimatstadt einen Fußballverein, den SC Lüneburg 2014, der bis in die Kreisklasse hochkletterte. Maxi war dritter Vorsitzender und dann Vizepräsident. 2020 fusionierte der Verein mit dem Ochtmisser SV, worauf der SC aufgelöst wurde.

 

Damit nicht genug, brachte er im Dezember 2014 als Marketingchef bei "Future Cups" den "Snaxcup" auf den Markt. Diese Kombination aus Becher und Teller erfreute sich schon bald großer Beliebtheit und wurde vor allem bei Freiluftveranstaltungen (wie beim Abschiedsspiel von David Jarolim) eingesetzt.

 

BL-Saison Sp To
2009/2010
2012/2013
2013/2014
2014/2015
2015-Rel
2
23
16
5
1
0
3
5
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2012/2013
2013/2014
1
3
1
1

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Änis Ben-Hatira (18.07.1988)

Der tunesische Angriffsspieler mit deutschem Pass kickte bei Reinickendorfer Füchse und Hertha BSC in Berliner Jugendmannschaften. Zuletzt bei der Tennis Borussia, wo er den HSV-Scouts wegen seiner Torgefährlichkeit auffiel. Eigentlich sollte er erst zu Beginn der Saison 2006/2007 verpflichtet werden. Da er aber im Wintertrainingslager einen hervorragenden Eindruck hinterließ, bekam er gleich einen Vertrag und spielte in der Rückrunde in der zweiten HSV-Elf (14 Spiele, 3 Tore). In den folgenden drei Spielzeiten in der Ersten jedoch als Ergänzungsspieler nur 10mal eingesetzt, dabei einmal über 90 Minuten (gegen Stuttgart). Spielte meist bei den Amateuren in der Regionalliga (24 Partien, 7 Tore). 5 mal durfte er im UEFA-Cup ran und 1 mal (RW Essen) im DFB-Pokal.

 

War U19- (Halbfinalist bei der EM 2007 und 8 Spiele) und U20-Nationalspieler (6 Spiele) und trug dann 9 mal das Trikot der U21, mit denen er 2009 Europameister wurde. Mit der Bundeswehr-Nationalelf schied er bei den Spielen 2007 schon in der Vorrunde aus. Entschied sich 2012 für seine tunesischen Wurzeln und spielte bis November 2016 in der tunesischen Nationalelf (12 Einsätze und 1 Tor).

 

Im Februar 2009 zum Zweitligisten MSV Duisburg ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln (13 Spiele, 2 Tore). Im Sommer 2009 kurz zurück, 1 Spiel im UEFA-Cup (gegen Randers FC), um dann ein weiteres Jahr an die Duisburger ausgeliehen zu werden. Im Ruhrgebiet 16 Zweitligaspiele (1 Tor) und 2 Begegnungen im Pokal. Im folgenden Sommer zurück an die Alster, war allerdings für die Zweite vorgesehen. Lief noch einmal 12 mal (7 Tore) für die Amateure auf. Durch die vielen Verletzungen stand er dann im November plötzlich im Kader bei den Profis und wurde gegen den VfB Stuttgart eingewechselt. Spielte eine glänzende Rückrunde, war aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Kam in dieser Saison auf 18 BL-Einsätze und 3 Tore.

 

Da er aber in der neuen Saison wieder nicht zur Stammelf gehörte, liebäugelte er mit einem Wechsel zurück zur Hertha, was sich dann (nach 1 BL-Spiel für den HSV) rasch im August 2011 realisierte. Konnte aber den Berliner Abstieg auch nicht verhindern. War 16 mal auf dem Platz (3 Tore), auch in den beiden erfolglosen Relegationsspielen gegen Düsseldorf, wo ihm 1 Tor gelang. Schaffte aber nach 18 Partien und 4 Treffern in Liga zwei mit der Mannschaft 2013 den sofortigen Wiederaufstieg. Dort immer wieder von Verletzungen, insbesondere Fußbeschwerden (vor allem Zehenverletzung), zurückgeworfen. Deshalb in den nächsten 2 Jahren nur 36 mal eingesetzt (7 Treffer), wurde trotzdem der Publikumsliebling.

 

Im September 2012 geriet er in die Schlagzeilen, weil ihn Polizisten festnahmen. Er soll seiner Ex-Freundin die Geldbörse gewaltsam geraubt haben. Und im Januar 2014 lieferte er sich mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd, weil er eine Frau (die sich als seine Zwillingsschwester herausstellte) entführt haben sollte, obwohl nichts geschehen war, wie sich im Nachhinein herausstellte.

 

In der Saison 2015/2016 wurde er in der Hinrunde kein einziges Mal berücksichtigt. Als er dann wieder durch eine Undiszipliniertheit auffiel (er hatte auf der Heimfahrt von Bremen seinem Mannschaftskollegen Weiser ein Veilchen verpasst), nahmen die Berliner die Chance wahr, ihm einen Wechsel nahezulegen. Um einem Rauswurf zuvorzukommen, wechselte er am Ende der Wintertransferperiode zu Eintracht Frankfurt. Spielte mit den Hessen lange um den Abstieg (9 Einsätze), was erst in der Relegation gegen Nürnberg (wo er in beiden Partien dabei war) verhindert wurde. Er war in den beiden Partien dabei. Aber auch in Hessen hatte er wieder negative Presse. Er hatte ein Foto gepostet, das einen Tisch voller Kanülen und einem verdächtiges Medikament zeigte, was ihm den Doping-Verdacht einbrachte.

 

Die Eintracht verzichtete im Sommer nach 9 BL-Einsätzen (mit 1 Tor) auf eine Vertragsverlängerung, aber Änis kam im August 30 km nördlich beim Ligakonkurrenten Darmstadt 98 unter. Aber auch hier war das Intermezzo nach 11 Einsätzen mit 1 Treffer und einer Pokalpartie im Januar 2016 beendet. Darmstadt trennte sich von ihm, da er die Organisation "Ansaar International" unterstützte, die vom Verfassungsschutz der Salafistenszene zugeordnet wird. Er dachte, dass es sich hier um eine wohltätige Organisation handele. Nach der Trennung wurde er nach seinen Worten anonym bedroht und war der Meinung, dass man seine Karriere zerstören wollte.

 

Er fand in der Türkei bei Gaziantepspor einen neuen Arbeitgeber. Beim chaotischen Tabellenletzten und Absteiger bekam er jedoch keinen Cent Gehalt. Im Juli war er wieder in Deutschland in seiner Heimatstadt Berlin. Er bekundete, gern wieder bei seinem Lieblingsclub, dem HSV, spielen zu wollen. Doch als von deren Seite niemand reagierte, unterschrieb er im September im Heimatland seiner Eltern bei Esperance Tunis. Aber auch das war ein Flop. Nach lediglich 8 Einsätzen mit 1 Tor kehrte er im Mai 2018 nach Berlin zurück. Er war auch enttäuscht, dass er nicht für das tunesische Aufgebot für die WM in Russland berücksichtigt wurde.

Im Herbst 2018 trainierte er beim Reserveteam von Schalke 04, um sich fit zu halten. Wurde dann in Ungarn fündig und unterschrieb im Februar 2019 beim Traditionsverein Honved Budapest. Erreichte hier im Sommer gleich das Finale Pokal. Stand 20 mal in der Liga auf dem Feld (4 Tore) und 7 mal im Pokal (2 Treffer). Im Dezember 2019 erfolgte die "einvernehmliche" Trennung.

Während er in Budapest spielte, fand in seiner Abwesenheit eine Razzia in seiner Berliner Wohnung statt, da wieder einmal Verbindungen zu muslimischen Extremisten vermutet wurde, was er aber vehement bestritt. Im Januar 2020 spielte er endlich wieder in Deutschland, er erhielt beim Zweitligisten Karlsruher SC einen Vertrag. In 11 Ligaspielen gelang ihm ein Treffer. Obwohl der KSC die Liga halten konnte, wurde sein Vertrag im Sommer nicht verlängert.

Nach einem halben Jahr Pause fand er im Januar 2021 beim griechischen Erstligisten (Super League 1) AE Larissa eine neue Anstellung, Griechenland war das 4. Land auf seiner Reise. Doch nach lediglich 12 Pflichtspielen war auch diese Episode im Sommer beendet. Nachdem zunächst über eine Rückkehr zu Hertha BSC spekuliert wurde, hielt er sich bei der HSV-Reserve fit - und träumte von einem Comeback bei den Profis.

 

Er kehrte dann im Januar 2022 nach Berlin zurück, allerdings zum Regionalligisten Berliner AK. Auch hier war sein Engagement nach 10 Spielen und 2 Toren im Sommer wieder zu Ende. Er ging zum zweiten Mal nach Tunesien, jetzt zum US Monastir. Auch hier endete das Engagement Ende Januar 2023 nach insgesamt 9 Pflichtspieleinsätzen rasch wieder.

 

Dann war er wieder mal vereinslos. Bis ihm im August 2023 sein früher Verein Hertha BSC eine Chance gab. Er sollte hier als Leitwolf die Zweitvertretung in der Regionalliga anführen.

BL-Saison Sp To
2006/2007
2007/2008
2008/2009
2009/2010
2010/2011
2011/2012
5
3
2
0
18
1
0
0
0
0
3
0
Europa Sp To
2007/2008-ue
2008/2009-ue
2009/2010-el
4
1
1
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
2007/2008 1 0

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Laszlo Benes (09.09.1997)

Der slowakische Mittefeldmann wurde in Dunajská Streda geboren und besitzt auch einen ungarischen Pass. War von 2016 bis 2022 in Mönchengladbach unter Vertrag, wo er sich aber wegen großer Konkurrenz im Mittelfeld nie komplett durchsetzen konnte. Sein jüngerer Bruder Krisztián ist als Torhüter auch im Fußballgeschäft unterwegs.

 

Laszlo begann beim FK Šamorín an der Grenze zu Ungarn rund 20 km von seinen Geburtsort und war anschließend von 2007 bis 2011 in der Jugend von DAC Dunajská Streda. Dann ging er über die ungarische Grenze zur U19 von ETO FC Györ, wo er auch nur rund 40km von seinem Heimatort entfernt war. Im Februar 2015 in die Heimat zurück, wo er bei MSK Zilina seinen ersten Profivertrag unterschrieb.

 

Machte hier in 1 ½ Jahren 31 Spiele in der Fortuna Liga und erzielte 2 Tore. Wurde mit dem Team 2016 Vizemeister. Im Pokal absolvierte er 3 und in der zweiten Mannschaft 6 Partien. Highlight aber waren die 8 Begegnungen (2 Treffer) in der Europa League Quali (u. a. gegen Athletic Bilbao. Nachdem er schon 3 Einsätze in der slowakischen U16 und U18 hatte, wurde er bei Zilina auch U19-Nationalspieler (8 Spiele, 3 Tore) und U21-Nationalspieler mit 12 Einsätzen und 3 Treffern. War auch in den 3 Vorrunden-Partien bei der U21-EM in Polen dabei.

 

Im Sommer 2016 dann der Wechsel in die Bundesliga zu Borussia Mönchengladbach. Fasste hier nur schwer Fuß. Zudem wurde er von zahlreichen Verletzungen gehandicapt. So fiel er von September 2017 bis Ende Februar 2018 fast 6 Monate wegen eines Mittelfußbruchs aus und anschließend weitere 2 Wochen wegen einem Muskelfaserrisses. Musste sich im April 2018 einer weiteren Fuß-OP unterziehen, was weitere 2 Monate Ausfall bedeutete. Auch deshalb reichte es in zunächst 2 ½ Jahren nur zu 11 Einsätzen in der Bundesliga (1 Tor). 16 mal (1 Treffer) musste er bei der Gladbacher Zweitvertretung in der Regionalliga antreten. Aber immerhin wurde er hier slowakischer Nationalspieler(10.06.17 gegen Litauen) und durfte in 2 Begegnungen bei der EM 2020/21 mitwirken. Bis Januar 2023 trug er 11 mal das slowakische Nationaltrikot (1 Treffer).

 

Um Spielpraxis zu sammeln, wurde „Laci“ im Januar 2019 an den Zweitligisten Holstein Kiel verliehen. Agierte hier bedeutend glücklicher. Stand in allen 15 Begegnungen auf dem Platz und erzielte 2 Tore, spielte lange um den Aufstieg mit. Sein Trainer hieß Tim Walter und Jonas Meffert war ein Mitspieler (er sollte beide später wieder treffen). Bekam auch 2 Minuten Einsatz im Pokal gegen Augsburg.

 

Wollte im Sommer 2019 unter dem neuen Trainer Marco Rose erneut durchstarten. War das erste Halbjahr auch gesetzt. Verlor dann wieder seinen Stammplatz und kam nur noch zu Jokereinsätzen (fast alle unter 10 Minuten). In1 ½ Jahren kamen 29 BL-(Kurz-)Einsätze und 4 Partien in der Europa League dazu. Deshalb im Februar 2021 erneute Leihe, diesmal zum Bundesligisten FC Augsburg. Deutete hier in 11 Begegnungen (1 Tor gegen Hertha) sein Können an.

 

Im Sommer 2021 erneut an den Bökelberg zurück. Aber auch diesmal wieder nur Ersatzspieler. Lediglich 13 (Einwechsel-)Einsätze. Dazu gesellen sich 2Begegnugen in der Champions League mit insgesamt 14 Minuten. Im DFB-Pokal brachte Benes es in 6 Jahren auf 6 Partien mit 1 Tor. Obwohl er noch Vertrag bis Juni 2024 hatte, wollte er den Verein im Sommer 2022 unbedingt weg. Werder Bremen hatte sich schon im Winter um ihn bemüht und wollte ihn auch jetzt verpflichten.

 

Aber Laszlo entschied sich für den HSV und Trainer Tim Walter. Dort erhoffte man sich, dass er in die Fußstapfen von Sonny Kittel treten könnte. Er kostete den Hanseaten ungefähr zwei Millionen Ablöse. Der variable Mittelfeldspieler fühlte sich zwar auf der Zehnerposition am wohlsten, konnte aber auch Rolle des Achters oder Sechsers übernehmen. Er bot eine Mischung zwischen „Spielintelligenz, Einfachheit, frecher Intuition und Passstärke“.

 

War an der Alster mit seinem Spielwitz und seiner Kreativität von Beginn an ein belebendes Element. Im zweiten Jahr zeigte er dann eindrucksvoll, welch begnadeter Fußballer er war.

 

Sein erstes Länderspiel für das slowakische A-Team machte er im August 2017 (gegen Litauen). Bis zu den nächsten Einsätzen vergingen dann aber 2 Jahre. Dann war wieder 2 Jahre Pause. 2021 war er u. a. bei 2 Partien der EM 2020 dabei. Aber erste im Herbst 2022 nahm seine Nationalelf-Karriere wieder Fahrt auf. Bis April 2024 machte er 18 Spiele und erzielte 1 Tor.

 

2. Liga Sp To
2022/2023
2023/2024
33
25
6
13
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2022/2023
2023/2024
1
2
0
1

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Collin Benjamin (03.08.1978)

Der Allrounder (Abwehr und defensives Mittelfeld) und 23facher Nationalspieler aus Namibia (hier als Stürmer!) war seit Juli 2001 beim HSV. Gab dafür sein BWL-Studium auf. Vorher bei Civics FC Windhuk, Germania Schnelsen, Rasensport Elmshorn. Schaffte den Sprung von der Amateurmannschaft zu den Profis. Bei den Amateuren kam er in Regional- und Oberliga auf insgesamt 43 Einsätze und 9 Treffer. In seiner ersten Saison als Profi erzielte er in 17 Spielen drei Tore. Durch Verletzungen wurde er leider immer wieder zurückgeworfen. Wie wertvoll er gesund war, zeigte er immer wieder.

 

In einem Interview mit transfermarkt.de erzählte er 2023, wie er ´fast seine erste Trainingseinheit verpasst hätte: „Ich wohnte damals m HSV-Internat, weil ich dort immer warmes Essen bekam.“ Weil es schneite, dachte er mit Blick aus dem Fenster aufs Spielfeld, das Training fiele aus und war überrascht, dass die Spieler trotzdem trainierten.Geschockt war er auch, ale er sah, das bei jedem Training mindestens ein Kasten Bier in der Kabine stand.

 

Im Winter 2005 wurde der Vertrag wegen seinen andauernden Verletzungen (und auch, um einen Ausländerplatz für Ailton freizumachen) aufgelöst, doch im Sommer 2006 bekam er einen neuen. Leider auch hier immer wieder verletzt. Bewies bei seinen Einsätzen, wie gut er war und wie wichtig er für die Mannschaft wäre. In der Rückrunde ein Garant, dass der HSV doch noch einen UI-Cup-Platz erreichte. Trug auch in der Saison 20007/2008 als vielseitig einsetzbarer Spieler seinen Teil für den letztendlich erreichten vierten Platz bei Auch anschließend, als dienstältester Spieler, war "Collo" immer da, wenn er gebraucht wurde. Kämpfte sich wieder, auch bedingt durch die Verletzungen der halben Defensivabteilung, in die Stammelf zurück. Im September 2009 dann die nächste Hiobsbotschaft: Innenbandriss sowie einen Teilriss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie (im Freundschaftsspiel Namibia – Swasiland). Konsequenz: ein halbes Jahr Pause. Trotzdem bekam er vom HSV im November 2009 eine Vertragsverlängerung für ein Jahr.

 

Seine Rückkehr feierte er nach über einem Jahr am 02.10.2010 gegen Kaiserslautern. Nach einem weiteren Kurzeinsatz setzte ihn ein Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel erneut für fast vier Wochen außer Gefecht. Zum Saisonende kein neuer Vertrag nach 11 (!) Jahren beim HSV! Gewann 2003 den Ligapokal gegen Dortmund, 2006 den UI-Cup gegen Valencia und stand 2009 in den beiden Halbfinals im UEFA-Cup gegen Bremen. Nach einem sehr emotionalen Abschied gab er seinen Wechsel zum Zweitligisten 1860 München bekannt. Doch richtig Fuß fasste er hier nicht, kam aber trotzdem zu 18 Einsätzen und 2 Spielen im Pokal. Am Ende der Saison beschloss er, seine Karriere zu beenden.

 

Er wollte wieder in die Hansestadt ziehen, dort seinen Trainerschein machen und sogar als Reporter für HSV-TV arbeiten. Interviewte auch bei der Jubiläumsgala "125 Jahre HSV" Prominente. Sein Berater Franken meinte: "Beim HSV hat er so einen guten Ruf, dass ihm Aufsichtsräte immer wieder an Weihnachten eine Flasche Rotwein schicken. Sie würden ihm dort auch ein Denkmal bauen." War auch nach wie vor bei den Fans äußerst beliebt, war eine Kultfigur.

 

Im März 2013 machte er allerdings ein Trainerpraktikum im Nachwuchsleistungszentrum bei den Münchner Löwen und war ab dem Sommer für deren U13 verantwortlich. Ein Jahr später wurde er zum Co-Trainer der Münchner Amateure befördert als Assistent von Thorsten Fröhling, der ja auch eine HSV-Vergangenheit hat. Als dieser im Februar zum Chefcoach der Profis befördert wurde, ging Collin als sein Assistent mit. Schaffte mit dem Team den Klassenerhalt in zwei dramatischen Relegationsspielen gegen Holstein Kiel in letzter Minute. Behielt den Posten auch unter dem neuen Trainer Möhlmann. Im Januar 2016 bat er allerdings den Verein "aus privaten Gründen" um eine Vertragsauflösung.

 

Kehrte in seine Heimat in Namibia zurück und baute in seiner Heimatstadt Windhoek ein Trainingscenter auf, um einheimische Nachwuchsspieler fit für die europäischen Ligen zu machen. Im August 2018 wurde er zum Co-Trainer der namibischen Nationalelf berufen. Und ab dem Sommer 2022 war er hauptverantwortlich für sein Land. Erreichte beim COSAFA Cup 2022 (Meisterschaft des Südlichen Afrika) das Halbfinale. Schrieb im Januar 2024 Geschichte, als er mit seinem Team zum ersten Mal das Achtelfinale (gegen Angola) erreichte.

 

BL-Saison Sp To
2001/2002
2002/2003
2003/2004
2004/2005
2005/2006
2006/2007
2007/2008
2008/2009
2009/2010
2010/2011
17
20
17
26
0
21
17
20
0
8
3
1
0
5
0
2
1
1
0
0
Europa Sp To
2003/2004-ue
2004/2005-ui
2005/2006-ui
2006/2007-cl
2007/2008-ui
2007/2008-ue
2008/2009-ue
2009/2010-el
1
4
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3
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5
11
4
0
0
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0
0
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DFB-Pokal Sp To
2001/2002
2002/2003
2003/2004
2006/2007
2007/2008
2008/2009
1
2
2
1
4
4
0
0
0
0
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Marcus Berg (17.08.1986)

Nach IFK Velen und Torsby IF spielte Marcus seit 2003 in der Jugend von IFK Göteborg. Seit 2005 bei den Profis. In der Spielzeit 2007 wurde er schwedischer Torschützenkönig und Meister und wechselte im Sommer zum FC Groningen in die Niederlande. Hier erzielte er in zwei Spielzeiten in 56 Spielen 32 Tore. Obwohl auch schon in der Nationalelf gesetzt, war sein größter Triumph bisher die U21-EM in seiner Heimat. Er erzielte in 4 Spielen 7 Tore und wurde dadurch Torschützenkönig des Turniers und wurde zum besten Spieler gewählt. Das weckte Begehrlichkeiten von großen Vereinen. Aber er entschied sich für Hamburg, nicht zuletzt nach Gesprächen mit Joris Mathijsen und Rafael van der Vaart. Bruno Labbadia schwärmte: "Er hat sehr intelligente Laufwege und möchte unbedingt Tore machen."

 

Eigentlich sollte er behutsam aufgebaut werden. Aber durch eine große Verletztenmisere gingen dem HSV die Stürmer aus, Berg war die einzige Spitze. Aber die Rolle als Hoffnungsträger bedrückte den sensiblen Schweden. Durch einige unglückliche Aktionen wurde er unsicher, wirkte gehemmt. Schoss sich aber in der Europa League mit wichtigen Treffern den Frust von der Seele. Und auch in der Bundesliga zeigte seine Formkurve gegen Ende der ersten Hälfte wieder deutlich nach oben.

 

Da er aber sein sicherlich vorhandenes Potential nur selten abrufen konnte und in Hamburg alle anderen Stürmer gesund waren, wurde er im Sommer 2010 an den PSV Eindhoven ausgeliehen. Wollte sich hier weiterentwickeln und dann beim HSV noch einmal angreifen. Lief dort aber auch nicht optimal, in 25 Einsätzen nur 8 Treffer. Zur Saison 2011/2012 zurück in Hamburg. Musste sich nach einer Hüft-OP erst wieder langsam an die Mannschaft heranarbeiten. Doch der Pechvogel brach sich bereits im Dezember beim Spiel gegen Augsburg sich das Schlüsselbein, was eine weitere 8wöchige Pause bedeutete.

 

Nach seiner Genesung ein wichtiger Spieler, war plötzlich gesetzt, erzielte ein Traumtor gegen Wolfsburg. War mit ein Sinnbild des Abstiegskampfes, spielte beim Sieg gegen Kaiserslautern mit einer klaffenden Kopfwunde weiter. War auch in der neuen Saison nach dem Abgang von Guerrero und Petric als Nummer Eins im Sturm vorgesehen. Doch wieder traten die altbekannten Hemmungen auf. 2012 das gleiche Spiel. Verletzungsbedingt kam er in der Rückrunde nur noch zu drei (Kurz-) Einsätzen.

 

Nach 19 Spielen und 9 Toren in der schwedischen U21 trug er seit 2008 auch das Trikot des A-Teams, 90 mal (24 Tore) bis Juni 2021. War auch beim enttäuschenden Auftritt bei der EM 2016 in Frankreich dabei. Aber auch bei der WM 2018, wo Schweden sensationell erst von England im Viertelfinale gestoppt wurde. Er war in allen 5 Partien dabei, erzielte 1 Tor und schaltete in der Gruppenphase Deutschland aus. Auch bei der EM 2021 war erst im Achtel-Finale (gegen Ukraine) Schluss. Beendete nach dem Turnier seine Nationalelfkarriere

 

Nachdem er die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte, wollte ihn der HSV "loswerden", fand aber zunächst keinen Abnehmer. Doch im Juli 2013 zeigte Panathinaikos Athen Interesse und er wechselte ablösefrei nach Griechenland. Oder wie bild.de moserte: "HSV verschenkt seinen größten Millionen-Flop." In Athen mauserte er sich sofort zum Top-Scorer und wurde (gemeinsam mit Mladen Petric) 2014 griechischer Pokalsieger.

 

Nach einem dritten Platz konnte er 2015 und 2016 Vizemeistertitel feiern. Erzielte gleich in seinem ersten Jahr in 29 Spielen 15 Tore und im Pokal in 5 Spielen 7 Tore! Wurde für die Panathinaikos-Fans rasch zum Helden. Im April 2016 erzielte er 5 Treffer in einer Partie gegen Panthrakikos!

 

Völlig überraschend wechselte er im Sommer 2017 zu den Geldtöpfen der Scheichs aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und unterschrieb bei Al-Ain FC. Auch hier mit 25 Treffern sofort wieder Torschützenkönig. Gewann im ersten Jahr das Double aus Meisterschaft (UAE Arabian Gulf League) und Pokal (UAE President’s Cup). Ende 2018 stand er im Finale der Club-WM gegen Real Madrid.

 

Im Sommer 2019 beendete er sein Wüstenabenteuer. Er wirkte für die Araber in 40 UAE Gulf League-Partien mit, in denen er unglaubliche 35 Tore erzielte.16 mal war er in der AFC Champions League unterwegs (9 Treffer) und in der FIFA-Club-WM traf er in 4 Spielen 2 mal. Er unterschrieb dann beim russischen Erstligisten FK Krasnodar, östlich der Halbinsel Krim.

 

Auch hier sehr erfolgreich. In 2 Jahren 44 Partien mit 18 Treffern in der Premier Liga und 2 Einsätze im russischen Pokal. 5 Spiele und 2 Tore in der Europa League. Je 6 mal in der Champions League (2 Treffer), u. a. gegen den FC Chelsea, und der vorausgegangen Quali dabei. Aber im Sommer 2021 kehrte er nach Schweden zu IFK Göteborg, dort wo alles begann, zurück.

 

Führte sein Team 65 mal in der Liga als Kapitän aufs Feld und erzielte nochmals stolze 30 Treffer. Im schwedischen Pokal traf er in 4 Partien 1 mal. Wegen anhaltender Rückenproblemen gab er sehr emotional im September 2023 mit 37 Jahren sein sofortiges Karriereende bekannt. "Ich empfinde eine enorme Dankbarkeit für alles, was ich in diesem Verein erleben durfte. Es ist für mich sehr emotional, ich hatte viele Gedanken, die in den letzten Tagen verarbeitet wurden. Der Verein bedeutet mir so viel und hat in meiner Fußballkarriere immer viel bedeutet. Deshalb war es selbstverständlich, nach Hause zurückzukehren, und deshalb ist es so schwer, wenn es zu Ende ist."

 

BL-Saison Sp To
2009/2010
2011/2012
2012/2013
30
13
11
4
1
0
Europa Sp To
2009/2010-el 13 6
DFB-Pokal Sp To
2009/2010
2011/2012
2012/2013
1
1
1
0
1
1

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Besart Berisha (29.07.1985)

Der junge Kosovo-Albaner kam zur Saison 2004/2005 von der Jugend von Tennis Borussia als Torschützenkönig der A-Jugend an die Alster. Er durfte aber kein Spiel (auch nicht in der Regionalliga) für den HSV bestreiten, da er keine Aufenthaltsgenehmigung bekam. Er kam zwar 1992 mit seinen Eltern während der Kriegswirren nach Deutschland, allerdings illegal. Mit 19 besuchte er sein Heimatland zum ersten Mal. Seitdem gab es nur Schwierigkeiten mit der Bürokratie. Um Spielpraxis zu sammeln, wurde er im Januar 2005 nach Dänemark für ein halbes Jahr an Aalborg BK (wo er nur 3 mal eingesetzt wurde) und in der neuen Saison an AC Horsens (31 Spiele, 11 Tore) ausgeliehen.

 

Seit Sommer 2006 konnte er endlich auch bei den Profis angreifen. "Er war wie ein wilder Stier, angriffslustig, mitunter ungestüm, der immer alles gab." Spielte aber trotzdem meistens nur bei den Amateuren, bei den Profis nur Ergänzungsspieler. Zur Saison 2007/2008 wechselte er zum englischen Zweitligisten FC Burnley, nach langen Verletzungspause (Kreuzbandriss) an Rosenborg BK (8 Partien, 3 Tore) und im Januar 2009 erneut zum AC Horsens ausgeliehen, wo er nochmals 4 Tore in 13 Einsätzen erzielte.

 

Zwischenzeitlich albanischer Nationalspieler. 17 Spiele und 1 Tor bis Oktober 2009. Seit dem Sommer 2009 war er wieder in Deutschland, er unterschrieb einen Vertrag beim Absteiger Arminia Bielefeld. In 2 Jahren 28 Spiele und 2 Tore. Nach deren Durchreichen in die Dritte Liga im August 2011 nach Australien zu Brisbane Roar.

 

Dort fand er anscheinend sein Glück. Er war anerkannt, erzielte Tore am laufenden Band und wurde auf Anhieb Torschützenkönig und durch sein Elfmetertor Meister in Australien. Erzielte in einem Spiel 4 Treffer, darunter ein lupenreiner Hattrick. Nach tollen 41 Treffern in 65 Spielen im Januar 2014 innerhalb des Landes zu Melbourne Victory, mit denen er umgehend australischer Meister wurde und großen Anteil am Erfolg hatte. 2 Jahre später Vizemeister. In 4 1/2 Jahren stolze 68 Tore in 110 A-League-Begegnungen und 11 Partien mit 6 Treffern in der AFC Champions League.

 

Im Juli 2018 Wechsel in die J1 League zum japanischen Vize-Meister Sanfrecce Hiroshima. Kam hier aber nur in 6 Kurz-Begegnungen in der ersten Saisonhälfte zum Einsatz (plus 2 mal im Pokal) und wurde in der Rückrunde nicht mehr berücksichtigt. Im August 2019 dann die Trennung. Einen Monat später unterschrieb er in seiner australischen Wahlheimat in Melbourne beim eben in die A-League aufgestiegenen Western Union FC.

 

Erzielte hier in 50 Ligaspielen weitere 26 Treffer. Erreichte in Australien Kultstatus.Sagenhafte132 Treffern in 219 Partien, damit mit weitem Abstand Rekordtorschütze, 4 mal Meister. Doch im September 2021 kehrte er als Legende in seine kosovarische Heimat zum FC Prishtina zurück, wo er nach 2 Einsätzen seine Karriere im Dezember beendete.

 

Stieg im sommer 2023 als Co-Trainer bei Proshtina ein.

 

Im Herbst 2016 verkündete er, zukünftig für das neu geschaffene Nationalteam des Kosovo aufzulaufen und nicht mehr für Albanien. Hatte hier im März 2017 bei der Niederlage im WM-Qualifikationsspiel gegen Island seinen ersten (und einzigen) Auftritt.

 

BL-Saison Sp To
2004/2005
2005/2006
2006/2007
0
0
12
0
0
1
Europa Sp To
2006/2007-cl 2 1
Liga-Pokal Sp To
2006/2007-li 1 0

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Horst Bertl (24.03.1947 - + 06.02.2022)

Der Bremerhavener begann 1964 in der damals zweitklassigen) Regionalliga Nord bei Bremerhaven 93 (75 Spiele, 16 Tore) und verdiente sich die ersten Sporen in der Bundesliga ab 1970 bei Hannover 96 und erreichte in 2 Jahren 60 Spiele (13 Tore). Im Pokal brachte er es auf 6 Einsätze und 4 Tore. Kam gemeinsam mit seinem Kumpel aus Bremerhaven Willi Reimann zu den Niedersachsen. Dann ab 1972 zur eben in die Regionalliga West abgestiegenen Borussia Dortmund. Erzielte in 2 Jahren 22 Tore in 59 Spielen. 1 mal war er im Pokal dabei und machte 4 Spiele (2 Tore im Ligapokal. Dortmund wechselte 1974 in die neugeschaffene Zweite Liga Nord 1974, Horst aber zog es zum HSV.

 

Hier heuerte gleichzeitig auch Kumpel Willi Reimann an. Spielte hier mit Hochkarätern wie Kargus, Kaltz, Magath, Keegan oder Volkert. Als sich Magath im Herbst 1978 verletzte, ergriff Bertl dfie Chance und schwang sich zum Regiseur auf.. Zwischen 1974 und 1979 bestritt er 114 BL Spiele für den HSV und erzielte dabei 25 Tore. Im DFB-Pokal war er 11 mal dabei (3 Tore). Auf 17 Begegnungen mit 7 Toren brachte er es im UEFA-Pokal und 4 mal lief er im Intertotocup auf. Zu den Highlights gehören die 7 Einsätze im Europapokal der Pokalsieger und die beiden Partien im europäischen Supercup gegen den FC Liverpool.

 

Deutscher Meister 1979 und DFB-Pokalsieger 1976 gegen Kaiserslautern, Gewinn des Europapokal der Pokalsieger 1977 gegen den RSC Anderlecht, Finalist im Europäischer Supercup 1977 gegen den FC Liverpool. Deutscher Vizemeister 1976 und Pokalfinalist 1974 (gegen Eintracht Frankfurt).

 

Da er keinen neuen Vertrag erhielt (worüber er sich sehr enttäuscht zeigte), verabschiedetes sich Horst 1979 nach dem Gewinn der Meisterschaft und ging in die USA (die Heimat seiner Frau) und ließ seine Karriere bei den Houston Hurricanes und Memphis Americans in der North American Soccer League ausklingen. Bei letzterem Verein fungierte er zwei weitere Jahre als Spielertrainer. Er heiratete eine US-Amerikanerin, ließ sich in Dallas nieder, hatte einen amerikanischen Pass und war beruflich zunächst beim US-Fußballverband als Trainerausbilder im Nachwuchs- und Herrenbereich tätig.

 

War als Trainer u.a. beim "Comets Soccer-Club, Dallas" (einem reinen Verein für Jugendliche), wo er sogar "Chef wurde tätig, der Club schloss sich 2012 dem FC Dallas an. Ferner im "Jesuit College", bei den Dallas Rockets oder im Trainerstab der "United States Soccer Federation." Gab den HSV als Mitarbeiter einer Sportagentur wertvolle Tipps für die Verpflichtung von US-Amerikanern wie Paul Caligiuri oder Kai Steffen.

 

Am 6. Februar 2022 verstarb Horst in den Vereinigten Staaten kurz vor seinem 75. Geburtstag im Kreise seiner Familie nach langer Krankheit. Er hatte CTE, das ist eine progressive degenerative Erkrankung des Gehirns, die nach vielen kleinen Gehirnerschütterungen (z. B. Kopfbälle!) auftreten kann.

 

BL-Saison Sp To
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
1978/1979
28
26
16
20
24
8
3
2
7
5
Europa Sp To
1974/1975-ue
1975/1976-ue
1976/1977-po
1977/1978-to
1977/1978-su
1977/1978-po
8
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4
2
1
4
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0
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1977/1978
1978/1979
1
2
5
2
1
0
1
2
0
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Sören Bertram (05.06.1991)

Der blonde Mittelfeldmann aus Uelzen kam 2005 vom Stadtrivalen St- Pauli zur Jugend des HSV. Zu den Paulianern war er 2002 von seinem Heimatverein Teutonia Uelzen gekommen. 2008 erhielt er die "Fritz-Walter-Medaille" als Jahrgangsbester und war dann Kapitän der U 19 des HSV. Sein Trainer Rodolfo Cardoso schwärmte von seinem "wahnsinnigen linken Fuß" und meinte: "Wir werden noch viel Gutes von Sören hören."

 

Im Europa-League-Spiel gegen Rapid Wien (02.12.2009) gab er ein 4minütiges Debüt bei den Profis und bekam dann zwei Wochen danach einen Profivertrag. Er spielte in der Saison überwiegend bei der Zweiten in der Regionalliga Nord, kam in der Rückrunde aber auch noch zu zwei Kurzeinsätzen (Mainz, Hoffenheim) in der Bundesliga. Rückwirkend meinte er selbstkritisch "Vielleicht habe ich es damals noch zu locker gesehen. Ich habe ein bisschen Dienst nach Vorschrift gemacht."

 

Um Spielpraxis zu sammeln, wurde er im August 2010 an den Zweitligisten FC Augsburg ausgeliehen (17 Einsätze, 1 Tor). Stieg dort gleich im ersten Jahr in die erste Bundesliga auf. Kehrte aber nach Hamburg zurück, nahm einen neuen Anlauf. Aber wieder nur Einsätze bei den Amateuren, hier aber Stammspieler. Insgesamt 41 Spiele und 8 Tore für die "Zweite."

 

Im Sommer 2012 wechselte er frustriert zum Zweitligisten VfL Bochum, wurde aber auch hier anfangs nur in der Zweiten in der Regionalliga eingesetzt (13 mal, dabei 3 Tore). Insgesamt nur 3 Partien für die Profis. Deshalb im Sommer 2013 für ein Jahr an den Drittligisten Hallescher FC ausgeliehen. Glänzte da als Vorlagengeber und Torschütze. Im folgendem Jahr fest verpflichtet. Wurde durch Verletzungen (u. a. Bruch von Elle und Speiche) oft gehandicapt. Beim Trainingslager im Sommer 2015 brach er sich die Elle erneut. Im April 2016 dann die nächste Hiobsbotschaft: Kreuzbandriss mit Knorpelschaden im linken Knie, ein halbes Jahr Pause.

 

Wollte wieder höherklassig spielen, weshalb er Halle nach 96 Partien in der Dritten Liga (22 Tore) und einem Einsatz im Pokal nach 3 Jahren verließ. Der Zweitligaaufsteiger Erzgebirge Aue verpflichtete ihn trotz der schweren Verletzung im Sommer 2016. Konnte wegen dem Kreuzbandriss erst wieder im März 2017 ins Geschehen eingreifen. Im Herbst durch Nasenbeinbruch erneute Pause.

 

Durch einen Sehnenriss im Februar 2018 konnte der Pechvogel erst am 31. Spieltag in den Abstiegskampf eingreifen. Konnte in den beiden Jahren lediglich 31 mal aufs Feld und traf 4 mal. Aber beim Rückspiel der Relegation am 22. Mai 2018 schlug seine Stunde, wurde er zum Helden im Erzgebirge. Er verhinderte mit seinen 3 Treffern gegen den Karlsruher SC im Alleingang den Abstieg.

 

Doch am Ende der folgenden Hinrunde wurde er kaum noch berücksichtigt. Deshalb wechselte er nach weiteren 17 Begegnungen mit 1 Tor (plus Pokal-Einsatz) in der Winterpause enttäuscht zum Ligakonkurrenten Darmstadt 98, wo er mit Florian Stritzel auf einen HSV-Bekannten stieß. Wurde bei den Hessen aber lediglich 9 mal eingesetzt (1 Tor).

 

Wechselte deshalb im Sommer 2019 in die Dritte Liga zum Absteiger 1. FC Magdeburg, was ihm wütende Proteste von Anhängern vom Hallescher FC einbrachte, dem lokalen Rivalen der Magdeburger. War eine große Stütze und war in den ersten 34 Partien immer dabei (10 Tore). Die letzten 4 Begegnungen verpasste er wegen eines Bruchs des Schlüsselbein. In der neuen Saison plötzlich nur noch Ersatzspieler. In den ersten 7 Partien nur 5mal berücksichtigt (dabei teilweise sehr kurz).

 

Da Magdeburg sehr schwach in die Liga startete und Sören als Kritiker des Trainers Hoßbach galt, wurde er (zusammen mit Klaus Gjasula) im Oktober 2020 suspendiert und auf unbestimmte Zeit freigestellt. Beide wurden Anfang November begnadigt. Beim neuen Trainer Titz in allen Begegnungen dabei. Machte in 2 Jahren 65 Drittliga-Spiele (14 Tore und 2 Pokalpartien. Im Sommer 2021 zum eben in die dritte Liga abgestiegenen VfL Osnabrück.

 

Wurde dann vom Pech verfolgt. Anfangs fast immer dabei. Zog sich dann im März 2022 einen Meniskusriss zu. In der Folgesaison erst wegen Trainingsrückstand nicht berücksichtigt. Im September 2022 dann die niederschmetternde Diagnose Schien- und Wadenbeinbruch (im Training zugezogen), was sein Aus bedeutete. Machte kein Spiel mehr. sein auslaufender Vertrag wurde im Sommer 2023 nicht verlängert. So blieb es bei 24 Einsätzen und 2 Toren in der Dritten Liga und 1 Einsatz im DFB-Pokal. Unterstütze danach seinen Heimatverein Teutonia Uelzen im Bereich "Sponsoring und  allgemeine Beratung."

 

Auch das DFB-Trikot streifte er sich öfters über. Für die U18-Nationalelf machte er 15 Spiele, in der U 19 kam er sechsmal zum Einsatz (1 Tor) und für die U20 bestritt er ebenfalls 6 Begegnungen (1 Tor). Wie viele andere Jugendliche beim HSV besuchte auch er das Heidberg-Gymnasium.

 

In "dfb.de" steht, dass er "...einmal zu den vielversprechendsten Talenten Deutschlands zählte", oder wie sie titulierte "Der Unvollendete"

 

BL-Saison Sp To
2009/2010
2011/2012
2
0
0
0
Europa Sp To
2009/2010-el 1 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Muhamed Besic (10.09.1992)

Auch dieses Supertalent holte der HSV in Berlin. Fußballexperten hielten ihn für das größte Abwehrtalent der Bundesliga. Der in Berlin geborene bosnische Rechtsverteidiger begann bei den Jugendabteilungen von SpVgg Tiergarten, Reinickendorfer Füchse und Tennis Borussia, bevor er im Sommer 2009 zur U19 des HSV stieß. War dort sofort Stammspieler, glänzte mit exzellenten Leistungen. Kein Wunder, dass der zu diesem Zeitpunkt erst 17jährige im Sommer 2010 einen Profivertrag bekam. Feierte am 12.11. bei der 2:0-Klatsche in Dortmund sein Debüt bei den Profis, als er in der 80. Minute für Demel eingewechselt wurde. Gegen Hannover spielte er dann durch, bot eine routinierte, souveräne Leistung, machte nur einen Fehler, der aber zu einem Tor führte.

 

Armin Veh schwärmte von ihm: "Es hat schon was, wie er mit dem Ball nach vorne spielt. Im Spielaufbau ist er schon jetzt überragend." Anderen imponierte sein "unheimlich gutes Auge." Ansonsten in der zweiten Mannschaft eine Säule der Abwehr. Wurde hier in 38 Begegnungen eingesetzt. Galt aber als "schwer erziehbar." Den letzten Kredit verspielte er, als er wegen Disziplinlosigkeit von Trainer Fink beim Training aus der Kabine geworfen wurde.

 

Er machte dann zwar noch die Vorbereitung mit, ein anvisierter Wechsel zu Dynamo Dresden zerschlug sich. Aber im August 2012 "flüchtete" er nach Ungarn zu Ferencvaros Budapest, wo als Trainer der Ex-HSV-Trainerassistent Ricardo Moniz arbeitete. Zu Beginn der Saison 2014/2015 verließ Besic die Ungarn nach 47 Ligaspielen mit 1 Tor, die inzwischen von Thomas Doll gecoacht wurden und wechselte in die Premier League zum FC Everton (einem Vorort von Liverpool). Da der HSV noch eine 20-Prozent-Beteiligung am Weiterverkauf besaß, spülte dies eine Million in die klammen Kassen.

 

Bei den Engländern zog er sich im August 2016 eine Kreuzbandverletzung zu, die ihn über 1/2 Jahr außer Gefecht setzte. Auch dann immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen, so dass er am Schluss fast nicht mehr berücksichtigt wurde. Fiel u.a. die gesamte Spielzeit 2016/2017 aus. 37 Einsätze in der Premier League, 4 im League Cup und 6 im FA-Cup. In der Europa League (u. a. gegen den VfL Wolfsburg) wurde er 10 mal berücksichtigt. In allen Begegnungen gelang ihm kein Treffer.

 

Anfang 2018 wurde er zum eben abgestiegenen Zweitligisten FC Middlesbrough verliehen. Erzielte in 15 Ligapartien 1 Treffer und war in den beiden verlorenen Playoffs gegen Aston Villa dabei. Im Juni 2018 kurz in Everton zurück, um 2 Monate später erneut an Middlesbrough verliehen zu werden. Hier weitere 37 Ligaspiele (2 Tore) und 2 Einsätze im EFL-Cup. Meldete sich nach dem Saisonende Ende Mai 2019 wieder in Everton, wo man ihm mitteilte, dass man nicht mehr mit ihm plante. Im August erneut verliehen, diesmal zum Aufsteiger Sheffield United.

 

9 Einsätze in der Premier League und je 2 in FA- und EFL-Cup, man erreichte Platz 9. Im Mai wieder zurück in Everton, wo man weiter keine Verwendung mit ihm hatte Er wurde zur U23 abkommandiert. Im Juni 2021 verließ er die Insel und wechselte wieder zum ungarischen Serienmeister Ferencvaros Budapest, wo er schon von 2012 bis 2014 unter Vertrag war und wo Peter Stöger Trainer war.

 

Nach Startschwierigkeiten biss er sich hier fest, wurde zu einer konstanten Größe, war zwischenzeitlich auch Ersatz-Kapitän. Errang mit dem Team erneut die Meisterschaft und holte zusätzlich den ungarischen Pokal, obwohl Stöger im Dezember 2021 entlassen wurde. Spielte daraufhin in der Europa League. Auch in seinem zweiten Jahr holt er den Meistertitel. Ein im Februar 2023 erlittener Kreuzbandriss im Spiel gegen Kisvarda setzte ihn bis zum Spätherbst außer Gefecht.

 

Nachdem er 10mal für die bosnische U21 spielte, durfte er anschließend auch in der Nationalelf Bosniens auflaufen (47 mal bis Januar 2023). Machte alle drei Spiele bei der WM 2014 mit. Erhielt im September 2015 gegen Andorra im EM-Qualifikationsspiel die Rote Karte, nachdem er mit einem Kaugummi nach seinem Gegenspieler warf (der ihn gefoult hatte).

 

Im August 2017 wurde sein Vater in Bosnien niedergeschossen (Bein und Hand).

 

BL-Saison Sp To
2010/2011
2011/2012
3
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Marinus Bester (16.01.1969)

"Ein Leben für den HSV!" Selten hat dieser Spruch besser gepasst. Der schlaksige Mittelstürmer begann bei TSF Hittfeld und wurde vom damaligen Trainer des FC Süderelbe, Bernd Enge, entdeckt. Schon als Kind war der HSV sein "Herzensclub. Da sich dort aber niemand bei Marinus meldete, wechselte er 1990 als Vertrags- Amateur zu Werder Bremen (4 Spiele und 2 Spiele/1 Tor im Pokal der Pokalsieger). In der Oberliga Nord kam er für die Amateure auf 29 Spiele und 20 Tore und im DFB-Pokal auf 2 Spiele und 2 Tore.

 

"Marine" ging dann als Profi auf Leihbasis in der Saison 1992/1993 zum HSV, der allerdings nach der Hochzeit mit Trainer Ernst Happel zwischenzeitlich zur grauen Maus geschrumpft war. 17 Begegnungen und 3 Tore in BL und 2 Spiele mit 2 Toren gegen den Karlsruher SC im DFB-Pokal.

 

Im Juli 1993 ein Abstecher bei Schalke 04 mit lediglich 5 Spielen in der BL und 1 Spiel im Pokal, dann im Winter wieder zurück zu Werder Bremen (diesmal 11 Spiele und je 1 Einsatz im DFB-Pokal und Pokal der Pokalsieger). Anschließend ab 1995 beim SC Concordia in der Regionalliga (31 Spiele, 7 Tore). Dann zum VfL 93 Hamburg in die Oberliga, mit dem er 1997 in der Regionalliga aufstieg (dort 20 Tore in 33 Partien. 1998/1999 Wechsel zum Regionalliga-Aufsteiger Lüneburger SK. Hier waren es in 2 Jahren 63 Einsätze und 43 Tore.

 

Kam zur Saison 2000/2001 zurück nach Hamburg. Sicherte dem HSV in der Schlussminute des Spiels gegen Hansa Rostock in der Saison 2000/2001 den Klassenerhalt. Machte nochmals 15 Spiele und 2 Tore in der BL sowie 2 Spiele in der Champions League und 3 Partien im DFB-Pokal (1 Tor) und wurde 1 mal im Ligapokal eingesetzt. Beendete Anfang 2002 seine Profi-Karriere (insgesamt 52 BL-Spiele und 5 Tore). Spielte noch ein Jahr in der Regionalliga für den HSV. In den drei Jahren erzielte er 59 Treffer in 80 Begegnungen. Hängte noch 3 Jahre bei TSV Eintracht Hittfeld an.

 

Obwohl er kaum eingesetzt wurde, gewann er trotzdem mit Bremen 1992 den Europapokal der Pokalsieger (gegen AS Monaco) und wurde sowohl 1991 (gegen den 1. FC Köln) wie 1994 DFB-Pokalsieger (gegen RW Essen).

 

Nebenbei arbeitete er schon als Pressesprecher des HSV, bevor er 2005 zum Teammanager befördert wurde. Journalistische Erfahrung sammelte er zuvor bei "tm3" und "Premiere." In seiner Freizeit fungierte er viele Jahre als Trainer der B2 und Jugend der SG Scharmbeck-Pattensen. Vom Sommer 2013 bis Mai 2015 dort für die "Erste" verantwortlich. Seit dem November 2013 zusätzlich Abteilungsleiter des Kreisligisten TSV Eintracht Hittfeld. Hier kickt er auch bei den "Alten Herren." Coachte von Oktober 2015 bis Ende 2017 den Bezirksligisten VfL Maschen.

 

Beim HSV erhielt er im September 2015 den Posten eines "Talentbegleiters" (sollte Nachwuchsspieler auf dem Weg in das Profiteam intensiv fördern und begleiten). Auch für ihn selbst überraschend, holte ihn Christian Titz im Sommer 2018 als Co-Trainer in das neu formierte, eben abgestiegene Team. "Marines" Aufgabe bestand auch hier in erster Linie daraus, die vielen in den Kader geholten blutjungen Spieler zu integrieren.

 

Völlig überraschend verließ er im Januar 2019 nach über 20 Jahren seinen "Herzensverein", da er "unbedingt noch einmal etwas Neues ausprobieren" wollte. Er coachte anschließend ab dem Sommer den TSV Buchholz 08 aus der Oberliga Hamburg. Doch schon nach 15 Begegnungen wurde das Engagement im November jäh beendet. Wegen fehlendem Erfolg trennte man sich im "gegenseitigen Einverständnis". Marinus kümmerte sich anschließend gemeinsam mit seinem Sohn Sebastian um seine neugegründete Firma "Bester Sports Hamburg GmbH" (Beratung von Talenten und Veranstaltung von Events) in Seevetal.

 

Im Sommer 2021 schlug seine Ankündigung, sich als Gegenkandidat zu Marcell Jansen als Präsident zu bewerben, hohe Wellen. Er wurde gemeinsam mit seinem Team vom Beirat nicht zur Wahl zugelassen. Im Sommer 2023 kehrte er wieder zur SG Scharmbeck-Pattensen (Bezirksliga Lüneburg 2) zurück, wo er schon vor über 10 Jahren Herren- und Jugendteams gecoacht hatte.

 

Er genießt im Volksparkstadion Kultstatus, da er während seiner Lüneburger Zeit bei einem Tor gegen die St. Pauli-Amateure sein Trikot hochhob. Darunter kam ein HSV-Shirt zum Vorschein! Er war daraufhin von sogenannten Anhängern des Kiezvereins tätlich angegriffen worden.

 

BL-Saison Sp To
1992/1993
2000/2001
2001/2002
17
11
4
3
2
0
Europa Sp To
2000/2001-cl 2 0
DFB-Pokal Sp To
1992/1993
2000/2001
2001/2002
2
1
2
2
0
1
Liga-Pokal Sp To
2000/2001-li 1 0

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Jordan Beyer (19.05.2000)

Seine Laufbahn begann in seiner Heimatstadt Kempen beim SV Thomasstadt, bevor er 2015 über den Umweg Fortuna Düsseldorf zur Jugendabteilung von Borussia Mönchengladbach stieß. Eigentlich lautet sein Rufname Louis. Da es aber hier schon einen „Louis“ gab, wurde er „Jordan“ gerufen.

 

Bei den Fohlen erspielte er sich rasch die Stammposition auf der rechten Außenverteidigerposition. Ab 2017 kickte er für die U19 in der A-Junioren Bundesliga West (insgesamt 24 Partien, 2 Tore). Sein Können beeindruckte Trainer Hecking, der ihn 2018 zu den Profis hochzog. Das Talent stand in den ersten beiden Pflichtspielen, dem Pokalsieg beim BSC Hastedt und dem Bundesligaauftaktsieg gegen Bayer Leverkusen, die volle Distanz auf dem Platz. Er überzeugte Hecking, der ihn in weiteren 8 Bundesligabegegnungen einsetzte (dabei 6 mal über 90 Minuten).

 

Doch als zu Beginn der Saison 2019/2020 Marco Rose den Trainerstab übernahm, kam Jordan in der Hinrunde nur noch zu 3 Kurzeinsätzen (109 Minuten). Hinzu kamen in 1 ½ Jahren 7 Begegnungen bei der Zweitvertretung in der Regionalliga sowie ein weiterer Pokaleinsatz (gegen Dortmund). Da er nur noch mit wenig Einsatzzeiten rechnen konnte, war er enttäuscht und dachte laut über eine Ausleihe nach. Gladbachs Sportdirektor Eberl gab erst nach zähen Verhandlungen, und vor allem, da sich Hecking sehr für seinen Schützling einsetzte, nach und ließ Jordan im Januar 2020 für den Rest der Saison zum HSV ziehen.

 

Dem HSV waren im Herbst 2019 innerhalb kurzer Zeit die beiden etatmäßigen Außenverteidiger Gyamerah und Vagnoman durch Fuß- bzw. Wadenbeinbruch ausgefallen und es stand mit dem gelernten Außenstürmer nur noch ein Spieler zur Verfügung. Beyer, der auch in der Innenverteidigung oder auch auf der linken Außenbahn spielen konnte, sollte das Loch stopfen.

 

Eberl sagte zum Leihgeschäft: „Jordan ist ein Junge aus unserem eigenen Nachwuchs, den wir mittelfristig als festen Bestandteil unserer Bundesliga-Mannschaft sehen. Trotzdem haben wir gemeinsam entschieden, ihn für die nächsten Monate an den HSV auszuleihen, damit er dort Spielpraxis sammeln kann. Bei Dieter Hecking ist er in guten Händen“. Bot in 11 Begegnungen einen soliden Part, der HSV hätte sich ein wenig mehr erwartet. Nachdem wieder der Aufstieg an den letzten Spieltagen vergeigt wurde, im Sommer 2020 nach Gladbach zurück.

 

In der ersten Spielzeit unter Marco Rose nur unter "ferner liefen" (4 BL-Spiele), musste 6 mal beim Regionalliga-Team ran. Zusätzlich fiel er anfangs 8 Wochen wegen einer Corona-Erkrankung aus. Spielte sich in der Saison 2021/2022 unter dem neuen Coach Adi Hütter in die erweiterte Stammelf. Doch wegen einer Muskelverletzung und folgenden Knieproblemen musste er ein weiteres Vierteljahr passen. Er war aber in 17 Partien dabei und kam 1 mal im DFB-Pokal zum Einsatz.

 

Aber im Sommer 2022 kam mit Daniel Farke erneut ein neuer Übungsleiter. Da Jordan seine Einsatz-Chancen schwinden sah, ließ er sich Ende August zum englischen Premier League-Absteiger FC Burnley (Trainer war Vincent Kompany) verleihen. Und hier wuchs er zum absoluten Leistungsträger, stand fast immer über die gesamte Zeit auf dem Feld. 30 Einsätze (1 Tor) in der Championship und 5 Partien in FA- und EFL-Cup.  Bekam wegen seiner technischen Fähigkeiten den Spitznamen „BeckenBeyer”.

 

Burnley wurde souverän Meister, kehrte wieder in die Premier League zurück und verpflichtete Beyer im Sommer 2023 für 15 Millionen fest.

 

Nach 16 Einsätzen in den deutschen Nachwuchsteam von der U16 bis zur U19 bekam er im Herbst 2019 auch eine 1 Berufung in die deutsche U20 und anschließend (Stand Januar 2023) 5 in die U21.

 

2. Liga Sp To
2019/2020 11 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Siegfried Beyer (18.07.1943)

Spielte seit seiner Jugend bei Phönix Lübeck. Stieg 1967 als Meister von der . Amateurliga Schleswig-Holstein in die (damals) zweitklassige Regionalliga Nord auf. Erzielte hier in 2 Jahren 21 Tore in 57 Spielen. Wechselte 1969 gemeinsam mit Peter Nogly  zum HSV und kam 33 Mal zwischen 1969 und 1971 zum Einsatz, wobei er sich dreimal in die Torschützenliste eintrug. Im DFB-Pokal machte er 3 Spiele und im Intertoto-Cup 5 Partie (4 Tore) u. a. gegen RSC Anderlecht. Man wurde auf ihn aufmerksam. Auch Bayern München buhlte - vergeblich - um den Stürmer.

 

Beyer spielte ab 1971 noch 2 Jahre beim FC St. Pauli am Millerntor. Wurde 2 mal Meister der Regionalliga Nord, stieg aber nie auf. Kam nur noch zu 36 Spielen und 6 Toren in der Liga und 8 Einsätzen (2 Treffer) in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Im Ligapokal 1972 wurde er 3 mal berufen (1 Tor), darunter auch gegen den HSV. Hatte dauernd Probleme mit den Trainern Preuß und Mühlhausen.

 

Er wollte dann "künftig in einer Hamburger Landesligamannschaft spielen, da entfallen die zeitraubenden Reisen und Vorbereitungen." Er schloss sich dem SV St. Georg in der Landesliga Hamburg an.. Was er anschließend machte, konnte (noch) nicht eruiert werden.

  

Noch zu den Zeiten bei St. Pauli bekam er eine Stellung bei einer großen Versicherungsgesellschaft, die er später als Gruppenleiter lange Zeit führte.

 

BL-Saison Sp To
1969/1970
1970/1971
20
13
1
2
Europa Sp To
1970/1971-to 5 4
DFB-Pokal Sp To
1969/1970
1970/1971
1
2
0
0

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Oliver Bierhoff (01.05.1968)

Von dem gebürtigen Karlsruher (allerdings aufgewachsen in Düren) und früheren Stürmer von Essener SG 99/2006, SW Essen und ab 1985 Bayer Uerdingen (31 BL-Spiele, 4 Tore, dazu 4 mal Pokal und 4 mal UEFA-Cup, u. a. gegen Barcelona) versprach sich Trainer Willi Reimann eine ganze Menge. 34 Mal kam er zwischen 1988 und 1990 zum Einsatz, konnte aber nicht überzeugen. Wurde deshalb im Januar 1990 zu Borussia Mönchengladbach ausgeliehen, wo er nur 8 mal spielte.

 

Wechselte im Sommer 1990 darauf nach Österreich (Austria Salzburg), wo er gleich Torschützenkönig der österreichischen Liga wurde und in 33 Spielen 23 Treffer erzielte. 1 Jahr später schließlich nach Italien zu Ascoli Calcio in die "Serie B", stieg dort gleich auf und wechselte 1995 zu Udinese Calcio. Dort wurde er in der Saison 1997/1998 mit 27 Treffern Torschützenkönig, brachte es in 86 Spielen auf 57 Tore (plus 4 Spiele und 2 Tore im UEFA-Cup). Postwendend dann 1998 in Deutschland "Spieler des Jahres."

 

Ab dem Sommer 1998 für 3 Jahre zum AC Mailand. Feierte hier 1999 die Meisterschaft in Italien. 91 Einsätze und 37 Tore in der "Serie A" und 16 Spiele mit 4 Toren in der Champions League. Ließ seine Karriere nach einem einjährigem Abstecher zum AS Monaco (18 Partien, 4 Tore) 2003 in Italien bei Chievo Verona (26 Spiele, 2 Tore und je 2 Spiele im Pokal und UEFA-Cup) ausklingen. Bilanz: Bundesliga: 73 Spiele, 10 Tore und Ausland (Italien/ Frankreich/ Österreich: 370 Spiele, 178 Tore).

 

Schoss die deutsche Nationalmannschaft 1996 mit seinem "Golden Goal" im EM-Endspiel gegen Tschechien zum Titel. Nahm auch 2002 an der WM in Japan/ Südkorea teil und wurde Vizeweltmeister. Stürmte zuerst an der Seite von Jürgen Klinsmann, später gemeinsam mit Miro Klose (Bilanz Nationalelf: 70 Spiele, 37 Tore).

 

Der ehemalige Chorknabe mit den feinen Manieren, gebildet und immer höflich, schloss per Fernstudium ein wirtschaftswissenschaftliches Studium als Diplom-Kaufmann ab. Zwischendurch "Welt"-Kolumnist und Co-Kommentator bei Sat 1 (für Champions League). Seit 2004 an der Seite von zuerst Jürgen Klinsmann und dann Joachim Löw Team-Manager der Deutschen Fußball-Nationalelf. Größter Erfolg: Platz 3 bei der WM 2006 im eigenen Land, Platz 2 bei der EM 2008 in Österreich/Schweiz, Platz 3 bei der WM 2010 in Südafrika und Halbfinalist bei der EM 2012 in Polen und Ukraine, Confederations-Cup-Sieger 2017. Und natürlich: WELTMEISTER 2014!

 

Nach den destrastösen Endrunden der DFB-Elf bei der EM 2020, der WM 2018 in Russland und vor allem der unsinnigen Winter-WM 2022 in Katar mit vielen unschönen Begleiterscheinungen kam er einem Rauswurf zuvor und löste im Dezember 2022 nach über 18 Jahren beim DFB seinen Vertrag auf.

 

Im Oktober 2023 versuchte er sich in einer anderen Sportart. Er wurde Berater beim amerikanischen Football-Team New England Patriots.

 

BL-Saison Sp To
1988/1989
1989/1990
24
10
6
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
1988/1989
1989/1990
3
1
1
0

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Filip Bilbija (24.04.2000)

Nach den Abgängen von Alidou und Kittel und den langwierigen Verletzungen von Jatta und Suhonen war der HSV auf der Suche nach offensiven Spielern auf der Außenbahn. Vorstand Jonas Boldt wurde beim eben in die Dritte Liga abgestiegenen Beiersdorf-Club FC Ingolstadt fündig und verpflichtete ablösefrei den 1,89 m großen Berliner. Filip begann beim Berliner SC, anschließend in seiner Heimat bei Tennis Borussia und war dann ab 2016 für 2 Jahre bei der Jugend von Hertha Zehlendorf, zunächst in der U17 und dann in der U19.

 

2018 folgte der Sprung ins kalte Wasser. Er wechselte zur U19 des FC Ingolstadt in die A-Junioren Bundesliga Süd/Südwest. Schlug prächtig ein und erzielte 6 Treffer in 24 Begegnungen. Deshalb erhielt er in der Folgesaison mit 19 Jahren einen Profivertrag. Im ersten Jahr wurde er bei den eben in die Dritte Liga abgestiegenen Schanzern meistens als Ergänzungsspieler eingesetzt. Wurde auch, um Spielpraxis zu sammeln, 4 mal (2 Tore).zur Zweitvertretung in die Bayernliga abkommandiert. Ingolstadt erreichte den Relegationsplatz gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg, schieiterte aber knapp (wegen der damals noch gültigen Auswärtstorregel).

 

Doch in der Saison 2020/2021 wurde Bilbija endgültig Stammspieler. Es war auch mit sein Verdienst, dass die Schanzer erneut die Relegation schafften, diesmal aber mit dem glücklicheren Ende. Mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:2 im Rückspiel beim VfL Osnabrück avancierte er zum Aufstiegshelden. Aber die Mannschaft tat sich bei ihrem erneuten Intermezzo in der Zweiten Liga von Anfang an schwer, landete abgeschlagen auf dem letzten Platz und stieg postwenden im Sommer 2022 wieder ab. An Filip lag es nicht, er erzielte in 28 Begegnungen 7 Tore. Zuvor gelangen ihm in der Dritten Liga 5 Treffer in 58 Partien. Im Pokal wurde er 4 mal eingesetzt (1 Treffer) und in 4 Relegationsspielen erzielte er den Treffer in Osnabrück.

 

Jonas Boldt lotste ihn dann zur neuen Saison im Sommer 2022 an die Elbe und verkündete: „Filip Bilbija ist ein junger und sehr vielseitiger Offensivspieler, der speziell in der gerade beendeten Saison eine auffällige und gute Entwicklung genommen hat. Diese wollen wir weiter vorantreiben“. Zu mehr als 13 Kurzeinsätzen in der Liga (1 Treffer), 2 Partien im DFB-Pokal und 23 Minuten in der Relegation gegen den VfB Stuttgart waren noch nicht drin. Er wurde fast immer erst in der Schlussphase eingewechselt.

 

Im Sommer 2023 wechselte er zum Ligarivalen SC Paderborn. Kam hier bedeutend besser zurecht. Wenn er nicht verletzt war und keine Sperre absitzen muss stand er jedes Spiel auf dem Platz, meist übrer die volle Distanz.

 

2. Liga Sp To
2022/2023
2023-Rel
13
1
1
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2022/2023 2 0

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Ole Björnmose (07.05.1944 - + 05.09.2006)

Von 1971 bis 1977 gehörte der Däne von Odense BK zur ersten HSV-Garnitur. Zuvor spielte der Dauerläufer schon 5 Jahre bei Werder Bremen, mit denen er 1968 Vizemeister wurde. An der Weser brachte er es auf 137 BL-Spiele mit 21 Toren, 9 Pokalpartien (1 Tor) und 16 Einsätze (4 Tore) im Intertoto-Pokal. Enorm kampfstark und technisch beschlagen avancierte der offensive dänische Nationalspieler (16 Spiele) auf Rechtsaußen in Hamburg zu einem echten Publikums-Liebling. Erzielte in 186 Spielen 31 Tore. Wurde 1976 Vizemeister in der Bundesliga und 1973 Ligapokal-Sieger. Erreichte 1974 das DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt und gewann den Pokal 1976 mit 2:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern (er steuerte einen Treffer dazu bei) und das Halbfinale des UEFA-Cups 1976 gegen den FC Brügge.

 

Größter Erfolg war aber sicherlich der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1977 gegen den RSC Anderlecht (wo er aber fehlte) mit Trainer Kuno Klötzer und Manager Peter Krohn. Insgesamt hat Ole in elf Jahren 323 Spiele in der Bundesliga bestritten (52 Tore). War lange Zeit der Ausländer mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga.

 

Nach der Rückkehr 1977 in seine dänische Heimat spielte Ole bis 1989 noch bei den unterklassigen Fredericia KFUM  Nørre Aaby IK (sein Jugendverein). Beruflich fand er ein Standbein als Elektriker bei der regionalen Stromversorgung in Fredericia. Von seinem Ruhestand Anfang 2006 hatte nicht viel. Denn am 05.09.2006 verstarb er völlig unerwartet im Alter von 62 Jahren.

 

Er war der erste Däne beim HSV, viele Landsleute sollten ihm noch folgen.

 

BL-Saison Sp To
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
33
27
34
30
34
28
9
2
4
6
7
3
Europa Sp To
1971/1972-ue
1974/1975-to
1974/1975-ue
1975/1976-ue
1976/1977-po
2
5
7
9
7
0
1
3
2
1
DFB-Pokal Sp To
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
4
3
6
2
8
2
2
0
1
1
4
0
Liga-Pokal    
1972/1973-li
1976/1977-sc
8
(1)
1
(0)

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Horst Blankenburg (10.07.1947)

Einer der besten Liberos Europas. Erhielt aber keine Berufung in die deutsche Nationalelf, weil ihm Franz Beckenbauer im Weg stand. Aufgewachsen in Heidenheim, Vater war Berliner. Von seinem Jugendverein VfL Heidenheim, mit dem er 1965 württembergischer A-Jugend-Meister wurde, 1967 zum 1.FC Nürnberg (unter Max Merkel). Der "Club" holte zwar die Deutsche Meisterschaft, aber Blankenburg machte kein BL-Spiel. Unter anderem wegen einem dreimonatigen Krankenhausaufenthalt nach einem Unfall. Nur im DFB-Pokal durfte er einmal gegen Bayer Leverkusen mitwirken.

 

"Blänki" wechselte 1968 für ein Jahr zum Wiener SC, wurde Vizemeister, machte 27 Ligaspiele und 2 Begegnungen im Messepokal. 1969 anschließend zu 1860 München. Kam hier auf 31 BL-Spiele (1 Tor), 2 Pokal-Begegnungen und 1 Einsatz im Messepokal (Skeid Oslo). Blieb nach dem Abstieg noch ein halbes Jahr in der Regionalliga (14 Spiele).

 

Doch im Dezember 1970 zu Ajax Amsterdam. Das war zu der Zeit die beste Vereinsmannschaft der Welt. Hier erlebte Blankenburg an der Seite von Johan Cruyff, Johan Neeskens oder Arie Haan seine fußballerisch größte Zeit. Dreimal hintereinander gewann er mit Ajax den Europapokal der Landesmeister (1971, 1972, 1973), wurde 2mal niederländischer Meister (1972, 1973) und zweimal Pokalsieger (1971, 1972), holte 1972 und 1973 die ersten beiden UEFA-Supercups (gegen Glasgow Rangers und AC Mailand) und 1972 den Weltpokal gegen CA Independiente. Seine Bilanz bei den Niederländern: 136 Spiele und 3 Tore in der Eredivisie sowie 33 Einsätze (2 Tore) mit internationaler Beteiligung wie Europapokal. Zählte seinerzeit zu den besten Abwehrspielern der Welt. Sein Kumpel Johann Cruyff wollte ihn sogar einbürgern, damit er für die niederländische Nationalelf spielen könnte.

 

Nach Differenzen mit dem neuen Trainer Hans Kraay wechselte er nach Hamburg. Zwischen 1975 und 1977 bestritt er für den HSV 44 Spiele, gewann hier mit Nogly und Zaczyk 1977 den Europacup der Pokalsieger gegen den RSC Anderlecht, 1976 den DFB-Pokal gegen Kaiserslautern und wurde 1976 Deutscher Vizemeister. Wechselte 1977 für 1 Jahr zu Xamax Neuchâtel (13 Spiele) und ging 1978 über den Teich für zwei Jahre zu den Chicago Stings (spielt hier mit gerissenem Kreuzband), wo er auf seinen Kollegen Arno Steffenhagen traf. Wurde hier für ein halbes Jahr zum belgischen Club KSV Hasselt (10 Partien) ausgeliehen. Mit Chicago, für die er insgesamt 38 mal auflief und 1 Tor erzielte, gelang ihm 1980 der "Gewinn der Central Division / American Conference."

 

Schließlich im Oktober 1980 zu Preußen Münster in die 2. BL-Nord. 22 Spiele und Abstieg in die Oberliga Westfalen, wo er ein weiteres Jahr anhängte. 1982 schnürte er nochmals (gemeinsam mit Schorsch Volkert) für den Hummelsbütteler SV die Stiefel. Karriereausklang bei SC Wentorf. Trainierte dann von Juli 1985 bis März 1986 den Lüneburger SK, machte hier aber auch noch 12 Spiele. Coachte anschließend die Mannschaften von Atlas Delmenhorst (Juli bis Oktober 1987) oder Blumenthaler SV.

 

Der "Kaiser von Holland" eröffnete schon 1976 in Eppendorf den ersten "Hamburger Bierbrunnen". war später als Gastronom in Hamburg tätig (Trabrennbahn in Bahrenfeld) und spielte lange in der HSV-Altliga. Wirkte im Team der "Manni-Kaltz-Fußballschule" mit. Wohnte in Hasloh (wo auch Peter Hidien lebt) nordwestlich von Norderstedt und engagierte sich beim TuS Hasloh. Hatte auch ein Sommerhäuschen neben der Golfanlage Gut Wulfsmühle in Tangstedt. Als Rentner überwiegend auch in Mallorca oder der spanischen Südküste (bei Malaga). In Amsterdam wurde 2006 eine Brücke nach ihm benannt.

 

Ließ es sich 2022 und 2023 nicht nehmen, rund 2700 Autokilometer auf sich zu nehmen, wenn der HSV in Heidenheim gastierte.

 

Mit der Nationalelf klappt es auch wegen folgendem Satz nicht. Als ihm ein Journalist erzählte, dass Bundestrainer Schön gesagt habe, er sei ihm noch nie aufgefallen, meinte Blankenburg: "Schön kann mich am Arsch lecken."

 

BL-Saison Sp To
1975/1976
1976/1977
31
13
0
0
Europa Sp To
1975/1976-ue
1976/1977-po
10
5
0
0
DFB-Pokal Sp To
1975/1976
1976/1977
7
1
0
0
Liga-Pokal Sp To
1976/1977-sc (1) (0)

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Thomas Bliemeister (10.04.1956)

Der Norderstedter (begann bei TuRa Harksheide) kam aus der HSV-Jugend 1974 zu den Amateuren und war als Mittelfeldspieler von 1978 bis 1980 im Aufgebot der Profis, jedoch kein Einsatz. Rückblickend meinte Thomas, der zuvor Groß- und Einzelhandelskaufmann bei der "Union SB" (gemeinsam mit Uwe Beginski) gelernt hatte, dass der Sprung von der Verbandsliga in die Bundesliga zu gro0 war. In dieser Zeit wurde der HSV Deutscher Meister 1979 und Vizemeister 1980 und stand 1980 gegen Nottingham Forest im Finale des Europapokals der Landesmeister, allerdings saß Thomas nur auf der Ersatzbank. Anschließend 1980 enttäuscht zum Oberligisten VfL Stade und von 1981 - 1988 zum VfL Pinneberg. Hier als Mittelfeldstratege wichtigster Mann. Ließ die Karriere beim Glashütter SV ausklingen.

 

Anschließend von 1990 mit 2jähriger Unterbrechung (Komet Blankenese, 1993-1995, im März 1994 auch für 14 Tage Coach von Victoria Hamburg) bis 2007 Trainer beim VfL Pinneberg in der Hamburger Verbandsliga. Insgesamt war er in verschiedenen Funktionen 22 Jahr (!) für die Pinneberger aktiv. Nach einer halbjährigen Pause trainierte er seit Beginn 2008 den SV Halstenbek-Rellingen in der Oberliga Hamburg. Wurde dort zunächst von Vahid Hashemian (2012-2013) und ab da von Matthias Reincke unterstützt. Lotste hier im Oktober 2011 den ex-HSV-Torwarttrainer Claus Reitmaier kurz als Notlösung her, da alle Torhüter verletzt waren. Auch Jürgen Stars war kurz mal Torwart-Trainer. Anfang 2017 gab er bekannt, dass er im Sommer seine Trainerkarriere beenden wollte.

 

Durch die akute Abstiegsgefahr wurde die Zusammenarbeit nach 9 Jahren aber schon im März beendet. Im Sommer 2017 tauchte er wieder bei seinem "alten" Verein, dem VfL Pinneberg auf, diesmal allerdings als "Sportlicher Berater." Holte Jürgen Stars als Torwarttrainer. Doch schon im Januar 2018 legte er sein Amt wieder nieder, da sich durch den Ausstieg des Hauptsponsors die "sportlichen und finanziellen Rahmenbedingungen" veränderten.

 

Als Teamchef der "HSV-Altliga" (zusammen mit Klaus Neisner) war er immer wieder für den HSV unterwegs. Wurde 'Ende 2018 als Leiter der Altliga Neisners Nachfolger. Beruflich ist er Geschäftsführer eines Autohauses (Mercedes) in Rellingen, wo er nach seiner HSV-Zeit als Kfz-Verkäufer begann. Sen Sohn Thies agierte als Spielervermittler ("Sports United GmbH") und hatte Cracks wie Son, Gregoritsch oder Öztunali unter Vertrag.

 

BL-Saison Sp To
1978/1979
1979/1980
0
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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